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Sudan – Der Sudan hat die Durchführung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) kriminalisiert. Es drohen 3 Jahre Haft. Etwa 87% der sudanesischen Frauen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren haben sich laut UNO irgendeiner Form von FGM unterzogen. Die UNICEF hat, in 29 Ländern Afrikas und des Nahen Ostens, Studien durchgeführt und festgestellt, dass es immer noch weitgehend praktiziert wird, obwohl in 24 dieser Länder Gesetze dagegen erlassen wurden.

Sudan – Premierminister Abdalla Hamdok hat sich geweigert, ein von den USA ausgehandeltes Abkommen über die Wassernutzung für den äthiopischen „Renaissance Staudamm“ zu unterzeichnen, weil viele technische und legale Probleme über die ökologischen und sozialen Folgen noch ungelöst seien. Die Füllung des Mega-Staudamms könnte für Ägypten ein großes Problem werden. Schon der Bau des Aswan-Damms 1971 hatte negative Auswirkungen auf das Ecosystem des Nildeltas, der Kornkammer Ägyptens. Experten befürchten, dass die enormen Wassermengen, benötigt um den neuen Staudamm aufzufüllen, die Fruchtbarkeit des Deltas weiter verschlechtern könnte.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird am 26. März entscheiden, ob die rund 7.800 Soldaten, in Darfur abgezogen werden. Es wird argumentiert, dass die bewaffnete Gewalt zwischen den Rebellengruppen zurückgegangen ist, der Konflikt jedoch nicht gelöst ist. Der Schutz der Zivilbevölkerung jedoch in der Verantwortung des Sudans liegt. Menschenrechtsgruppen kritisieren das Vorhaben. Als gemeinsame Friedenstruppe mit der Afrikanischen Union ist UNAMID seit 2007 in Darfur.

Sudan – Premierminister Abdalla Hamdok, der im August vom elfköpfigen Souveränen Rat beauftragt wurde, eine Übergangsregierung zu bilden, hat einen Bombenanschlag auf seinen Konvoi unverletzt überlebt. Trotz solcher Zwischenfälle scheint sich die Demokratie im Sudan langsam zu stabilisieren. Nach monatelangen Protesten der Zivilgesellschaft entmachtete das Militär den damaligen Präsidenten Omar al-Bashir vor einem Jahr.

Sudan – Der gestürzte Präsident Omar al-Bashir soll an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgeliefert werden. Gegen ihn liegt seit 2009 ein Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Die Armee und verbündete Milizen hatte 2003 in der Region Dafur etwa 300.000 Bewohner getötet und 2 Millionen vertrieben.

Sudan – Der Sudan erteilte Israel die Genehmigung seinen Luftraum zu überfliegen. Netanyahu bestätigte, dass das erste israelische Flugzeug am Samstag den Sudan in Richtung Südamerika überflog. Der neue Luftkorridor verkürzt die Strecke um 3 Stunden. Israel diskutiert eine rasche Normalisierung der Beziehungen zu seinem ehemaligen Feind.

Sudan – Die Übergangsregierung hat nicht nur die Partei des im April gestürzten Präsidenten Omar al-Bashir aufgelöst und enteignet, sondern auch das von dem Tyrannen erlassene „Gesetz der öffentlichen Ordnung“ aufgehoben und die Frauenrechte gestärkt. Bis jetzt galten im Sudan die restriktivsten Gesetze weltweit. Verhaftungen und Peitschenhiebe konnten Frauen für private Partys, Hosentragen und Kopftuchablegen treffen. Die Proteste, die zum Sturz der Militärdiktatur führten, wurden bis zu 70% von Frauen initiiert und durchgeführt.

Sudan – Gesichert in einem metallenen Käfig, muss der langjährige Machthaber sich u.a. für den Besitz ausländischer Gelder verantworten. Er räumte ein, vom saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman 25 Mio. Dollar per Privatjet erhalten zu haben, mit der Auflage, dass das Geld nicht zurückverfolgt wird. Daher ging es nie in eine Bank. Es sei aber nur für „Spenden“ eingesetzt worden, wie Universität und Militärkrankenhaus, nie für private Zwecke. Bashir wird auch der Tötung von tausenden Demonstranten angeklagt, und steht wegen des Völkermords von Darfur schon jahrelang unter internationalem Haftbefehl.

Sudan – Kurz nach dem Amtsantritt der mühsam geformten Übergangsregierung musste die neue Führung in der östlichen Provinz „Red Sea“ den Notstand erklären und den Gouverneur sowie den regionalen Sicherheitsrat entlassen. In der Haupt – und Hafenstadt Port Sudan waren bei ethnischen Auseinandersetzungen 16 Menschen getötet worden. Was die blutige Gewalt zwischen den Bani Amer und den Nuba Gruppen verursachte, ist noch nicht bekannt. Port Sudan ist das größte Handelszentrum des Landes und exportiert auch Öl aus Südsudan.

Sudan – Nach monatelangen Protesten haben Militär und Zivilisten sich auf eine gemeinsame Übergangsregierung geeinigt. Der „Souveräne Rat“, bestehend aus sechs Zivilisten und fünf Militär, soll den geschundenen Staat durch eine dreijährige Übergangszeit zu Wahlen und zu einer Zivilregierung führen. Der am 11. April gestürzte Staatschef al-Bashir steht diese Woche in Khartum vor Gericht. Er hatte während seiner Amtszeit Millionen von Saudi-Arabien erhalten; bei Durchsuchung seiner Residenz fanden Ermittler etwa 13 Mio. $ in drei verschiedenen Währungen.

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