Schlagwort: Kongo Brazzaville

Die Oppositionspartei CNR, in der sich die Ninja-Rebellen nach dem Friedensschluss 2003 politisch organisiert hatten, hat ihre Beteiligung an den Parlamentswahlen am 24. Juni abgesagt. Zusammen mit anderen Parteien beklagen sie einen Mangel an Transparenz im Wahlprozess und befürchten massiven Betrug seitens der Regierungspartei des Präsidenten Sassou-Nguesso.

Ninja-Rebellenführer Pasteur Ntumi brach seine Rückkehr nach Brazzaville ab, als ein Kampfhubschrauber seine bewaffneten Anhänger bedrohte. Ntumi hat anfangs des Jahres seine Rebellenbewegung in eine politische Partei umgewandelt, aber bei den Wahlen verloren. Er sollte einen Ministerposten in der Regierung übernehmen.

Diese Woche sollte in Brazzaville ein internationales Forum mit 500 Teilnehmern stattfinden, wurde aber auf Februar verschoben, weil die verschiedenen Parteien zu beschäftigt sind, sich mit den Rechten der Regenwaldbewohner zu befassen. Dabei sind die mit der Natur vertrauten Pygmäen die besten Hüter des Regenwaldes, von denen Umweltschützer lernen könnten. Ihre Vertreibung durch Abholzung, Minen, Plantagen oder Nationalparks schadet Menschen und Wald.

Die Afrikanische Entwicklungsbank hat mit der Zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (CEEAC) einen Vertrag zur Finanzierung einer Eisenbahnbrücke zwischen Kinshasa und Brazzaville abgeschlossen. Die ersten 230 Millionen Dollar sollen in eine Feasibility Studie gehen. Wenn das lang gehegte Projekt ausgeführt ist, verbindet die Brücke nicht nur zwei Länder, sondern auch zwei Hauptstädte, die sich direkt gegenüber liegen. Finanzielle Probleme und interne Differenzen der beiden Kongo Staaten haben die Realisierung immer wieder verschoben.

Mit einer Parade, an der mehr als 10.000 Kongolesen teilnahmen, feierte die Republik Kongo 50 Jahre Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich. Ein Dutzend afrikanischer Präsidenten so wie der französische Senatspräsident nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Die Weltbank hat die Entscheidung, den Kongo in das Entschuldungsprogramm der ärmsten Länder (HPIC) aufzunehmen, aufgeschoben, da keine Transparenz in der Nutzung der 2 Milliarden Dollar Öleinnahmen besteht.

Bei einer Entgleisung unweit der Hafenstadt Pointe-Noire gab es etwa 75 Tote und 400 Verletzte. Das Unglück kommt nur wenige Tage nach dem Absturz eines Flugzeugs, bei dem elf Bergwerkmanager, meist Australier, umkamen.

Beim Absturz eines Frachtflugzeugs über einem Wohngebiet in der Wirtschaftsmetropole Pointe- Noire gab es mindestens 19 Tote und viele Verletzte. Die Ursache ist noch nicht klar. Die russische Maschine von Typ Antonov war veraltet und oft führen ungenügende Wartung und lückenhafte Überwachung des Luftraums zu Unfällen. Neben der Besatzung sollen verbotenerweise auch fünf Passagiere gewesen sein.

In der zweiten Runde der Parlamentswahlen, die ohne Zwischenfälle verlief, hat die Regierungskoalition nach den offiziellen Endergebnissen 124 der 137 Parlamentssitze erobert. Die Wahlbeteiligung war gering. Im ersten chaotisichen Wahlgang waren bereits 53 benannt. Ein Bündnis von 40 Oppositionsparteien forderte eine Annullierung der Wahlen.

Es gibt schon über hundert Tote und mehrere hundert Gelähmte, die meisten in der Küstenstadt Pointe-Noire. Die Regierung will sofort ein landesweites Impfprogramm starten. Die Todesfälle waren überwiegend unter männlichen Patienten über 15 Jahre alt.

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