Schlagwort: Kamerun

Nigeria und Kamerun wollen eine gemeinsame Untersuchung über einen Angriff auf einen Militärposten auf der Halbinsel Bakassi Boot beginnen, bei dem 21 kamerunischen Soldaten und 10 Angreifer ums Leben kamen. Nigeria schiebt die Verantwortung militanten Gruppen in der Delta Provinz zu. Nigeria gab 2006 die Bakassi Halbinsel nach einem Urteil des Internationalen Gerichtshof an Kamerun zurück.

Am gleichen Tag, an dem die Brücke über den Moungo Fluss 2004 durch ein Feuer zerstört wurde, soll eine neue 16 m breite Brücke eröffnet werden, die den englisch und französisch sprechenden Teil des Land miteinander verbindet.

Entgegen dem gemeinsamen Beschluss, die Verhandlungen der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) für zwei Jahre zu verlängern, hat die Regierung ihre Bereitschaft bekundet, ein Teilabkommen mit der EU zu unterzeichnen.

Der seit drei Jahren als Fidei-Donum Priester arbeitende Franzose Georges Vandenbeusch wurde gegen Ende letzter Woche von 15 Bewaffneten entführt, etwa 30 km von der Grenze zu Nigeria entfernt. Ein Regierungssprecher vermutet, dass der Priester von Boko Haram Entführern über die Grenze gebracht worden sei. Frankreich bemüht sich zusammen mit kamerunischen Behörden um seine Freilassung.

Auf Grund des ständig steigenden Weltmarktpreises für Weizen werden die Bagette der kamerunischen Bäcker immer kleiner und hohler zum großen Ärger der Konsumenten. Zur Lösung des Problems schlägt das Wirtschaftsministerium vor, zur Bagetteherstellung zukünftig statt importiertem Weizen einheimische Süßkartoffeln und Maniok zu verwenden.

Die Kameruner gingen am Wochenende zur Wahl. Der 78jährige Paul Biya, seit fast 30 Jahren im Amt, wird wahrscheinlich neuer Staatschef. Aus dem gefeierten „Erneuerer“ von 1982 wurde „der große Abwesende“, der sich kaum um Staatsgeschäfte kümmert. Mit einer zersplitterten Opposition, ernüchterndem Wahlbetrug und allgemeinem Desinteresse kann kaum einer Änderung erwartet werden.

Arbeitslose Jugendliche haben angefangen, in allen Städten des Landes für ein kleines Entgelt Blumen und Ziersträucher anzupflanzen und erreichen so, dass auch schäbige Gelände und Straßenränder sowie Touristenziele attraktiver werden.

Bei einer Pressekonferenz genau einen Monat vor dem Urnengang zweifelte der Kardinal an, ob sich die Regierung an ihr Versprechen von „freien und transparenten Wahlen“ halten werde. Die katholische Kirche bildet zahlreiche Wahlbeobachter aus.

Nach einer Verlautbarung der katholischen Bischöfe kam es bei den Wahlen am 22. Juli zu Unregelmäßigkeiten und Betrug. Die Kirche hatte 1.600 Wahlbeobachter ausbildet.

In Douala kam es zu Demonstrationen gegen den Plan des 78-jährigen Präsidenten Paul Biya, die Verfassung zu ändern, um seine Amtszeit unbegrenzt zu verlängern.

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