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Basierend auf 91 % der Stimmenauszählungen haben die Wähler mit überwältigender Mehrheit eine neue Verfassung befürwortet, die es Mamady Doumbouya ermöglicht für das Präsidentenamt zu kandidieren. Die Verfassung dürfte mit 90,6 % Ja-Stimmen und 9,4 % Nein-Stimmen angenommen werden, teilte der Leiter der guineischen Wahlbehörde mit.

Das Referendum über die Verfassung Guineas könnte nach vier Jahren unter einer Militärjunta eine Rückkehr zur Zivilregierung bedeuten. Eines der Schlüsselelemente der vorgeschlagenen Verfassung ist, dass sie dem Militärführer des Landes, General Mamadi Doumbouya, die Kandidatur für das Präsidentenamt ermöglichen würde, was nach guineischem Recht derzeit verboten ist. 6,7 Millionen Menschen sind wahlberechtigt; das Referendum muss eine Wahlbeteiligung von mindestens 50 % erreichen, um angenommen zu werden.  Trotz reichhaltiger natürlicher Ressourcen leidet laut dem Welternährungsprogramm mehr als die Hälfte der 15 Millionen Einwohner Guineas unter „beispielloser Armut und Ernährungsunsicherheit“.

Guineas Bauxit-Exporte, ein wichtiger Rohstoff für die Aluminiumherstellung, sind im ersten Quartal um 39% auf einen Rekordwert von 48,6 Millionen Tonnen gestiegen, obwohl regulatorische Maßnahmen und ein Ausfuhrverbot bedeutende Betreiber ausgebremst haben. Der Großteil dieses Bauxits wurde nach China verschifft, wo sich die Aluminiumproduktion erholt hat. Guinea, der weltweit zweitgrößte Bauxit-Produzent, verschiffte laut Angaben des Ministeriums für Bergbau und Geologie 312 Schiffe, verglichen mit 225 Schiffen und 34,9 Millionen Tonnen im ersten Quartal 2024. Guinea, das rund die Hälfte des weltweiten Bauxits liefert, hat seine Hafeninfrastruktur ausgebaut, um der steigenden Nachfrage nach Bauxit gerecht zu werden. Deutschland importiert 91% seines Bauxitbedarfs aus Guinea.

Leppi, das traditionelle Gewebe Guineas, wurde offiziell als kulturelles Erbe des westafrikanischen Landes anerkannt und ist nun von der Afrikanischen Organisation für geistiges Eigentum (OAPI) geschützt. Der neue Status schützt nicht nur das handwerkliche Know-how, das für das Weben des Stoffes erforderlich ist, sondern auch den Stoff vor Fälschungen. Guinea hofft, dass Leppi auch bald in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wird.

Nach Zusammenstößen bei einem Fußballspiel in der zweitgrößten Stadt Guineas, N’zérékoré, sind Dutzende von Menschen ums Leben gekommen.  Lokalen Medien zufolge setzte die Polizei Tränengas ein, nachdem Anhänger der Gastmannschaft Labé aus Wut über den Schiedsrichter Steine auf das Spielfeld geworfen hatten. Das Spiel am Sonntag fand im Rahmen eines Turniers zu Ehren von Präsident Mamadi Doumbouya statt, der im September 2021 durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen war.

