Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben die Gewerkschaften zu einem Generalstreik aufgerufen, um gegen die verschlechterten Lebensbedingungen im Land zu protestieren.
Guinea » Seite 10
Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben die Gewerkschaften zu einem Generalstreik aufgerufen, um gegen die verschlechterten Lebensbedingungen im Land zu protestieren.
Die Militärjunta hat Liberia beschuldigt, Drogenhändler bei einem geplanten Angriff auf Guinea zu unterstützen, und Armeeeinheiten an die Grenzen verlegt. Die Regierung von Liberia hat den Verdacht energisch von sich gewiesen.
Human Rights Watch berichtet, dass der Überfall auf das Sport Stadion in Conakry, wo sich am 28. September Demonstranten versammelt hatten, um gegen die Pläne des Junta Chefs zu protestieren, der sich erneut zur Wahl stellen wollte, vorsätzlich war. Soldaten, vermutlich von der Präsidentengarde, blockierten die Ausgänge, feuerten in die Menge und vergewaltigten Frauen. Lokale Quellen sprachen damals von 157 Toten und 1200 Verletzten. Nun hat die EU Sanktionen gegen das Militärregime in Guinea beschlossen, wie Waffenembargo, Einreiseverbote und Blockierung von Geldern.
Soldaten, die schon im Mai gemeutert hatten, drohten mit neuen Protesten, wenn nicht ihr Lohn ausgezahlt und unbeliebte Offiziere abgesetzt würden.
Der Anführer des unblutigen Coups im vergangenen Dezember, Moussa Dadis Camara, will bei den Wahlen am Jahresende nicht kandidieren. Er kam an die Macht nach dem Tod seines Vorgängers Lansana Conté, Präsident für 24 Jahre. Camara hatte angekündigt, gegen Korruption zu kämpfen, eine Aktion, die in Raub und Plünderung von Büros, Geschäften und Privathäusern ausartete. Die Straffreiheit des Militärs müsse ein Ende finden.
Präsident Lansana Conté hat noch keine Verhandlungen mit meuternden Soldaten aufgenommen, die Lagerhäuser und Waffenarsenale plünderten, weil sie jahrelang keinen Lohn mehr erhalten hatten.
Berichte aus Conakry sprechen von 16 Toten und 80 Verletzten in Koulé und N’Zérékoré im Süden des Landes. Die Opfer wurden lebend verbrannt oder mit Macheten zerhackt. Lokale Sicherheitskräfte konnten der Gewalt allein nicht Herr werden. Auseinandersetzungen zwischen den indigenen Guerze (meist Christen oder Animisten) und den dazugekommenen Konianke (meist Muslime) brechen regelmäßig aus, sind aber nicht so heftig.
General Diallo und zehn weitere Insassen starben, als ihr Flugzeug nahe der liberianischen Stadt Charlesville über dichtbewaldetem Gebiet abstürzte. Sie waren einer Einladung zum Tag der liberianischen Armee in Monrovia gefolgt, zu dem sich regelmäßig Militärdelegationen der Nachbarländer treffen. In beiden Ländern wurde Staatstrauer angeordnet.
Als Alama Kante, die Sängerin aus Guinea, eine OP an der Schilddrüse brauchte, fürchtete sie den Verlust ihrer Stimme, ihrer kostbarsten Gabe. Sie ging auf den Vorschlag des Pariser Chirurgen ein, die OP mit lokaler Betäubung und unter Hypnose durchzustehen. Während der Hypnotiseur sie auf „eine lange Reise nach Afrika“ mitnahm, sang Alama durch die ganze Operation, damit die Ärzte den Zustand ihrer Stimmbänder kontrollieren konnten. Die Operation im April gelang; Alama singt wieder und bringt bald ihr neues Album heraus.
Nachdem letzten Monat bedeutende Uranvorkommen entdecken wurden, hat die Regierung Pläne verkündet, die Energieknappheit durch Atomstrom zu lösen und will Gespräche mit der Internationalen Atombehörde (IAEA) aufnehmen.