Schlagwort: Kongo Brazzaville

Die Opposition hat die Präsidentschaftswahlen, bei der sich elf Kandidaten gegen den Amtsinhaber Denis Sassou-Nguesso stehen, boykottiert und behauptet, 90% der Wähler seien dem Aufruf gefolgt. Die EU und Menschenrechtsorganisationen äußerten Bedenken über Unregelmäßigkeiten.

Der italienische Franziskaner Fra’Angelo Redaelli wurde in einem Dorf 500 km nördlich von Brazzaville nach einem Autounfall, in dem ein dreijähriges Mädchens umkam, vom Vater des Kindes totgeschlagen.

Die Oppositionspartei CNR, in der sich die Ninja-Rebellen nach dem Friedensschluss 2003 politisch organisiert hatten, hat ihre Beteiligung an den Parlamentswahlen am 24. Juni abgesagt. Zusammen mit anderen Parteien beklagen sie einen Mangel an Transparenz im Wahlprozess und befürchten massiven Betrug seitens der Regierungspartei des Präsidenten Sassou-Nguesso.

Ninja-Rebellenführer Pasteur Ntumi brach seine Rückkehr nach Brazzaville ab, als ein Kampfhubschrauber seine bewaffneten Anhänger bedrohte. Ntumi hat anfangs des Jahres seine Rebellenbewegung in eine politische Partei umgewandelt, aber bei den Wahlen verloren. Er sollte einen Ministerposten in der Regierung übernehmen.

Diese Woche sollte in Brazzaville ein internationales Forum mit 500 Teilnehmern stattfinden, wurde aber auf Februar verschoben, weil die verschiedenen Parteien zu beschäftigt sind, sich mit den Rechten der Regenwaldbewohner zu befassen. Dabei sind die mit der Natur vertrauten Pygmäen die besten Hüter des Regenwaldes, von denen Umweltschützer lernen könnten. Ihre Vertreibung durch Abholzung, Minen, Plantagen oder Nationalparks schadet Menschen und Wald.

Die Afrikanische Entwicklungsbank hat mit der Zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (CEEAC) einen Vertrag zur Finanzierung einer Eisenbahnbrücke zwischen Kinshasa und Brazzaville abgeschlossen. Die ersten 230 Millionen Dollar sollen in eine Feasibility Studie gehen. Wenn das lang gehegte Projekt ausgeführt ist, verbindet die Brücke nicht nur zwei Länder, sondern auch zwei Hauptstädte, die sich direkt gegenüber liegen. Finanzielle Probleme und interne Differenzen der beiden Kongo Staaten haben die Realisierung immer wieder verschoben.

Mit einer Parade, an der mehr als 10.000 Kongolesen teilnahmen, feierte die Republik Kongo 50 Jahre Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich. Ein Dutzend afrikanischer Präsidenten so wie der französische Senatspräsident nahmen an den Feierlichkeiten teil.

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