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Führende Organisationen und Länder kündigten neue Verpflichtungen an, um die Bemühungen zur Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten (NTDs) zu verstärken. NTDs sind eine Gruppe von Infektionskrankheiten, von denen mehr als 1,7 Milliarden Menschen auf der Welt betroffen sind. Seit ihrer Einführung hat die Erklärung 61 Unterzeichner gefunden, die über 1,6 Milliarden US-Dollar für NTDs und über 19 Milliarden Tabletten/Einheiten an Medikamenten mobilisiert haben. Zu den Unterzeichnern gehören Geberländer, pharmazeutische Unternehmen, multilaterale Organisationen, NRO, philanthropische Organisationen, die Zivilgesellschaft, gemeindebasierte Organisationen und andere. Im Juni 2022 unterzeichneten die Erklärung: Botswana, Dschibuti, Äthiopien, Malawi, Nigeria, Papua-Neuguinea, Ruanda, Vereinigte Republik Tansania, Timor-Leste, Uganda und Vanuatu. Ghana unterzeichnete am 30 Januar 2023.

Ghana hat seinen Minister für nationale Sicherheit nach Burkina Faso entsandt, um einen diplomatischen Streit beizulegen. Ghanas Präsident Akufo-Addo warf Burkina Faso vor, Söldner der russischen Wagner-Gruppe anzuheuern und ihnen als Bezahlung die Einnahmen aus einer Mine zukommen zu lassen. Der Bergbauminister von Burkina Faso hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Forschern zufolge haben mehrere afrikanische Länder, darunter Mali und die Zentralafrikanische Republik, Soldaten der Wagner-Gruppe zur Bekämpfung von Aufständen angeworben.

Teile der ghanaischen Hauptstadt Accra wurden 12. Dezember von 2 Erdbeben erschüttert. Adabraka, Gbawe, McCarthy Hill, Kwabenya und Mallam sind einige der Gemeinden, die von dem Beben betroffen waren. Der leitende Seismologe der Ghana Geological Survey Authority (GGSA), Nicholas Opoku, sagte: „Die Bürger in Accra müssen darauf vorbereitet sein, von Zeit zu Zeit solche Beben zu erleben, da sich die Region in einem Erdbebengebiet befindet.“

MTN Ghana  bereitet sich auf die mögliche Deaktivierung eines Viertels seiner Kunden-SIM-Karten vor, um der Richtlinie der ghanaischen Regulierungsbehörden zur biometrischen Registrierung nachzukommen. Mit Stand vom 26. November hatten etwa 22,1 Millionen MTN-Ghana-Abonnenten die erste Phase abgeschlossen, (die SIM-Karte zusammen mit einem nationalen Personalausweis online zu registrieren) während 16,4 Millionen die Bio-Capture-Phase (sich in einem Geschäft biometrisch scannen lassen) durchlaufen hatten. Dies bedeutet, dass 5,7 Millionen Abonnenten am 1. Dezember für eine Deaktivierung in Frage kämen. MTN sagte, dass es sich der Registrierung verpflichtet hat, um eine genaue Kundendatenbank aufzubauen, die dazu beiträgt, Betrug im Land zu minimieren.

Die Regierung führt das mit Spannung erwartete Rentensystem für Kakaobauern ein. Die Treuhänder werden von Distrikt zu Distrikt ziehen, um die Kakaobauern in das System einzutragen, damit sie in den vollen Genuss ihrer Renten kommen können. Außerdem hat die Regierung eine Erhöhung des Kakaoerzeugerpreises auf 21 % für die Kakaosaison 2022/2023 angekündigt. Damit würde eine Tonne des Rohstoffs nun zu einem Preis von 1.204 USD verkauft werden, gegenüber 994.00 USD pro Tonne. Dies entspricht einem Preis von 75 US-Dollar pro Sack gegenüber 62 US-Dollar in der gerade zu Ende gegangenen Kakaoanbausaison und gilt ab 7. Oktober 2022. Ghana ist nach der Elfenbeinküste der zweitgrößte Kakaoexporteur der Welt.

Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo erklärte: „Es ist an der Zeit, dass auch Afrika, dessen 20 Millionen Söhne und Töchter in ihrer Freiheit beschnitten und in die Sklaverei verkauft wurden, Reparationen erhält“. Neben den Reparationen, sagte er, dass „der gesamte afrikanische Kontinent eine förmliche Entschuldigung von den europäischen Nationen verdient, die in den Sklavenhandel verwickelt waren, für die Verbrechen und den Schaden, den er der Bevölkerung, der Psyche, dem Image und dem Charakter der Afrikaner in der ganzen Welt zugefügt hat“. Er nannte auch jüdische Überlebende des Holocausts, sowie amerikanische Ureinwohner, die Wiedergutmachung erhalten haben und weiterhin erhalten“. Ghana war einer der Ausgangspunkte für viele der in Westafrika versklavten Menschen.

Weil Sturmfluten und Erosionen das Leben an Westafrikas Küsten bedrohen, müssen immer mehr Menschen ins Landesinnere fliehen. Ihre Dörfer schrumpfen erst zu kleinen Inseln und verschwinden dann ganz im Sand. Durch die Zerstörung der Küstenvegetation tragen auch Menschen zur  Erosion bei. Ghana versucht bereits, das Eindringen des Meeres durch Wellenbrecher zu bekämpfen. Über die Hälfte der Küstenlinie von Benin, Elfenbeinküste, Senegal und Togo ist einer durchschnittlichen Erosion von 2 Metern pro Jahr ausgesetzt. Ein $220.000.000 Projekt der Weltbank soll Küstenbefestigungen einrichten und Feuchtgebiete wiederherstellen. In Nordafrika, wo besonders die tunesischen Sandstrände meterbreit weggespült werden, am Nildelta sowie an Küstenstreifen von Ost- und Südafrika wird die Lage immer ernster.

Die Regierung wird am 25. 07. 2022 mit dem südafrikanischen Konsortium Thelo DB einen Vertrag über ein 3,2 Milliarden Dollar Projekt unterzeichnen. Das Bahnprojekt dient der Entwicklung und Inbetriebnahme der Westbahnlinie. Die Westbahnstrecke verläuft auf einer Länge von 339 Kilometern vom Hafen Takoradi nach Kumasi; sie ist jedoch nur auf 66 km in Betrieb. 2 Minen liegen an der Strecke, darunter die Ghana-Mangan-Mine in Nsuta und eine Bauxit-Mine in Awaso, die nach Angaben des Ministeriums bis zu ihrem Zusammenbruch die Bahnstrecke nutzten. Die Strecke führt auch durch die Kakaoanbaugebiete Ghanas; Kakao wurde früher in großen Mengen auf der Schiene transportiert, seit 2006 jedoch nicht mehr. Der Transport von Zement, Bergbauausrüstungen und Erdöl würde vom Bau der Bahnlinie profitieren.

Die ghanaischen Gesundheitsbehörden haben 2 Fälle des Marburg-Virus, einer hoch ansteckenden, Ebola ähnlichen Krankheit, offiziell bestätigt. 2 Menschen starben daran. Die in Ghana durchgeführten Tests ergaben am 10. Juli einen positiven Befund, doch mussten die Ergebnisse von einem Labor im Senegal überprüft werden, damit die Fälle als bestätigt gelten konnten, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Yemaachi Biotech, ein ghanaisches Forschungs- und Diagnostik-Startup, strebt eine stärkere Vertretung Afrikas in der Krebsforschung an, denn Krebs ist ein wachsendes Problem in Afrika. Es wird davon ausgegangen, dass die afrikanische Sterblichkeitsrate in den nächsten 20 Jahren den weltweiten Durchschnitt um 30 % übersteigen wird. Bisher sind nur 2 % der Teilnehmer an Genomstudien weltweit afrikanischer Abstammung, obwohl sie mehr als 17 % der Weltbevölkerung ausmachen. Der Großteil der medizinischen Forschung (in Afrika) konzentriert sich auf Infektionskrankheiten, obwohl der Kontinent eine der höchsten Krebssterblichkeitsraten der Welt hat.

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