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Um nicht-existierende Angestellte von der Gehälterliste zu streichen, besteht die Regierung ab 1. Februar für jeden der 120,000 Beamten auf einem Bankkonto, wenn das nächste Gehalt pünktlich gezahlt werden soll. Dies trifft wenig verdienende, die in entlegenen Gegenden arbeiten, besonders hart. Lange Fahrten zur nächsten Bank sind zeitraubend und teuer. Staatsanwälte behaupten, dass zurzeit ein Drittel von Malawis Staatseinkünften durch Betrug verloren gehen.

Der Superstar Madonna hat den ersten Spatenstich gemacht für die Mädchenschule, die sie dem Land schenken möchte, aus dem ihre beiden adoptierten Kinder kommen. Nach der zweijährigen Bauzeit soll die Internatsschule 500 Mädchen aus armen Verhältnissen Platz bieten. Schwerpunkte sollen Mathematik und Naturwissenschaften sein, um die Grundlage zu schaffen, dass malawische Frauen Führer, Ärzte und Chirurgen werden können. Madonna unterstützt schon mehrere wohltätige Einrichtungen in Malawi.

Bei ihrem letzten Besuch ins Heimatland ihrer beiden Adoptivkinder wurde Madonna heftig kritisiert. Nur weil sie Schulprojekte finanziere, hätte sie keinen Anspruch auf Sonderbehandlung. Die Pop-Diva würde ihre Entwicklungsleistungen hochspielen und erwarte dafür „ewige Dankbarkeit“. Beobachter vermuten, dass der Missmut von Präsidentin Banda auf die Entlassung ihrer jüngeren Schwester aus Madonnas Schulprojekt zurückzuführen ist.

In einer gemeinsamen Erklärung protestieren zivilgesellschaftliche Organisationen und kirchliche Gerechtigkeit- und Friedenskommissionen gegen die Morddrohungen gegen Organisatoren der jüngsten Demonstrationen, bei denen es zu blutigen Zusammenstößen mit der Polizei kam. Seit Anfang des Jahres verschärfen sich die Spannungen zwischen Regierung und Zivilgesellschaft. Meinungs- und Pressefreiheit wurden stark eingeschränkt.

Vierzehn Jahre Haft mit Zwangsarbeit hat das Gericht verhängt, um dem Land ein „abschreckendes Beispiel“ zu geben. Die beiden jungen Männer hatten sich in einer traditionellen Zeremonie vor Hunderten Gästen das Jawort gegeben. Der Richterspruch und die Misshandlung der beiden löste international harsche Kritik aus. Auch in Südafrika gab es Proteste. Malawi könnte mit Geldentzug rechnen.

John Sampson besucht die 6. Klasse einer Schule für Waisenkinder in Blantyre. Als einer von 8,500 Jugendlichen aus 54 Commonwealth Ländern beteiligte er sich an einem Essay-Wettbewerb – und gewann. Er wurde von Königin Elizabeth im Buckingham Palast empfangen, konnte ihr ein Samsung-Tablet seiner rührenden Erzählung überreichen und wurde von der BBC interviewt.

Präsident Bingu wa Mutharika ist aus seiner Partei UDF nach monatelangen Spannungen mit dem ehemaligen Präsidenten Bakili Muluzi ausgetreten. Grund war die von Matharika initiierte Anti-Korruptionskampagne.

Malawi hat diplomatische Beziehungen mit China aufgenommen und seine Vertretung in Taiwan geschlossen. Die Regierung in Taipei erklärte, sie können die 6 Milliarden Dollar Hilfe, die Peking Malawi versprochen habe, sich nicht leisten. Nur noch vier afrikanische Länder unterhalten diplomatische Beziehungen zu Taiwan.

Die barbarische Behandlung von Hosen und Minirock tragenden Frauen, die von Händlern geschlagen und denen die Kleider vom Leib gerissen wurden hat allgemeine Empörung ausgelöst. Es gab große Demonstrationen; Präsident Mutharika verteidigte die Freiheit der Frau und auch die bischöfliche Kommission Justitia et Pax verwarf diese unmenschliche Behandlung.

Nachdem das Oberste Gericht einer neuen Stimmauszählung nicht zustimmte, wurde Peter Mutharika, Bruder des verstorbenen Bingu wa Mutharika, als Sieger erklärt und gleich am Samstag vereidigt. Die Amtsinhaberin Banda mit ihrer Volkspartei kam an dritter Stelle. Die „Cashgate“- Korruptionsaffäre, bei der Politiker, Beamte und Unternehmer den Staat um 18 Mio. Euro betrogen hatten, kostete ihr den nötigen Rückhalt.

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