Schlagwort: Mosambik

Islamistische Aufständische haben den schwer verteidigten Hafen der Stadt Mocimboa da Praia eingenommen, nachdem den mosambikanischen Seestreitkräften nach tagelangen Kämpfen die Munition ausging. Der wichtige Hafen wird für Frachtlieferungen an die etwa 60 km entfernten Ölprojekte genutzt, die von Ölgiganten wie Total erschlossen werden. Wird der Hafen nicht zurückerobert, ist es eine große Bedrohung für Mosambik und die internationalen Pläne zur Erschließung riesiger Offshore-Gasfelder. Die Islamistischen Angriffe begannen 2017 in der nördlichen Provinz Cabo Delgado, eskalierten aber in diesem Jahr, nachdem die verantwortliche Gruppe, Ahlu Sunnah Wa-Jama, dem IS Treue geschworen hatte. In den letzten Monaten wurde eine Reihe von Städten im Norden eingenommen und Zehntausende von Menschen vertrieben. Tansania erklärte, dass es eine Offensive gegen die Dschihadisten in Wäldern an der Grenze zu Mosambik startet.

Mosambik – Inmitten der globalen Pandemie werden die islamistischen Angriffe im Norden des Landes stärker. In den letzten 2 Jahren haben die Aufständischen 900 Zivilisten getötet und die Vertreibung von über 200.000 Menschen verursacht. Es wird vermutet, dass die verstärkten Bemühungen ein Versuch sein könnten, in der gasreichen Region ein islamistisches Kalifat zu errichten. Die Regierung von Tansania entsendet zusätzliche Truppen in das Grenzgebiet zu Mosambik. Grund dafür ist der wachsende sunnitisch-islamistische Aufstand im Norden Mosambiks.

Mosambik – Drogenbaron Gilberto Aparecido dos Santos ist an sein Heimatland Brasilien ausgeliefert worden. Er gehörte zu den meistgesuchten Kriminellen Brasiliens und war seit 20 Jahren auf der Flucht. Zum Zeitpunkt der Festnahme, in Mosambik, war er im Besitz von 15 Mobiltelefonen, 100 Gramm Cannabis und 3 Reisepässen. Die brasilianischen Behörden werfen ihm vor, tonnenweise Kokain geschmuggelt zu haben.

Mosambik – Islamistische Aufständische haben im Norden des Landes eine Militärbasis eingenommen und ihre Flagge gehisst; in der Nähe arbeiten ausländische Unternehmen an einem Erdgasprojekt im Wert von 60 Milliarden Dollar. Während der Kämpfe wurden hunderte von Menschen getötet und Tausende vertrieben. Es gelingt der Regierung nicht, trotz Unterstützung durch russische Militärunternehmen, die Lage im Norden des Landes zu beruhigen.

Mosambik – Vor einem Jahr verwüstete der Wirbelsturm Idai große Teile der 500.000 Stadt Beira und richtete große Schäden in der ganzen Provinz und auch im Nachbarland Simbabwe an. Zehntausende Menschen verloren ihr Zuhause. Die meisten sind immer noch obdachlos und viele Gebiete bleiben unbewohnbar. Obwohl die EU 90 Mill.€ Hilfe bereits ausgezahlt hat, ist nicht viel davon bei den Betroffenen angekommen. Vor allem kleine Betriebe bräuchten günstige Kredite, um wieder neu anzufangen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Mosambik – Im Oktober kamen in der gefährlichen nördlichen Provinz Cabo Delgado 7 russische Söldner ums Leben, vier von ihnen erschossen und dann geköpft. Die Täter sind in Verbindung mit der radikalislamistischen Terrormiliz Islamischer Staat. Zuvor hatte Russland 200 privat finanzierte Söldner der Wagner-Gruppe und drei Kampfhubschrauber nach Mosambik geschickt, um Truppen auszubilden und zu unterstützen. Jetzt wurden sie selbst das Ziel islamischer Attacken. Putin ist sehr verschwiegen über militärische Einsätze, aber umso offener wenn es um lukrative Geschäfte geht. In Cabo Delgado wurden die weltweit größten Grafitlager entdeckt. Dazu gibt es Rubin, Öl und jede Menge Gas. Russland braucht Afrika als Instrument, um die Vorherrschaft des Westens weltweit zu schwächen.

Mosambik – Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall sind viele Menschen noch wütend über die verlorenen Jahre. Die DDR hatte 1979 21.000 Vertragsarbeiter aus dem sozialistischen Mosambik und 6.000 aus Namibia geholt. Später wurden auch Kinder dieser beiden Länder in der DDR in Sicherheit gebracht und erhielten Schul – und Berufsausbildung. Nach dem Mauerfall ging es zurück ins Nichts, denn das von ihrem Lohn abgezogene Geld wurde nie, wie versprochen, auf ihr Konto in der Heimat überwiesen. Es blieb entweder in Deutschland, um Mosambiks Schulden zu zahlen, oder ging an die Regierung in Maputo. Die „Madgermanes“, wie man sie nennt, protestieren in Abständen immer noch lautstark für Gerechtigkeit.

Mosambik – Präsident Nyusi hat mit überraschend großer Mehrheit die Wahl gewonnen. Mit 73% der Stimmen für die Frelimo Partei gegen 22 % für die Opposition Renamo, ist die Entscheidung klar. Im Parlament hat jetzt die Regierungspartei 184 Sitze, die Opposition 60. Dazu kann die Frelimo in allen 10 Provinzen des Landes den Gouverneur stellen. Obwohl die Wahl angeblich friedlich verlief, war sie im Vorfeld von Gewalt und Korruptionsvorwürfen überschattet. Das 17-köpfige Wahlgremium stimmte mit neun zu acht Stimmen für das Ergebnis. Die oppositionelle Renamo-Partei hat den Wahlprozess als Farce bezeichnet und angebliche Verstöße gegen die Verfassung angeführt. Sie hat Neuwahlen gefordert. Unabhängige Beobachter haben die Abstimmung ebenfalls als zutiefst fehlerhaft bezeichnet. Es waren die ersten Wahlen in Mosambik nach dem Friedensabkommen.

Mosambik – Fast 13 Mio. Mosambikaner sind heute aufgerufen, Präsident, nationales Parlament, kommunale Parlamente und Provinz- Gouverneure zu wählen. Die Wahl ist überschattet von Gewalt, tödlichen Unfällen, und Morden. HRW rechnet nicht mit einer fairen friedlichen Wahl. Präsident Nyusi von der seit 44 Jahren regierenden Frelimo Partei erwartet eine Wiederwahl, trotz einem kürzlichen Milliardenskandal, Bestechung und der prekären Sicherheitslage in der Cabo Delgado Provinz. Hauptherausforderer Renamo wirft der Regierung schon jetzt Manipulation vor. Angst und Spannung sind groß.

Mosambik – Bei einer Wahlkundgebung in der nördlichen vom Terror betroffenen Cabo Delgado Provinz hat Filipe Nyusi den Aufständischen angeboten, mit ihnen zu sprechen, aber nur, wenn sie ihr Gesicht zeigen. Seit 2017 machen die Islamisten sporadische Angriffe auf Sicherheitskräfte und Zivilisten, haben mindestens 200 Menschen oft aufs Grausamste getötet und viele Dörfer niedergebrannt. Es ist das erste Angebot der Regierung an die Terrorgruppe. Mosambik geht am 15. Oktober zur Wahl.

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