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Sudan – Vertreter von Armee und Protestbewegung haben sich nach monatelangem teils blutigem Streit auf eine Machtteilung zwischen militärischen und zivilen Kräften für eine Übergangszeit von drei Jahren verständigt. In dieser Zeit sollen Neuwahlen vorbereitet werden. Vermittler waren Ägypten und die AU. Die politische Einigung könnte zu friedlicher Demokratie und zu Wirtschaftswachstum führen.

Sudan – Die Weigerung des Militärischen Übergangsrats, die Macht an eine Zivilregierung abzugeben, hat wieder zehntausende Sudanesen auf die Straße gebracht. Das Bündnis „Sudanese Professional Association“ (SPA) hat zu einem “Marsch der Millionen“ aufgerufen. Es gab Tote in Khartum, Obdurmam und Atbara und viele Verletzte in weiteren Städten. Es sind die ersten Massenproteste seit der gewaltsamen, blutigen Auflösung der Sitzblockade am 3. Juni.

Sudan – Nachdem in Khartum 40 Leichen aus dem Nil geborgen waren, hat sich die Opferzahl nach der Militärgewalt gegen die Sitzblockade drastisch erhöht. 300 Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt. Die Militärführung sucht neue Gespräche, doch die Opposition winkt ab. Die UNO warnt vor einem Bürgerkrieg. In der Sitzung des Sicherheitsrats konnte wegen des Vetos von Russland, China und Kuweit keine Einigung erzielt werden.

Sudan – Nach monatelangen Massenprotesten haben die Menschen zum Sturz des Diktators al-Bashir beigetragen. Jetzt ist ihr Ziel eine Zivilregierung, doch das Militär hält an der Macht fest und hat die andauernden Sitzblockaden der Demonstranten in Khartum mit Tränengas und scharfer Munition aufzulösen versucht. 13 Menschen sollen getötet und viele andere verletzt worden sein.

Sudan – Kurz vor dem Sturz von al-Bashir hatte die Afrikanische Union dem Militär 15 Tage Zeit zur Machtübertragung gegeben. Nun sollen die Putschisten spätestens in 60 Tagen zugunsten der Zivilbevölkerung zurücktreten. Sonst wird der Sudan von der AU suspendiert. Der Friedens-und Sicherheitsrat erklärte, dass ein vom Militär geführter Übergang völlig unannehmbar ist und nicht dem Willen und Bestrebungen des sudanesischen Volkes entspreche. Der Diktator ist weg, aber nicht das System. Die Führer von Militär und Protestbewegung konnten sich bislang nicht einigen.

Sudan – Was im Dezember als Straßendemonstrationen anfing ist jetzt zu einem Sitzstreik geworden. Fünf Tage und Nächte harren Tausende vor dem Militär- Hauptquartier aus, um den Rücktritt al-Bashirs zu erzwingen. Dort fühlen sie sich am sichersten, weil das Militär die Demonstranten schützte gegen Polizei und Sicherheitskräfte, die mit Tränengas und Schüssen für mehrere Tote und Verletzte verantwortlich sind. Jetzt warten die Bürger auf die vom Militär angekündigte große Neuigkeit. Militärfahrzeuge haben wichtige Straßen in Khartum gesperrt und Radiosendungen werden durch Marschmusik unterbrochen. Man spekuliert, dass das Militär den Präsidenten zum Rücktritt zwingt oder einen Putsch veranschlagt. Das Gerücht ist, dass al-Bashir bereits zurückgetreten sei.

Sudan – Nach zwei Monaten fast täglicher Proteste hat Präsident al-Bashir vor dem Wochenende den Ausnahmezustand verhängt und seine ganze Regierung sowie alle Provinzregierungen entlassen. Sie werden durch Geheimdienst Offiziere ersetzt. Die Proteste, die den Umsturzparolen des „Arabischen Frühlings“ ähneln, haben an Fahrt gewonnen. Da al-Bashir unter Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs steht, klammert er sich an seine Macht. Überlegungen sind im Gange, ihm Straffreiheit anzubieten, wenn er sich friedlich zurückzieht.

Sudan – Nachdem die Behörden die Freilassung aller Personen angeordnet haben, die wegen ihrer Proteste gegen Bashir seit Dezember verhaftet wurden, haben die Dozenten ein Sit-in auf dem Hauptcampus angekündigt und ein Dokument veröffentlicht, in dem sie eine friedliche Machtübertragung fordern. Die Proteste sollen weitergehen bis die politischen und wirtschaftlichen Probleme gelöst sind. Auch will man die versprochene Freilassung abwarten. Bashir verspottet die „WhatsApp Demonstranten“; die sozialen Medien können ihn nicht stürzen.

Sudan – Schon sechs Wochen dauern die Proteste gegen seine Regierung. Nun will Bashir, neben Friedensgesprächen, auch Unterstützung für seine marode Wirtschaft suchen. Es war die Kürzung von Subventionen für Brot und Treibstoff, die die Proteste auslösten. Der Unmut der Bürger kann trotz Dutzenden von Toten nicht mehr gestoppt werden. Sie fordern Bashirs Rücktritt, der wegen des Haftbefehls von Den Haag risikoreich sein könnte. Aus Mangel an externen Partnern jedoch wird ein Sturz des Staatschefs kaum zu erwarten sein.

Sudan – Wegen dem verdreifachten Brotpreis fingen die Demos in der Provinzstadt Atbara am 19. Dezember an und breiteten sich rasant aus. Dutzende Menschen wurden in Khartum brutal erschossen. Es geht nicht mehr um Preise und Knappheit; die Bürger wollen sich befreien von dem seit 1989 andauernden autokratischen Regime von Omer al-Bashir, von Unterdrückung und Korruption, von Kriegen, Morden und Vertreibungen. Zwei Koalitionsparteien haben sich von der Regierung getrennt. Auch die Elite, darunter Offiziere, rückt von Bashir ab. Doch weil er mit Nachbarländern gute Netzwerke geschaffen hat und dem Westen versprochen hat, die illegale Migration aus dem östlichen Afrika zu unterbinden und dem internationalen Terror entgegen zu arbeiten, fühlt er sich vor äußerer Einmischung ziemlich sicher.

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