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Präsident John Mahama erklärte, sein Land habe begonnen, Westafrikaner aufzunehmen, die im Rahmen von Donald Trumps Einwanderungsrestriktionen aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen wurden. Eine Gruppe von 14 Personen ist bereits angekommen, hauptsächlich Nigerianer. Das Abschiebungsabkommen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Washington die Zölle auf ghanaische Waren erhöht und die Erteilung von Visa an ghanaische Staatsangehörige eingeschränkt hat.

Mindestens 31 Menschen wurden getötet und Tausende vertrieben, nachdem es in der Savannenregion Ghanas zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen gekommen war. Der Landstreit wurde im Dorf Gbiniyiri ausgelöst, als der örtliche Häuptling ein Grundstück ohne Zustimmung der breiteren Gemeinschaft an einen privaten Bauträger verkaufte. Als der Bauträger versuchte, das Grundstück zu betreten, um mit den Arbeiten zu beginnen, leisteten die Bewohner heftigen Widerstand. Der Konflikt, der im August ausgebrochen war, hat mehr als 13.000 Ghanaer dazu gezwungen, in der benachbarten Elfenbeinküste Zuflucht zu suchen. Die Nationale Katastrophenschutzbehörde Ghanas (NADMO) gab an, dass rund 48.000 Menschen, darunter vor allem Frauen und Kinder, aus ihren Häusern vertrieben worden seien.

Mehrere hochrangige ghanaische Regierungsbeamte sind bei einem Hubschrauberabsturz, in der Region Ashanti, ums Leben gekommen, darunter Verteidigungsminister Edward Omane Boamah und Umweltminister Alhaji Ibrahim Murtala Mohammed.

Präsident John Dramani Mahama hat eine von Sicherheitskräften unterstützte Task Force ins Leben gerufen, die gegen den illegalen Goldhandel vorgehen soll.  Afrikas größter Goldproduzent versucht, die durch Schmuggel verlorenen Milliarden Dollar wiederzuerlangen. Die Regierung hatte bereits Anstrengungen unternommen, um den kleinbetrieblichen Bergbau zu sanieren, aber diese waren nicht erfolgreich bei der Eindämmung der illegalen Gewinnung und der Verhinderung von Einnahmeverlusten. In diesem Jahr wurde das neue Gold Board (GoldBod) gegründet, um den Goldhandel zu zentralisieren. Dies hat in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 zu einem Rekord bei den offiziellen Ausfuhren von 55,7 Tonnen Gold im Wert von 5 Milliarden Dollar geführt.

Die westafrikanische Kakaoproduktion, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit unterdurchschnittlichen Ernten konfrontiert war, wird in der kommenden Saison 2025/26 trotz leicht verbesserter Wetterbedingungen wahrscheinlich um weitere 10% zurückgehen. Côte d’Ivoire, Ghana, Nigeria und Kamerun produzieren über 2/3 der Kakaoernte; sie kämpfen jedoch mit wechselnden Wetterbedingungen, alternden Baumbeständen und Krankheiten.

In Lomé haben, Togo, Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire und Ghana offiziell eine gemeinsame Erklärung zur nationalen Sicherheit und zum Flüchtlingsschutz unterzeichnet. Der Flüchtlingsrat der Vereinten Nationen (UNHCR) hatte die Initiative gestartet.  Es soll eine Antwort auf die wachsenden Herausforderungen sein, denen sich die einzelnen Staaten gegenübersehen. Seit der Verschlechterung der Sicherheitslage und der humanitären Situation in der Sahelzone haben diese Länder mit dem Zustrom von Flüchtlingen und der zunehmenden Gefahr einer Destabilisierung zu kämpfen. Ziel war es, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die nationalen Sicherheitserfordernisse mit dem Flüchtlingsschutz in Einklang zu bringen.

Das japanische Start-up-Unternehmen SORA Technology revolutioniert die Malariaprophylaxe in Afrika mit KI-gesteuerten Drohnen, die Moskito-Brutstätten aufspüren und Larvizide (Mittel zur Abtötung von Insektenlarven) präzise ausbringen. Damit wird die Notwendigkeit kostspieliger und ineffizienter Massensprühungen verringert. In Ghana wird die Technologie bereits eingesetzt und soll zu einer 70% Verringerung des Einsatzes von Insektiziden geführt haben. Um den Betrieb auszuweiten, nahm SORA im Mai 2025 4,8 Millionen Dollar auf – hauptsächlich von japanischen Investoren -, um in weiteren afrikanischen Ländern (Sierra Leone, Benin, DRC, Senegal, and Kenya) zu agieren. Die KI gesteuerten Drohen sollen auch für den Transport von Medikamenten eingesetzt werden.

Der ehemalige Finanzminister Ken Ofori-Atta, wurde auf die Liste der „Red Notice“ von Interpol gesetzt, da er angeblich sein öffentliches Amt zur persönlichen Bereicherung genutzt hat. Gegen Ofori-Atta, dessen Aufenthaltsort nach wie vor unklar ist, wird wegen einer Reihe von Verträgen im Zusammenhang mit Erdöleinnahmen, Stromlieferungen und der Beschaffung von Krankenwagen ermittelt. Gegen ihn wird auch wegen eines umstrittenen nationalen Kathedralenprojekts ermittelt, das Dutzende Millionen Dollar an öffentlichen Geldern verschlungen hat, aber kaum mehr als ein Loch im Boden ist. Die neue Regierung von Präsident John Mahama hat sich an die Fersen ehemaliger Regierungsmitglieder geheftet, um sie für ihre Amtszeit zur Rechenschaft zu ziehen. Der Generalstaatsanwalt untersucht derzeit 33 Fällen von Korruption und damit zusammenhängenden Straftaten gegen ehemalige Regierungsmitglieder.

Die Regierung hat es versäumt, hunderte von Frauen, die wegen Hexerei Vorwürfen in Lager gezwungen wurden, zu schützen. Amnesty International befragte 93 Menschen in vier Lagern im Norden Ghanas, darunter 82 Frauen im Alter zwischen 50 und 90 Jahren. Bei Besuchen in den Lagern im November 2023 und April 2024 fand das Team mehr als 500 Menschen vor, die unter katastrophalen Bedingungen leben. Die Lager – von denen einige schon seit über einem Jahrhundert bestehen – werden von traditionellen religiösen Führern geleitet und bieten die einzige Zuflucht für Frauen, die vor der Gewalt des Mobs fliehen. Obwohl das Parlament ein Gesetz verabschiedet hat, das Angriffe im Zusammenhang mit Hexerei unter Strafe stellt, wurde es nach Angaben von Amnesty nie in Kraft gesetzt, so dass die Opfer weiterhin Misshandlungen und Vernachlässigung ausgesetzt sind. Die Recherchen wurden in dem Report, Branded for Life, veröffentlicht.

Ghanas Präsident John Dramani Mahama fordert Niger, Mali und Burkina Faso auf, sich mit der ECOWAS auszusöhnen, und lädt ihre Staatsoberhäupter ein, nächste Woche an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des westafrikanischen Blocks teilzunehmen. Außerdem schlägt die Regierung Ugandas ein neues Gesetz vor, das es Militärgerichten ermöglichen soll, Zivilisten für bestimmte Straftaten zu verurteilen.

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