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Elefanten hassen den schrillen Lärm und fliehen, wenn ein Farmer mit dieser „Trompete“ sein Maisfeld beschützt. Um den sich zuspitzenden Konkurrenzkampf zwischen Elefanten und hungrigen Menschen einzudämmen, soll die Fertigstellung der ehrgeizigsten Schutzzone Afrikas vorangetrieben werden. Fünf angrenzende Länder – Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe – sollen in den Schutzkorridor einbezogen werden. Der zusammenhängende Naturraum KAZA (abgeleitet von den Flüssen Kavango und Zambesi) schützt die Tiere und könnte auch den Dörflern Wohlstand bringen, wenn Touristen mit einem einzigen Visum sich grenzüberschreitend an Safaris, Jagdtouren und Öko-Lodges beteiligen und die einzigartige Tierwelt erleben können.

Die San Leute in Namibia, ähnlich wie in Botswana, werden immer mehr eingeengt. Im Bwabwata National Park, wo sie jetzt leben, soll ein 10,000 ha Agrarprojekt entstehen. Die Bäume und Sträucher, die für Generationen ihr Überleben sicherten, werden verschwinden. Demeter International will im Oktober mit dem Pflügen beginnen. Die San Leute wehren sich, wohl ohne Erfolg, und Umweltexperten bedauern die Zerstörung eines bisher geschützten wertvollen Öko-systems.

Der Internationale Gerichtshof (ICC) untersucht eine Anklage gegen den ersten Präsident der SWAPO und der Nation, Sam Nujoma, wegen Mord an Hunderten von Namibiern, die im Unabhängigkeitskrieg der Spionage für Südafrika beschuldigt wurden und angeblich in einer unterirdischen Höhle in Angola hingerichtet worden sind. Präsident Hifikepunye Pohamba kritisierte die ‚Namibian National Society for Human Rights (NSHR)‘, eine Untersuchung des ICC angefordert zu haben.

Das Kabinett hat den Plan, Atomkraftwerke und eine Anlage zur Urananreicherung zu bauen, gebilligt. Namibia hat bedeutende Uranvorkommen und könnte angereichertes Uran exportieren.

Freitag und Samstag sind etwa 1.2 Millionen Namibier aufgerufen, ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten zu wählen, der wahrscheinlich der alte sein wird. Seit der Unabhängigkeit von Südafrika regiert die SWAPO (South West Africa People’s Organisation), die frühere Befreiungsbewegung. Eine von der Konrad Adenauer Stiftung durchgeführte Studie zeigt, dass die Namibier im Allgemeinen unzufrieden sind mit der Politik ihres Landes, besonders mit der schlechten Schulbildung und der hohen Arbeitslosigkeit.

Der Gottesdienst unter freiem Himmel wurde am 8. September auf einer Farm im Norden Namibias gefeiert, wo Mitglieder von drei deutschsprachigen Gemeinden der evangelisch-lutherischen Kirche sich trafen. Auch Vertreter der schwarzen Schwesterkirchen beteiligten sich, besonders an der musikalischen Gestaltung. Auf dem Farmgelände steht noch eine steinerne Kanzel, von der Missionare im 19. Jahrhundert den Menschen der einstigen Kolonie Deutsch-Südwestafrika gepredigt haben sollen. Der erste ZDF Gottesdienst vom afrikanischen Kontinent, 2012 von Kairo geplant, musste wegen Unruhen abgesagt werden.

Nachdem in einem Modellversuch etwa 1000 Bewohnern des Ortes Otjivero/Omitara für zwei Jahre ein Grundeinkommen (Basic Income Grant BIG) von 100 Namibia Dollar gezahlt wurde, und das mit positiven Auswirkungen, sieht nun der Gewerkschaftsdachverband dies als eine effektive Methode, die Armut im Land zu bekämpfen.

Veteranen aus dem Befreiungskrieg drohen Großfarmen von namibischen Ministern zu besetzen, wenn die Regierung weiterhin ihre Ansprüche auf eine Kompensation ignoriert.

Die vom obersten Gerichtshof verordnete Neuauszählung der Wahlergebnisse vom 16. November 2004 hat den Sieg der SWAPO bestätigt. Die Opposition erwägt eine neue Klage.

In 200 Meter Tiefe wurde im Norden des Landes, nahe der Grenze zu Angola, ein 5 Mrd. Kubikmeter Süßwasserreservoir entdeckt, genug um, bei jetzigem Bedarf, 400 Jahre frisches Wasser zu spenden. Das schätzungsweise 10,000 Jahre alte Grundwasservorkommen im Etosha Becken könnte vom höher liegenden Angola kommen und resistent gegen Klimaänderungen sein. Für die Regierung ist dies nicht nur Trinkwasserversorgung für 60% der Bevölkerung, die in dieser Region leben, sondern auch eine Chance für mehr Ackerbau und so eine Einschränkung der Landflucht. Für das Nomadenvolk der Himba, die oft unter Dürre leiden und sich trotzdem über 30 Jahre gegen einen Staudamm an den Epupa Wasserfällen am Kunene Fluss wehren, besteht die Hoffnung, dass der Bau gestrichen wird, der ihr Weideland und ihre Ahnengräber überflutet hätte.

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