Schlagwort: Senegal

Präsident Wades Partei PDS erhielt 34 der 35 Senatorensitze, die von den Abgeordneten gewählt werden. Ingesamt gibt es 100 Senatoren.

Die Demonstranten wollen ihre Aktionen nicht aufgeben, bis Präsident Wades Sohn Karim ganz von seinem Regierungsposten zurücktritt. Wade ist schon über ein Jahrzehnt an der Macht; Kritiker fürchten, dass er durch Gesetzesänderungen den Weg für die Nachfolge seines Sohnes ebnen will.

Ein Gericht im Tschad hat den ehemaligen Präsidenten Hissan Habre, der seit 1990 im Exil im Senegal lebt, in absentia zum Tode verurteilt. Das senegalische Justizministerium, das von der Afrikanischen Union aufgefordert wurde, Habre vor Gericht zu stellen, zögert, einen Prozess anzustrengen. Eine Untersuchungskommission hatte Habre verantwortlich gemacht für 40.000 politische Morde und 200.000 Fälle von Folter.

Wolof, die Muttersprache von 45% der senegalesischen Bevölkerung, entwickelt sich immer mehr zur ‚lingua franca‘ des Landes und verdrängt das Französische in Radio und Fernsehen, auf Märkten und Internetblogs. Dabei bereichert sich Stammessprache mit vielen Worten aus dem Englischen, Arabischen und Französischen. Leopold Senghor, der erste Präsident des Senegal und ‚Vater der Frankophonie‘, ein großer Denker und Dichter, wurde als erster Afrikaner Mitglied der Academie Francaise.

Ein Sprecher für OCHA (Amt für Koordinierung Humanitärer Angelegenheiten) sagt für nächstes Jahr eine Hungersnot für die Sahel Länder voraus, obwohl es genügend Regen und eine gute Ernte gab. Die Gewalt im nördlichen Nigeria, Mali und Zentralafrika und das schnelle Bevölkerungswachstum verursachen die Knappheit und die hohen Preise von Nahrungsmitteln.

Karim Wade, Sohn des Ex-Präsidenten, ist unter Korruptionsverdacht festgenommen worden. Er soll in der Amtszeit seines Vaters, als er Senior Minister, verantwortlich für Infrastruktur und Lufttransport war, ein Vermögen von 1,4 Mrd. Dollar angehäuft haben. Wegen seinen weitreichenden Vollmachten wurde er damals „Minister von Himmel und Erde“ genannt.

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Gruppen der Democratic Forces of Casamance (MFDC) sind hunderte von Kämpfern ums Leben gekommen.

Die Wahlkommission hat Präsident Abdoulaye Wade mit über 50% der Stimmen zum Sieger erklärt. Sein wichtigster Herausforderer, der frühere Premierminister Idrissa Seck, kam auf 15%. Die Wahlbeteiligung lag bei 75%. Wahlbeobachter der regionalen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS bezeichneten die Wahlen als frei und fair. Die sozialistische Partei will die Resultate vor Gericht anfechten.

Nachdem die Regierung den die Aktivitäten von Straßenverkäufern in Dakar verboten hatte, kam es zu zwei Tage langen Krawallen. Die Behörden sahen sich gezwungen, ihre Anordnung zurückzuziehen.

Dem senegalesische Oppositionspolitiker Abdourahim Agne wird der Prozess wegen Bedrohung der Staatssicherheit gemacht. Agne hatte zu friedlichen Demonstrationen gegen Staatspräsident Wade aufgerufen.

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