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Ein Generalstreik, bei dem 18 Menschen ums Leben kamen, konnte nach Verhandlungen zwischen Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgebern beendet werden. Es wurden höhere Löhne und eine Preissenkung auf das Grundnahrungsmittel Reis vereinbart.

Bei einem offiziellen Besuch von Außenminister Sidibe Fatoumata Kaba wurde eine engere Kooperation der beiden Ländern geschlossen.

Putschpräsident Camara will eine Kommission einsetzen, um die Massaker im Stadion von Conakry zu untersuchen. Der französische Aussenminister Bernard Kouchner schob die Verantwortung Camara selbst zu, da vor allem seine Präsidentengarde an den Greueltaten beteiligt war. Menschenrechtsorganisationen berichten, dass Camara in seiner Heimatregion ehemalige Kämpfer aus den Konflikten in Sierra Leone und Liberia rekrutiert und befürchten einen Bürgerkrieg.

Wegen blutiger Krawalle zwischen Anhängern der beiden Kandidaten, Cellu Dalein Diallo und Alpha Condé, hat die Wahlkommission die für den 19. September angesetzte Stichwahl verschoben und bis auf weiteres alle Kundgebungen verboten. Bei der ersten Runde in Juni kam Diallo auf fast 40% und Condé auf über 20% der Stimmen. Der Leiter der Wahlkommission, der wegen Wahlbetrug zu einem Jahr Haft verurteilt worden war, starb vor einer Woche.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch nutzen Soldaten den Ausnahmezustand, um Häuser in der Hauptstadt zu plündern. Ein Versuch der Regionalorganisation ECOWAS, den ehemaligen nigerianischen Präsidenten Babangida als Vermittler einzusetzen, scheiterte an der Ablehnung der Gewerkschaften.

Die Stichwahl zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten wird am 19. September stattfinden. Beim ersten Wahlgang hatte der Liberale Cellu Dalein Diallo 40% und der Sozialdemokrat Alpha Condé 21% der Stimmen erhalten.

Simon Mann, der 2004 mit Duzenden andern Söldnern in Simbabwe verhaftet wurde, letztes Jahr nach Guinea ausgeliefert und dort zu 34 Jahren Haft verurteilt wurde, soll jetzt ein freier Mann werden. Man warf ihm vor, den Sturz von Präsident Teodoro Obiang geplant zu haben. Grund für seine Begnadigung sei sein Gesundheitszustand.

Der für den 18. Juli angesagte zweite Wahlgang wurde wegen nicht gedruckten Wahlkarten, einem Lagerbrand und Zusammenstößen zwischen den beiden Parteien mehrere Male verschoben. Nun soll die Stichwahl am 24. Oktober stattfinden. Bei der ersten Runde erhielten die beiden Kontrahenten 44% und 18%. Es war die erste freie Wahl in Guinea seit der Unabhängigkeit von Frankreich vor 52 Jahren.

Präsident Lansana Conte überlebte einen Mordversuch, als sein Convoy in Conakry beschossen wurde. Conte trat trotz schlechtem Gesundheitszustand und nach umstrittenen Wahlen im letzten Jahr seine dritte Amtsperiode an.

Da in der allgemein friedlichen ersten Wahlrunde keiner der 24 Kandidaten die absolute Mehrheit erhielt, müssen die beiden bestplatzierten am 18 Juli für eine Stichwahl antreten. Es sind: der Liberale Cellu Dalein Diallo und der Sozialdemokrat Alpha Condé. 77% der Wähler machten Gebrauch von ihrem Recht in den ersten freien Wahlen seit der Unabhängigkeit in 1958.

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