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Menschenrechtler haben im Grenzgebiet zu Angola Gräber mit Überresten von bis zu 1600 Zivilisten gefunden. Man nimmt an, dass die Menschen, vielfach Flüchtlinge, zwischen 1994 und 2003 verschwunden sind. Sie sind vermutlich Opfer der Sicherheitskräfte und ihr Tod auf die „ethno-politische Intoleranz“ im unabhängigen Namibia zurückzuführen.

Am Grenzposten Oshikango, wo ein erschreckender Anstieg von Kriminalität zu verzeichnen ist, wurde eine Kampagne gegen geschlechterspezifische Gewalt gestartet. Frauen und Mädchen sollen vor Vergewaltigung und Mord geschützt und dem Menschenhandel allgemein die Stirn geboten werden.

Seit 120 Jahren hat es in der Namib Wüste nicht mehr so viel geregnet wie in den letzten Monaten. Statt 20mm Niederschlag gab es in manchen Gegenden 250mm. Die Schäden der Flut sind großteils behoben. Eine der lebensfeindlichsten Wüsten der Welt blüht, und bei den dichten Grasflächen vermehren sich die Tiere wie selten zuvor. Botaniker, Ornithologen und Wildhüter sind begeistert.

Registrierte Veteranen der SWAPO, die im Freiheitskrieg gegen die südafrikanische Vorherrschaft kämpften, sollen nun 50,000 N$ erhalten. „Besonders verdienstvolle“ Veteranen, die einen Entwurf zu einer Betriebsgründung vorlegen, können mit einer weiteren Abfindung von 200,000 N$ rechnen. Bis jetzt wurden 45,000 Altkämpfer erfasst. Die Empfänger wurden ermahnt, klug mit dem Geld umzugehen, um der Armut zu entkommen.

Nach sintflutartigen Regenfällen stehen Teile von Namibia, Sambia und Angola unter Wasser. Über 100 Menschen sind ertrunken, Tausende obdachlos. Brücken und Straßen sind beschädigt, Felder überflutet, und Krokodile und Flusspferde greifen fliehende Menschen an. Die Behörden fürchten den Ausbruch von Cholera und Malaria.

Obwohl Namibia jährlich etwa eine Million Besucher empfängt und Tourismus die drittgrößte Einnahmequelle ist, gelingt dem Land ein effektiver Naturschutz. Er ist sogar in der Verfassung verankert. 15% der Fläche sind Wildreservat und Erholungsgebiete. Die Biodiversität wird bewusst geschützt, und die Bevölkerung kann sich an der Einnahme beteiligen. Besonderen Schutz genießt der Gepard; Namibia hütet etwa die Hälfte der noch lebenden Tiere in Afrika. Durch gezielte Fortbildung versucht man, den Konflikt zwischen Mensch und Tier zu verringern. Sogar die unbeliebte wuchernde Akazie wird als Holzpellets umweltfreundliches Brennmaterial. 2013 wurde Namibia der WWF Preis „Gift to Earth“ verliehen.

In Rahmen der Kampagne gegen Korruption konnte der stellvertretende Arbeits- und Kommunikationsminister Paul Kapia zum Rücktritt gezwungen werden.

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