Schlagwort: Marokko

Weil das Wasser immer knapper wird, drohen die Oasen des nordafrikanischen Landes zu verschwinden. Laut Umweltministerium sei einer der Gründe die Ausbeutung der Grundwasservorkommen durch den Menschen, weitere Ursachen der Bau von Golfanlagen und der Tourismus.

Auf der Suche nach einem besseren Leben machten 150 Flüchtlinge von sub-Sahara Afrika am Samstag einen massiven Ansturm auf den 6 Meter hohen Grenzzaun, der Marokko von der spanischen Enklave Melilla trennt. 50 haben es in die Stadt geschafft. 10 Migranten und zwei Polizisten wurden verletzt. Die spanische Stadt auf afrikanischem Boden ist, wie Ceuta weiter westlich, ein begehrtes Ziel, um in die EU zu gelangen ohne die riskante Fahrt auf dem Mittelmeer zu wagen.

…und der mit Rasierklingen gespickte Zaun konnten die Migranten nicht aufhalten. Am 1. Mai versuchten 800 von ihnen, den Grenzzaun der Enklave Melilla zu stürmen. Etwa 140, viele von ihnen blutend, schafften es, auf europäisches Territorium zu gelangen. Der Rest wurde von spanischen und marokkanischen Polizisten zurückgeschickt. Sie warten auf die nächste Chance. Nachdem sie sich monatelang durch die Sahara ans Mittelmeer geschleppt haben, wollen sie sich von der letzten Hürde nicht abhalten lassen. Das spanische Innenministerium kritisierte die „kämpferische Einstellung“ der Migranten.

British Airways hat die Stadt Marrakesch im Innern des Landes als neues bevorzugtes Reiseziel für 2011 gemacht. Es ist eine Stadt des Jetsets und der Ruhe, der Luxusvillen und traditionellen Riads und besonders ein Ort „der Magie, des Mythos und der Kunst“. Auch ist Marrakesch idealer Ausgangspunkt, Marokko zu erkunden.

Marokko hat 85 senegalesische Flüchtlingen, die von San Louis aus die kanarischen Inseln erreichen wollten, aufgegriffen und nach dem Senegal zurückgeschickt. Seit Jahresanfang wurden 1.200 Flüchtlinge in ihre Heimatländer abgeschoben. San Louis ist zu einem der wichtigsten Ausgangshäfen für Boote, die Migranten nach Europa schleusen, geworden.

Bei dem Absturz einer Militärmaschine im Süden des Landes nahe der Grenze zur umstrittenen West Sahara kamen 80 Menschen ums Leben. Schlechte Witterung soll der Grund für das Unglück sein.

Ein Blogger wurde zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe verurteilt, weil er in einem Internetartikel die Sozialpolitik des Königs kritisiert hat. Reporter ohne Grenzen bemühen sich um seine Freilassung. Da die Bloggerszene in Marokko sehr dynamisch ist, will man mit solch einem scharfen Urteil weitere Kritik eindämmen.

Etwa 100 afrikanische Migranten haben Teile des 6 Meter hohen Zauns, der das spanische Enklave Melilla absichert, runter gerissen und sind auf EU Gebiet eingedrungen. Ähnliches geschah in Ceuta. Die beiden Konklaven haben die einzigen Landgrenzen nach Europa. Viele Migranten konnten den Grenzbeamten entkommen. Die spanische Küstenwache war noch mit der Suche nach Opfern eines am Tag zuvor gekenterten Flüchtlingsbootes in der Straße von Gibraltar beschäftigt.

Nach dem Qualifikationspiel, das Algerien gegen Libyen gewann, gab es wüste Tumulte und minutenlange Prügelszenen. Dabei hatte man das Spiel extra in die neutrale marokkanische Hafenstadt Casablanca gelegt. Auch in Kamerun kam es zu Ausschreitungen.

Wahrscheinlich wollten die Marokkaner, die am Sonntag zu Tausenden an Kundgebungen in allen größeren Städten teilnahmen, die Gunst der Stunde nutzen. König Mohammed VI. hatte vor zwei Wochen weitgehende demokratische Reformen, eine Einschränkung seiner Macht und eine Stärkung der Regierung versprochen. Die Bevölkerung ruft nach mehr zivilen Rechten und einem sofortigen Ende der Korruption.

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