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Inzwischen sind bereits 60 Menschen ums Leben gekommen. Der hochansteckende Erreger verursacht innere Blutungen und ist meist tödlich. UNICEF warnt, dass die Krankheit bereits die Hauptstadt Conakry und möglicherweise sogar das Nachbarland Sierra Leone erreicht hat.

Nachdem Präsident Lansana Conte eingewilligt hat, einen Teil seiner Machtbefugnisse einem Premierminister zu übertragen, haben die Gewerkschaften den Generalstreik, der Guinea seit dem 10. Januar lahm legte, beendet. 60 Menschen kamen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften ums Leben.

In der Hauptstadt Conakry brauchten Dutzende Menschen – laut Krankenhaus 114 – medizinische Behandlung, weil die zum Reis gereichte Sauce mit Benzin zersetzt war. Ein Arzt vermutet, dass der Koch eines kleinen Restaurants Benzin mit Erdnussöl verwechselte. Am Krankenhaus löste die Masseneinlieferung eine Panik aus, weil man meinte, es mit Ebola Patienten zu tun haben, der Krankheit, die im Land schon über 200 Opfer gefordert hat.

Präsident Lansana Conté wurde zur Behandlung seiner Gesundheitsprobleme in die Schweiz ausgeflogen. Seit Monaten zirkulieren Gerüchte, er sei an Diabetes und Leukemie erkrankt.

Auf dem Weg zum Markt in der Bezirkshauptstadt Beyla im Osten des Landes kam ein LKW nach Bremsversagen von der Straße ab und stürzte in eine Schlucht. 50 Menschen kamen um; 27 weitere wurden verletzt. Veraltete und schlecht gewartete Fahrzeuge sind immer wieder für schwere Unfälle verantwortlich. Die Opfer sollen vor Ort in einem Massengrab beigesetzt worden sein.

Ein Generalstreik, bei dem 18 Menschen ums Leben kamen, konnte nach Verhandlungen zwischen Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgebern beendet werden. Es wurden höhere Löhne und eine Preissenkung auf das Grundnahrungsmittel Reis vereinbart.

Bei einem offiziellen Besuch von Außenminister Sidibe Fatoumata Kaba wurde eine engere Kooperation der beiden Ländern geschlossen.

Putschpräsident Camara will eine Kommission einsetzen, um die Massaker im Stadion von Conakry zu untersuchen. Der französische Aussenminister Bernard Kouchner schob die Verantwortung Camara selbst zu, da vor allem seine Präsidentengarde an den Greueltaten beteiligt war. Menschenrechtsorganisationen berichten, dass Camara in seiner Heimatregion ehemalige Kämpfer aus den Konflikten in Sierra Leone und Liberia rekrutiert und befürchten einen Bürgerkrieg.

Wegen blutiger Krawalle zwischen Anhängern der beiden Kandidaten, Cellu Dalein Diallo und Alpha Condé, hat die Wahlkommission die für den 19. September angesetzte Stichwahl verschoben und bis auf weiteres alle Kundgebungen verboten. Bei der ersten Runde in Juni kam Diallo auf fast 40% und Condé auf über 20% der Stimmen. Der Leiter der Wahlkommission, der wegen Wahlbetrug zu einem Jahr Haft verurteilt worden war, starb vor einer Woche.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch nutzen Soldaten den Ausnahmezustand, um Häuser in der Hauptstadt zu plündern. Ein Versuch der Regionalorganisation ECOWAS, den ehemaligen nigerianischen Präsidenten Babangida als Vermittler einzusetzen, scheiterte an der Ablehnung der Gewerkschaften.

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