Schlagwort: Republik Togo

Zwei Wochen vor den Wahlen haben internationale christliche Organisationen um die Entsendung von Wahlbeobachtern gebeten. Die Lage sei bedenklich, meint die Aktion „Franciscans International“ Auch könne ohne Volkszählung keine demokratische Wahl durchgeführt werden.

Der Anführer der größten Oppositionspartei UFC, Gilchrist Olympio, wurde bei seiner Rückkehr aus dem Exil in Frankreich von Zehntausenden Anhängern begrüßt. Am 24. April finden Präsidentschaftswahlen statt.

Die Oppositionsparteien in Togo haben sich nach zweiwöchigen Verhandlungen auf Bob Akitani als Kandidaten geeinigt. Akitani gehört der wichtigsten Oppositionspartei ‚Union des Forces du Changement (UFC), deren Anführer, Gilchrist Olympio in Frankreich im Exil lebt.

Togo wählt heute einen neuen Präsidenten. 40 Jahre hatte Gnassingbé Eyadéma mit eiserner Hand regiert. Nach seinem Tod in 2005 ließ sich sein Sohn Faure Gnassingbé als Nachfolger aufstellen. Die Wahl, die ihn bestätigte, hatte blutige Folgen; 1000 Menschen kamen um. Nun tritt er wieder an, obwohl seine Regierung durch wachsende Armut, blühende Korruption und Verfolgung von Andersdenkenden gezeichnet ist. Die Befürchtung ist, dass, auch wenn die Regierungspartei verliert, sie sich zum Sieger erklärt.

Präsident Faure Gnassingbé besucht die EU, Frankreich und Italien. Bei Gesprächen mit dem EU-Entwicklungskommissar Louis Michel wurde eine Wiederaufnahme der Entwicklungshilfe vereinbart, die 1993 wegen der ‚demokratischen Defizite‘ in Togo eingestellt worden war.

Eine Manifestation in der Hauptstadt Lome von ca. 500 Personen , darunter viele mit HIV-Infizierte, wollte Autoritäten und eine breite Öffentlichkeit alarmieren, dass es zur Zeit keine antiretrovirale Medikamente mehr gibt und deshalb die lebensnotwendigen Behandlungen unterbrochen sind.

Weil das Fußball Team von Togo sich nach dem Terror Angriff in Cabinda aus dem Turnier zurückgezogen hat, soll die Mannschaft bei den nächsten beiden Cups ausgeschlossen werden. Dazu soll der Verband Togos noch 50,000 Dollar Strafe zahlen. Dieser Vorgang der Afrikanischen Fußball Föderation wird als unverständlich und ganz gegen afrikanische Sitten angesehen.

Zum ersten Mal seit 20 Jahren konnten Parlamentswahlen unter Beteiligung aller Parteien abgehalten werden. Die Wahlen nach dem Tod von Präsident Gnassingbe Eyadema 2003 waren von Gewalt geprägt. Wahlbeobachter der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft erklärten die Wahlen als frei und fair.

Präsident Faure Gnassingbe hat den Anführer der Oppositionspartei Patriotic Pan-African Party, Edem Kodjo zum Premierminister ernannt. Kodjo hat war bereits unter Gnassingbes Vater, Eyadema, Premierminister und später Generalsekretär der damaligen Organisation der Afrikanischen Union (OAU).

Seit der Oppositionsführer Jean-Pierre Fabre und ein weiteres Mitglied der Organisation „Sauvons le Togo“ offiziell im Zusammenhang mit den Marktbränden in Kara und Lomé angeklagt wurden, gerieten auch die Medien unter mehr Druck. Diese reagierten mit einem Medien-Blackout: keine Tageszeitung und nur Musik im Radio. Es wird vermutet, dass die Regierung die Brände in Auftrag gegeben hat, um die Opposition beschuldigen zu können. Vor den anstehenden Wahlen will sie wieder die Oberhand gewinnen.

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