Schlagwort: Kongo Brazzaville

Kongo-Brazzaville – Papst Franziskus lud die Bischöfe des Landes bei ihrem Ad-Limina-Besuch in Rom ein, den Versöhnungsprozess in ihrem Land mutig weiter zu führen. Auch bedankte er sich für die Selbstverständlichkeit, mit der die Bevölkerung Flüchtlinge aus der DR Kongo und Zentralafrika aufnahm. Die beiden krisengeschüttelten Länder haben lange Grenzen mit Kongo-Brazzaville. Die meisten Flüchtlinge aus Zentralafrika sind Muslime. Aus Sicherheitsgründen dürfen sie aber nicht mehr in muslimischen Gebetshäusern übernachten. Auch dürfen Frauen, wegen in Verschleierung begangenen Straftaten, in der Öffentlichkeit keine Burka mehr tragen.

Es gibt schon über hundert Tote und mehrere hundert Gelähmte, die meisten in der Küstenstadt Pointe-Noire. Die Regierung will sofort ein landesweites Impfprogramm starten. Die Todesfälle waren überwiegend unter männlichen Patienten über 15 Jahre alt.

Japan hat 2 Millionen Dollar für ein Programm zur Einsammlung von Waffen im Austausch gegen Werkzeuge bereitgestellt. Bei einem ähnlichen EU-Programm konnten 1.000 der geschätzten 14.000 Waffen sichergestellt werden.

Die erste Runde der Parlamentswahlen am vergangenen Sonntag ließ den schwelenden Unmut wieder aufbrechen. Als der Oppositionsführer Mathias Dzon die Veröffentlichung der Ergebnisse verlangte, bevor sie manipuliert werden könnten, gab es Gefechte. Er selbst wurde auf dem Weg zurück zur Hauptstadt gestoppt. Trotz der Befürchtung der Opposition, dass die Macht in der Familie Sassou-Nguesso bleibt, wird sie die Vorherrschaft des Präsidenten nicht brechen können. Denis Sassou-Nguesso ist mit einer Unterbrechung seit 1979 an der Macht. Einem der reichsten Männer Afrikas wird Folter, Entführung, Wahlfälschung und Nepotismus angelastet. Bei der letzten Wahl hat er zwei seiner Kinder und einen Schwiegersohn ins Rennen geschickt. Wer wird der Erbe?

Mit Hilfe chinesischer Fachkräfte konnte das 74-Megawatt Kraftwerk Moukoukoulou im Süden des Landes wieder in Betrieb genommen werden.

Weil sich die CMD (Cassava Mosaic Disease) über das ganze Land ausgebreitet hat, sind die Ernte Erträge um 60 bis 90% zurückgegangen, was Hunger bedeutet. Importierte Nahrung ist für die meisten Menschen unerreichbar. Die einzige effektive Attacke gegen die Krankheit ist die Entwicklung neuer virusresistenter Maniok Arten. Inzwischen hat das Internationale Rote Kreuz über eine halbe Million Ableger verteilt.

In der ersten Runde der Parlamentswahl gab es zahlreiche Pannen: in der Hauptstadt Brazzaville öffnete fast kein Wahllokal pünktlich. Auch in anderen Landesteilen begann die Abstimmung zum Teil mit Verspätung. Viele Wähler konnten erst ab 17.00 Uhr ihre Stimme abgeben.

In Brazzaville treffen sich Vertreter von 46 afrikanischen Staaten, um eine gemeinsame Strategie gegen die Vogelgrippe festzulegen. Bisher sind vier Länder betroffen: Ägypten, Nigeria, Niger und Kamerun. Aus Ägypten wird der erste Todesfall durch den H5N1 Virus gemeldet.

Stunden vor einem wichtigen Treffen zur Wahlvorbereitung ist ein Blitz in ein Waffenlager eingeschlagen und hat vier Explosionen ausgelöst. Weil die Opposition die Gespräche boykottierte, vermutet man auch einen gezielten Anschlag, um die Politiker unter Druck zu setzen.

Nach den Resultaten der Wahlkommission hat Amtsinhaber Sassou-Nguesso die Präsidentschaftswahlen mit 78,6% gewonnen. Hauptgegner, Finanzminister Mathias Dzon, erhielt 2,3%. Die Wahlbeteiligung wurde mit 66,4% angegeben, obwohl Wahlbeobachter nach dem Boykott der Opposition die Beteiligung als sehr niedrig eingeschätzt hatten.

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