Menschen, die in der Nähe eines Schimpansen-Forschungszentrums Seringbara, leben, haben die Einrichtung verwüstet. Eine wütende Menge stürmte das Gebäude und zerstörte und zündete Geräte wie Drohnen, Computer und über 200 Dokumente an. Sie reagierten auf die Nachricht einer Mutter, die sagte sie habe auf einem Maniokfeld gearbeitet, als ein Schimpanse von hinten kam, sie biss und ihr Baby in den Wald zog. Die verstümmelte Leiche des Säuglings wurde 3 km vom Naturreservat der Nimba-Berge, das zum UNESCO-Welterbe gehört, gefunden. Schimpansen werden in Guinea respektiert und erhalten traditionell Geschenke in Form von Nahrung, was einige dazu veranlasst, sich aus dem Schutzgebiet in menschliche Siedlungen zu wagen, wo sie manchmal angreifen. Das schwindende Nahrungsangebot im Reservat zwinge die Tiere, das Schutzgebiet immer häufiger zu verlassen, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Angriffen steige. Die Nimba-Berge beherbergen zudem eine der größten Eisenerzvorkommen Guineas, was bei UmweltschützerInnen Besorgnis über die Auswirkungen des Bergbaus auf die Schimpansen auslöst. Das Forschungszentrum gab an, dass es seit Anfang des Jahres sechs Angriffe von Schimpansen auf Menschen innerhalb des Reservats registriert hat. Die Wälder von Guinea, Liberia und Sierra Leone in Westafrika beherbergen die größte Population des vom Aussterben bedrohten Westlichen Schimpansen, deren Bestand laut der International Union for Conservation of Nature zwischen 1990 und 2014 um 80 % zurückgegangen ist.

Der ehemalige Militärmachthaber Moussa Dadis Camara ist wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Anklage steht im Zusammenhang mit einem der schlimmsten Massaker in der Geschichte des Landes – der Ermordung von mehr als 156 Menschen, nachdem Truppen das Feuer auf eine Kundgebung eröffnet hatten, die im September 2009 stattfand, um die Rückkehr zu einer zivilen Regierung zu fordern. Camara kam durch einen Staatsstreich an die Macht, als der langjährige Präsident Lansana Conté 2008 starb, aber er floh aus dem Land, nachdem er kurz nach dem Massaker einen Mordanschlag überlebt hatte. Im September 2022 kehrte er aus dem Exil in Burkina Faso zurück, um sich der Justiz zu stellen, wobei er auf seiner Unschuld beharrte.

Zwei Jugendliche wurden in Conakry erschossen, als die Hauptstadt Guineas am ersten Tag eines unbefristeten Generalstreiks gegen die Militärregierung lahmgelegt wurde. Ein Zusammenschluss der wichtigsten Gewerkschaften hat den öffentlichen und privaten Sektor zum Streik aufgerufen, um die Freilassung eines prominenten Medienaktivisten, niedrigere Lebensmittelpreise und ein Ende der Medienzensur zu fordern. Der Streik findet eine Woche nach der unerwarteten Auflösung der seit Juli 2022 amtierenden Übergangsregierung durch das Militär statt, ohne dass ein Grund genannt oder ein Termin für die Einsetzung einer neuen Regierung bekannt gegeben wurde. Das Militär ordnete außerdem an, die Pässe der Regierungsmitglieder zu beschlagnahmen und ihre Bankkonten einzufrieren.

Das Militär in Guinea, das vor mehr als zwei Jahren die Macht übernommen hat, hat die Übergangsregierung in dem westafrikanischen Land aufgelöst und angekündigt, eine neue Regierung einzusetzen. Das Militär übernahm im September 2021 durch einen Staatsstreich die Macht, nachdem der erste demokratisch gewählte Präsident des Landes, Alpha Conde, abgesetzt worden war. Unter internationalem Druck hatte der Militärchef Oberst Mamady Doumbouya versprochen, die Regierungsgeschäfte bis Ende 2024 wieder an gewählte Zivilisten zu übergeben.

Die Gewerkschaften in Guinea haben mit einem landesweiten Streik gedroht, falls die Regierung die Lebenshaltungskosten nicht senkt. Die regierende Militärjunta hat kürzlich die Preise für die Einfuhr von Grundnahrungsmitteln erhöht, was zu einem beispiellosen Preisanstieg auf den Märkten im ganzen Land und einer Reisknappheit geführt hat. Kurz vor dem Ramadan sind die Preise für Öl und andere Kochartikel in die Höhe geschnellt. Guinea wird seit September 2021 von einer Militärjunta regiert, die den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes abgesetzt hat.

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