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Namibia – Vor Namibias Küste, 5,150 m tief, tiefer als die „Titanic“, wurde ein versunkener Schatz gehoben: 100 Tonnen Silber Rupien im Wert von 50 Mio. Dollar aus dem 2. Weltkrieg. Der britische Dampfer „City of Cairo“ sollte 1942 das Geld von Bombay nach London bringen, als ein deutsches U-Boot das Schiff südlich von St. Helena torpedierte und versenkte. Die riskante Bergung geschah in 2013, ist aber erst jetzt bekannt geworden. Inzwischen sind die meisten Silbermünzen eingeschmolzen und der Erlös zwischen Fiskus und der Bergungsfirma DOS (Deep Ocean Search) geteilt.

Namibia – Nach den neueren Massenanträgen für Bauland haben jugendliche Aktivisten nun das Vorhaben der Regierung, Land an China zu verpachten, scharf verurteilt. In der nordöstlichen Zambezi Region (früher Caprivi Strip) ist die „Namibia Oriental Tobacco Co“ an 10,000 ha fruchtbarem Land für den Anbau von Tabak für Export interessiert. Die Bewässerung ist durch den Sambesi Fluss gesichert. Mehr Land für Tabak als für Nahrungsmittelanbau zuzuweisen, sagen die Aktivisten, sei unvereinbar mit den Richtlinien des Landwirtschaftsministeriums.

Namibia – Jugendliche landesweit sollen bis Ende der Woche einen Bauplatz beantragen. Die Regierungspartei SWAPO sieht darin einen Versuch, Frieden und Stabilität im Land zu zerstören, eine Kampagne, die landlose Bevölkerung gegen die Regierung aufzuhetzen. Die Regierung würde selbst an einem „gerechteren Landerwerbsprogramm“ arbeiten. Parteiangehörigen, die an der Massenaktion teilnehmen, wurde mit einer sofortigen Suspendierung gedroht.

Namibia – Wie vorauszusehen war, hat die seit der Unabhängigkeit regierende Partei mit über 80% die Wahl für sich entschieden Der Präsidentschaftskandidat Hage Geingob erhielt sogar 86.73 % aller Stimmen an 4,000 elektronischen Wahlstationen. Geingob, auch „Omake“ (der Einiger) genannt, kommt aus der Damara Minderheits-Ethnie und hat eine lange politische und diplomatische Karriere, darunter 12 Jahre als Premier des Landes. Jetzt hat er die Aufgabe, die wachsende Unzufriedenheit der 2.3 Mio. Bewohner aus elf Stammesgruppen über Land und Wohnungsbau zu entschärfen.

Simbabwes Präsident Robert Mugabe wurde in Windhoek mit allen Ehren empfangen. Die namibische Menschenrechtsorganisation NSHR hat Demonstrationen während des Besuchs Mugabes angesagt.

Erster Präsident und ‚Vater der Nation‘ Sam Nujoma hat den Delegierten des Parteikongresses der SWAPO seinen Rücktritt als Präsident der SWAPO erklärt. Präsident Hifikepunye Pohamba wird auch Parteivorsitzender werden.

Die schon länger anhaltende Flutkatastrophe im Norden Namibias und in angrenzenden Ländern, wo der Sambesi weite Teile überschwemmt hat, macht es den dort lebenden Menschen klar, dass der Klimawandel sich auch in ihrem Land auswirke. 700.000 sind betroffen, 40.000 leben in Zeltstädten, darunter viele Kinder, alte Menschen und Aids-Infizierte. Die humanitäre Lage ist ernst, da die Versorgung trotz aller Mühen nicht sichergestellt ist. Namibia hat enorme Bodenschätze, doch die Bevölkerung gehört zu den Ärmsten in Afrika.

Der Diamantengigant de Beers sind mit der Regierung Nambias zu gleichen Teilen Gründer des neuen Unternehmens ‚Namibia Diamond Trading Company (NDTC)‘. Ziel ist die Diamantenproduktion bis 2010 von 2 Million auf 2.8 Million Karat zu steigern.

Diese Organisation vermittelt vielen arbeitslosen Namibiern tage- oder stundenweise bezahlte Jobs. Rund 1500 Tagelöhner warten täglich in Windhoeks Straßen. Auch verhilft ihnen die Organisation zu Ausbildungsplätzen, damit sie sich selbst weiterhelfen können. Trotz kontinuierlichem Wirtschaftswachstum ist die Arbeitslosenzahl hoch, weil Namibia überwiegend Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte ausführt und praktisch kein produzierendes Gewerbe hat.

Wie erwartet, sind Pohamba und seine SWAPO Partei wieder an der Macht, der Präsident mit 76.4 % der Stimmen, die Partei mit 74%. Acht von den dreizehn Oppositionsparteien wollen das Resultat anfechten.

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