Schlagwort: Republik Togo

Ein Flugzeug mit dem Vorsitzenden der Afrikanischen Union, Präsident Obasanjo, und einer Delegation westafrikanischer Staaten durfte nicht in Lomé landen. Die AU will im Verfassungsstreit um den neuen Präsidenten vermitteln.

Der blühende Drogenhandel entlang der westafrikanischen Küste hat ernsthafte soziale Folgen. Togo, eines der Transitländer für Drogentransport nach Europa, hat einen einheimischen Drogenhandel entwickelt. In der Hauptstadt Lomé sollen 3 500 Drogenabhängige im Alter von 8 bis 40 Jahre in 40 Ghettos leben. Vor fünf Jahren waren noch keine Fälle bekannt.

Nur zwei Tage vor den Präsidentschaftswahlen hat der Innenminister Francois Boko sein Amt niedergelegt mit der Gründung, die Durchführung der Wahlen seien „ein Selbstmord“. Interim-Präsident Abass Bonfoh bestätigte, dass die Wahlen trotzdem am Sonntag abgehalten würden. Das Regierungslager des ehemaligen Präsidenten Gnasingbé übte in den letzten Wochen massiven Durch auf die Wähler aus.

Nach Angaben der Wahlkommission hat der Sohn des verstorbenen Präsidenten Eyadema, Faure Gnassingbé, 60% der Stimmen gewonnen. Der Oppositionskandidat, Bob Akitani, der offiziell 38% erhielt, erklärte sich zum Präsidenten und forderte seine Anhänger zum Widerstand auf. Bei Zusammenstößen zwischen Opposition und Polizei kamen bisher mindestens 11 Menschen ums Leben, über Tausend flohen ins Ausland. Die 152 Beobachter der regionalen ECOWAS Staatengemeinschaft erklärten die Wahl trotz einzelner Zwischenfälle als fair. Faure hat der Opposition eine gemeinsame Regierung angeboten.

Auf der offiziellen Internetseite der Regierung werden Pläne dargestellt, die Hauptstadt von der Küstenstadt Lomé nach Adoua im Zentrum des Landes zu verlegen. Die Arbeiten könnten bereits Mitte August beginnen.

Die Afrikanische Union hat ein Treffen zwischen Regierung und Opposition organisiert, um die politische Krise in Togo zu beenden. Die Liga der Menschenrechte spricht von 800 Toten in Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. 30.000 Menschen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingsorganisation nach Ghana und Benin geflohen.

Premierminister Komlan Mally hat seine neue Regierung vorgestellt. Zu ihr gehören nur noch 21 Minister, anstatt 35 vorher. Zwölf Minister der vorherigen Regierung behielten ihre Posten, 9 neue kamen hinzu, darunter leider nur zwei Frauen.

Eine Koalition ziviler Gruppen will so lange demonstrieren, bis Präsident Gnassingbe neuen Gesprächen über die Änderung am Wahlgesetz zustimmt. Zehntausende wütende Menschen protestieren in den Straßen von Lomé. Sie verlangen freie Wahlen und begrenzte Amtszeiten, denn Gnassingbes Familie ist schon 45 Jahre an der Macht. Togos Bischöfe plädieren für eine „friedliche und konstruktive Debatte“, um weitere Gewalt zu vermeiden.

Fünf Monate nach den umstrittenen Wahl hat Präsident Fauré Gnassingbé zugesagt, so schnell wie möglich Parlamentswahlen abzuhalten.

Mit 61% der Stimmen hat Präsident Faure Gnassingbé die Wiederwahl gewonnen. Wegen angeblich weit verbreitetem Betrug will sein stärkster Herausforderer, Jean-Pierre Fabre, das Wahlergebnis anfechten. In der Hauptstadt Lomé gab es kleine schnell zerstreute Proteste. Die Wirtschaft ist in den letzten Jahren zusammen gebrochen. 30“ der Bevölkerung müssen mit weniger als 70 Euro-Cent am Tag auskommen.

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