Schlagwort: Mosambik

In der zentralmosambikanischen Provinz Zambezia erhalten mehr als 300 Lehrer seit 5 Monaten kein Gehalt mehr. Schuld daran ist ein neues Zahlungssystem, das eine Registrierung mit Lebensnachweis erfordert, um Geisterarbeiter auszusortieren. Joaquim Casal, der Bildungsdirektor der Provinz, sagt viele Lehrer hatten es versäumt, ihren Lebensnachweis zu registrieren.

Seit Januar 2023 ist Mosambik, zusammen mit Ghana und Gabun, nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats. In der zweijährigen Amtszeit sollen sie die Interessen Afrikas vertreten. Mosambik will besonders  dem Kampf gegen den Terrorismus Priorität einräumen. Neben mehreren west – und zentralafrikanischen Ländern kämpft auch Mosambik seit 5 Jahren gegen einen islamistischen Aufstand in seiner nördlichen Provinz Cabo Delgado. Bis jetzt wurden 4.000 Menschen getötet und über eine Million vertrieben. Um den Besorgnissen Afrikas Rechnung zu tragen und das erlittene historische Unrecht gut zu machen verlangt die AU den Platz, der Afrika zusteht, darunter weitgehende Reformen und einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat.

Heftige Regenfälle haben seit dem 12. Februar in zentralen Teilen der Provinz Maputo, einschließlich des Bezirks Boane und der Stadt Maputo, zu schweren Überschwemmungen geführt. Mindestens vier Menschen sind in den Fluten ums Leben gekommen; mehrere Straßen sind überflutet und Gebäude beschädigt. Die Behörden haben rund 14.000 Menschen evakuiert, mehr als 30. 000 sind betroffen. Die Vorhersagen deuten auf weitere Regenfälle bis mindestens 14. Februar hin. Südafrikas Ostprovinz Mpumalanga ist ebenfalls von Überschwemmungen betroffen. Teile des Krüger-Nationalparks wurden geschlossen.

In der Provinz Safala in Zentralmosambik  haben Elefanten Häuser, Getreidespeicher und ganze Ernten zerstört. Sie haben alles zertrampelt, was sich Ihnen in den Weg stellte. Ganze Familien mussten ihre Häuser verlassen und anderswo hinziehen. Die Tiere suchen verzweifelt nach Wasser und Nahrung, da ihre normalen Quellen in den Wildreservaten ausgetrocknet sind. Das Eindringen von Elefanten in menschliche Siedlungsgebiete ist ein zunehmendes Problem in Mosambik. In den letzten zwei Jahren sind, laut der nationalen Umweltbehörde, fast hundert Menschen von wilden Tieren getötet worden.

Die mosambikanische Wasserbehörde rechnet damit, dass in der aktuellen Regenzeit von Oktober bis März rund 300.000 Menschen im Sambesi Becken von Überschwemmungen betroffen werden könnten. Anfang dieses Jahres hinterließen die Fluten eine Spur der Verwüstung. Menschen starben und Brücken, Wohnhäuser und staatliche Einrichtungen wurden zerstört. Dieses Szenario könnte sich nun wiederholen, wenn überdurchschnittliche Regenfälle vorhergesagt werden. Verschärft wird die Situation dusch Abflüsse aus dem Cahora-Bassa Staudamm seit Anfang Oktober. Im ganzen Sambesi Becken leben über 800.000 Menschen.

So lange müssen zwei Mosambikaner wegen illegaler Jagd und Besitz von Schusswaffen ins Gefängnis. Die Wildfarm, in der sie von Rangern gestoppt wurden, ist Teil der Great Lebombo Conservancy (GLC) entlang der Grenze zum südafrikanischen Krüger Nationalpark. Seit 2008 wurden in der Region über 8.000 Nashörner getötet. Die Wilderei  wird angetrieben durch die wachsende Nachfrage nach Horn in asiatischen Ländern, besonders China und Vietnam. Nashornhorn wird in der traditionellen Medizin verwendet, gilt aber auch als Statussymbol.

Mosambik hat mit dem Export von verflüssigtem Erdgas begonnen. Das Gas wurde in einer Offshore-Anlage des italienischen Energieunternehmens Eni produziert, doch der britische Ölriese BP hat die Kaufrechte daran. Das Gas verließ den Hafen in einem britischem Frachtschiff in Richtung Europa, aber sein endgültiger Bestimmungsort ist unklar. Mosambik hofft, nach der Entdeckung von Erdgas in der nördlichen Provinz Cabo Delgado im Jahr 2010 zu einem der größten Erdgasexporteure der Welt zu werden. Die Bemühungen des Landes werden jedoch durch einen 5 Jahre andauernden islamistischen Aufstand behindert, der in der Provinz mehr als 4.000 Menschen getötet und Hunderttausende obdachlos gemacht hat.

Die Fischer in der südlichen Provinz Gaza in Mosambik sind besorgt über die Anwesenheit ausländischer Trawler, die in diesem Gebiet illegalen Fischfang betreiben. Fischereiministerin Lídia Cardoso räumte ein, dass das Land nicht in der Lage sei, die Fischereitätigkeiten in seinen Gewässern wirksam zu kontrollieren. Die Ministerin erklärte, es gebe Pläne, das Land in das Überwachungssystem des regionalen Blocks (SADC) zu integrieren, was die Bekämpfung der illegalen Fischerei ermöglichen werde.

Beim Sonntagsangelus betete Franziskus für die italienische Schwester Maria de Coppi, Mitglied des Componi Missionsordens, die zusammen mit 3 anderen Christen bei einem dschihadistischen Anschlag in der Provinz Nampula ermordet wurde. Die Terrorgruppe gab an, die „Verbreitung des Christentums“ stoppen zu wollen. So hat man bei dem Anschlag auch eine Kirche, 2 Fahrzeuge und weiteren Besitz der Mission verbrannt. Die Comboni Missionare/innen wirken seit 1946 in Mosambik.  Sr. Maria selbst hat sechs Jahrzehnte dem Volk viel Liebe geschenkt und den Glauben vermittelt. Kirche und Regierung verurteilen den Anschlag.

Mosambik soll von der Weltbank $300 Millionen US$ erhalten. Es ist die erste Finanzhilfe seit 2016, nach dem verdeckten Schuldenskandal, der Mosambiks schlimmste Finanzkrise seit der Unabhängigkeit auslöste. Die neuen Gelder sollen, laut Finanzminister Max Tonela, für Gesundheit, Bildung, Sozialschutz sowie Energie und Trinkwasser verwendet werden, um die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Die Weltbank respektierte die Bemühungen der Regierung, die Transparenz im öffentlichen Sektor zu verbessern. Bei dem Skandal ging es um 2,7 Milliarden US Dollar an nicht offengelegten Staatsschulden –  Geld, das die Regierung für die Thunfischindustrie und eine maritime Sicherheitsflotte geliehen hatte, das aber teilweise an korrupte Beamte ging. Noch immer stehen 19 Angeklagte vor Gericht, bestreiten aber jegliches Fehlverhalten.

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