Schlagwort: Republik Togo

Am 14. Oktober werden Parlamentswahlen abgehalten. 3 Millionen Wähler können für die 81 Parlamentssitze unter 396 Kandidaten auswählen.

In den letzten Monaten flohen über 40.000 Menschen aus Togo in die Nachbarländer. In Ghana sind 15.000 Flüchtlinge angekommen und in Benin, wo schon 24.500 Menschen Zuflucht suchten, steigt die Zahl der ankommenden ständig.

Der Sohn des ehemaligen Präsidenten Eyadema, Faure Gnassingbé, wurde als neuer Präsident von Togo vereidigt. Die umstrittenen Wahlen führten in den vergangen Wochen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungspartei und Opposition.

In einer Geste der Versöhnung hat Präsident Fauré Gnassingbé den politischen Gegner seines Vaters, den 73-jährigen Oppositionsführer Yawivi Agboyiobo, zum neuen Premierminister ernannt. Dieser rief in seiner Antrittsrede zum Dialog aller Parteien auf, um die politische Krise zu überwinden.

Der Katholische Bischof von Atakpame, Barrigah-Bénissan, wurde zum Vorsitzenden der staatlichen Kommission für „Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung“ ernannt. Er hat die Aufgabe, die politisch motivierten Gewalttaten während des Regimes des früheren Präsidenten Gaston Eyadema aufzuklären und ein „Klima des Vertrauens“ zu schaffen. Die Täter sollen zur Rechenschaft gezogen werden. Das Volk von Togo sehnt sich nach Gerechtigkeit und Frieden.

Ein Streik in Lomé gegen die Machtübernahme von Faure Gnassingbe, Sohn des verstorbenen Präsidenten Eyadema, wurde teilweise befolgt. Der neue Präsident ist nach einer hastigen Verfassungsänderung vereidigt worden.

Der Führer der Oppositionsparteien, Bob Akitani, musste während der laufenden Verhandlungen in Nigeria nach England ausgeflogen werden. Nach Medienberichten aus Lomé erlitt er einen Schlaganfall.

Das togolesische Parlament hat die Verfassungsänderung, die die Ernennung des Sohnes des ehemaligen Präsident legitimieren sollte, wieder annulliert.

Unter starkem internationalem Druck hat sich der vom Militär eingesetzten Präsident Faure Gnassingbe bereit erklärt, sein Amt niederzulegen, will aber als Kandidat bei den nächsten Wahlen antreten. Die Nationalversammlung wird einen Interim-Präsidenten wählen.

Die größte Oppositionspartei ‚l’Union des forces de changement (UFC)‘ hat sich gespalten. Gilchrist Olympio wird eine eigene Partei gründen.

Länder