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Da die Kämpfe im Sudan nicht nur in Khartum stattfinden, teilte Regierungssprecher Aziz Mahamat Saleh mit: „Angesichts dieser beunruhigenden Situation hat der Tschad beschlossen, die Grenze zum Sudan bis auf weiteres zu schließen“. Der Tschad hat eine mehr als 1 000 km lange Grenze mit dem Sudan, von der ein großer Teil an Darfur grenzt, das seit langem Schauplatz von Stammesgewalt ist, die oft durch Streitigkeiten über Territorium und Wasser angeheizt wird. Im Sudan sind Militärchef Abdel Fattah al-Burhan und sein Stellvertreter, der paramilitärische Kommandeur Mohamed Hamdan Daglo, wegen der geplanten Eingliederung von Daglos paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) in die reguläre Armee aneinandergeraten.

Bei einem Mineneinsturz im Norden des Sudan sind 14 Bergleute ums Leben gekommen und mehr als 20 verletzt worden. Ein Teil eines Berghangs stürzte in der Nähe der 70 km von der Stadt Wadi Halfa entfernten Mine al Jabal al Ahmar ein. Zeugen berichteten, dass Bergleute mit schweren Maschinen nach Gold schürften, was den Einsturz verursacht habe, so die Sudan News Agency (SUNA).

Der UN-Sicherheitsrat hat die Sanktionen und ein Waffenembargo gegen den Sudan um ein Jahr verlängert. Der 15-köpfige Rat stimmte dafür, das Mandat bis zum 12. März nächsten Jahres zu verlängern. Dreizehn Länder stimmten für den Antrag, Russland und China enthielten sich.

Ein eritreischer Flüchtling, dem vorgeworfen wird, der „meistgesuchte Menschenschmuggler der Welt“ zu sein, wurde in Zusammenarbeit mit den Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate im Sudan festgenommen. Kidane Zekarias Habtemariam wird beschuldigt, ein Schleuserboss zu sein und ein Lager in Libyen zu betreiben, in dem Hunderte ostafrikanischer Migranten, die nach Europa gelangen wollten, entführt, vergewaltigt und erpresst worden sein sollen.

Sudanesische Sicherheitskräfte habenTränengas eingesetzt, um Tausende von Demonstranten in Khartum auseinanderzutreiben, die den 4ten Jahrestag des Aufstands begehen, der schließlich zum Sturz von Präsident Omar al-Bashir führte. Die Demonstranten hüllten sich in sudanesische Flaggen und hielten Schilder in die Höhe, auf denen sie forderten, dass die Militärführung für die Ermordung von 120 Menschen zur Rechenschaft gezogen wird, seit sie am 25. Oktober 2021 durch einen Staatsstreich die Macht übernommen hatte. Sie fordern ein Ende der Militärherrschaft. Das Militär im Sudan kontrolliert lukrative zivile Bereiche des Landes, was nach Ansicht von Kritikern die Wirtschaft des Landes sabotiert. Laut der Menschenrechtsgruppe Redress genießen Angehörige des Militärs außerdem Immunität vor strafrechtlicher Verfolgung im Rahmen des Gesetzes.

Der Sudan hat mit einem Konsortium unter der Leitung der AD Ports Group aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Invictus Investment ein Abkommen über 6 Mrd. US$ zur Entwicklung eines neuen Hafens und einer Wirtschaftszone am Roten Meer unterzeichnet. Der Hafen von Abu Amama, der nördlich des Hafens von Port Sudan gebaut werden soll, über den fast alle Importe des Landes und die Ölexporte des Südsudan laufen, wird ein Industriegebiet, einen internationalen Flughafen und eine landwirtschaftliche Zone mit einer Fläche von mehr als 400.000 Hektar umfassen.

Laut dem am 13. August veröffentlichten Bericht des Nationalen Rates für Zivilschutz des Sudan sind seit Mai 136.000 Menschen in 12 sudanesischen Bundesstaaten von den schweren Regenfällen betroffen. Sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen haben dem Bericht zufolge landesweit etwa 8 900 Häuser zerstört und weitere 20 600 beschädigt. Am stärksten betroffen sind den Angaben zufolge die beiden Regionen, die nördlich und südlich an die Hauptstadt Khartum grenzen. Sie werden beide vom Nil durchzogen. In dem Land am Horn Afrikas mit seinen knapp 45 Millionen Einwohnern dauert die Regenzeit üblicherweise von Juni bis September, die stärksten Regen fallen im August und September. Auch der Norden des Jemen ist von den flutartigen Regenmassen betroffen. In den Regionen leben mehr als 24.000 Familien. Die Wassermassen haben unter anderem das alte Zentrum der Hauptstadt Sanaa beschädigt.

Tausende von Demonstranten forderten in der Hauptstadt Khartum ein Ende der Militärherrschaft und beschuldigten die sudanesische Militärführung, „diebische Soldaten“ zu sein. Die von CNN aufgedeckten Beweise deuten auch darauf hin, dass Russland mit der sudanesischen Militärführung konspiriert hat, so dass Milliarden von Dollar in Gold am sudanesischen Staat vorbeigeschleust wurden und dem verarmten Land Hunderte von Millionen an Staatseinnahmen entgangen sind. Die Militärbehörden haben eine „Fahndung“ nach Personen eingeleitet, die verdächtigt werden, CNN Informationen für eine Untersuchung geliefert zu haben, die Russlands Goldraub in dem afrikanischen Land aufgedeckt hat; s.h. Russia is plundering gold in Sudan to boost Putin’s war effort in Ukraine

Google kündigte an, dass die Zuschauer die Pyramiden von Meroë im Sudan, die zum Weltkulturerbe der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) gehören, in allen Einzelheiten erkunden können, indem sie virtuell durch die vor mehr als zweitausend Jahren errichteten Bauwerke gehen. Die Pyramiden des kuschitischen Königreichs, seine einflussreichen Dynastien und sein kulturelles Erbe werden so bekannter gemacht. Das Meroë-Erlebnis ist in mehreren Sprachen verfügbar, darunter Englisch, Arabisch, Deutsch, Französisch und Spanisch. Interactive: Explore Sudan’s pyramids of Meroe.

Die prominente sudanesische pro-demokratische Gruppe „Kräfte der Freiheit und des Wandels„(CCFFC), hat das Angebot der UNO, eine Lösung für den politischen Stillstand nach dem Militärputsch im Oktober zu vermitteln, unter Vorbehalt angenommen. Die „Sudanese Professionals Association“, hat das Angebot der UN jedoch abgelehnt.

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