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Mosambik – Volkswirtschaftliche Probleme und militärisch-politische Spannungen mit häufigen Gefechten stellen den Startschuss für die Ausbeutung der Gasvorkommen im Norden Mosambiks in Frage. Die Energiekonzerne Eni (Italien) und Anadarko (USA) wollen schätzungsweise 180 Milliarden Kubikmeter Gas fördern. Viele deutsche Firmen hofften auf Aufträge als Zulieferer z.B. Siemens, thyssenkrupp, Bosch, Schenker oder Kühne & Nagel.

Mosambik – Bei seiner Eröffnung in 1955 war das Hotel am Strand von Beira mit Meeresblick, Tanzsaal und Olympia Pool „Der Stolz von Afrika“. Nach Bürgerkrieg, Plünderung, Nutzung als Kaserne und Gefängnis ist die drohende Ruine jetzt die Heimat von etwa 3,700 Hausbesetzern, manche schon in der dritten Generation. Ohne Strom und Wasser, Türen und Fenster, ohne Müllabfuhr fristen die Menschen ein tristes Dasein. Gewaschen wird im trüben Pool Wasser. Aber das Gefüge funktioniert wie eine kleine Stadt mit Läden, Werkstätten und einer Verwaltung. Arbeit hat fast niemand. Abends spielt man Fußball am Sandstrand oder sitzt in einer Bretterbude nebenan, der einzigen Stromquelle, und schaut sich auf ein paar kleinen Bildschirmen die andere Welt an.

Mosambik – Präsident Filipe Nyusi warb bei seinem Berlin-Besuch um Unterstützung bei der Lösung des bewaffneten Konfliktes und um größere Entwicklungszusammenarbeit, besonders bei Klimaschutz, Energie und Bewältigung von Dürre und Hochwasser. Die seit Dezember aufgeflammten Kämpfe zwischen Frelimo und Renamo, die Mosambikaner wieder in die Flucht treiben, müssten politisch gelöst werden. Nur dann könne eine friedliche Entwicklung vorangehen. Mosambik habe „viel zu bieten“ und Deutschland habe „viel Wissen und Technik“, sagte Nyusi. Mosambik ist Deutschlands viertwichtigster Handelspartner im südlichen Afrika.

Mosambik – Er untersuchte mehrere Entführungen, die das Land seit 2011 beunruhigen. Nun wurde er vor seinem Haus in Matola erschossen. Die Kidnapper hatten es meist auf Geschäftsleute asiatischer Herkunft und ihre Familien abgesehen. Die Lösegeldforderungen gingen in die Millionen.

Mosambik – Trotz besserem Zugang zu Bildung, Streichung von Schulgebühren und Büchergeld und massiven Investitionen in neue Klassenzimmer und Lehrerausbildung, können tausende Kinder nicht in die Schule gehen, weil sie durch regelmäßige Arbeit ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen oder zum kargen Einkommen der Familie beisteuern müssen. Über die Hälfte der Kinder in der Grundschule brechen die Schule ab, oft bevor sie lesen und schreiben können. Erst eine Besserung der Wirtschaftslage in den Familien kann jedem Kind eine Chance zur Bildung geben.

Mosambik – Seit Dezember sind 11,500 Mosambikaner nach Malawi geflohen. Frelimo und Renamo beschuldigen sich gegenseitig, für die Gewalt in der Tete Provinz verantwortlich zu sein. Weil die Bedingungen in dem Grenzort Kapise die humanitären Mindeststandards total verfehlen, hat Malawi sich entschlossen, das 65 km von der Grenze entfernte Lager Luwani wieder zu öffnen, wo während des Bürgerkrieges tausende Mosambikaner Schutz fanden.

Mosambik – In den letzten Wochen sollen etwa 6000 Mosambikaner ins Nachbarland Malawi geflüchtet sein, um den Kämpfen zwischen Regierungs-Truppen und Milzen der Opposition RENAMO zu entgehen. Die Lage wurde akut, als im Oktober Sicherheitskräfte in der Tete Provinz versuchten, RENAMO Kämpfer zu entwaffnen. HRW berichtet von Folter, Peitschenhieben, Messerstichen und sexueller Gewalt von Seiten der Regierungstruppen an Zivilisten. Die Regierung in Maputo streitet das ab; die Menschen würden nicht vor den mosambikanischen Sicherheitskräften, sondern vor den RENAMO Banditen fliehen.

Mosambik – Sie suchen Schutz im benachbarten Malawi und berichten, wie Regierungstruppen die Bewohner missbrauchen und töten und Dörfer dem Erdboden gleich machen, wenn sie Oppositionsanhänger dort vermuten. Über 20 Jahre nach dem Bürgerkrieg wurde der Konflikt zwischen Frelimo und Renamo nicht gelöst. Letztere Gruppe drängt auf Eigenständigkeit im Norden, wo sie viel Unterstützung hat. Die Regierung in Maputo dementiert Berichte von kriegerischen Auseinandersetzungen.

Mosambik – Sie haben sich zwischen Regierungstruppen und Renamo letzte Woche in Morrumbala im Zentrum des Landes zugetragen, wo Renamo kürzlich eine neue Militärbasis installiert hat. Die Polizei räumt Opfer ein, dementiert aber die in den Medien genannte Zahl von 200. Die Spannung steigt, weil Renamo sich gegen die von der Regierung durchgeführte Entwaffnung wehrt. Die angestrebte Integration, die Frieden bringen sollte, ist so nicht möglich.

Mosambik – Unter gegenseitigen Beschuldigungen können Einzelheiten nicht geklärt werden. Sicher ist, dass 20 Menschen, ein Minibus Fahrer und 19 aus Dhlakamas Entourage, in der Schießerei unweit der Stadt Chimoio in der Manica Provinz umkamen. Der Oppositionsführer sei unverletzt und hält sich verborgen. Ein Regierungssprecher dementiert Pläne der Maputo Regierung, Alonso Dhlakama zu beseitigen. Renamo würde ohne Zutun von außen eingehen.

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