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Er war 16 Jahre alt und Waisenkind als Lexy sich auf den horrenden Weg durch die  Sahara machte und von einem sinkenden Dingy vor Sizilien aus dem Mittelmeer gerettet wurde. Er wollte seine beiden jüngeren Geschwister und die Großmutter zu Hause unterstützen. Sein Glück war, dass die Familie Ferraro ihn umsorgte als den Sohn, den sie nie hatten. Lexy integrierte sich schnell; sprachgewandt und lernbereit arbeitete er bald in einer Apotheke und schickte Geld nach Hause. Der in Italien als „affidemento“ bekannte Prozess, in dem Pflegeeltern minderjährige Migranten betreuen, kam Lexy zu Gute.  Inzwischen konnte er mit seiner Pflegemutter Giusella Ferraro nach Gambia fliegen. Die Freude auf beiden Seiten war unbeschreiblich groß.

Unter diesem Motto begann Gambias Wahrheits-, Versöhnungs- und Wedergutmachungskommission (TRRC) ihre aktuelle Sitzung. Es ist die Anhörung zum Massaker von 2005, bei dem etwa 44 Ghanaer, 9 Nigerianer, 2 Togolesen und Staatsangehörige der Elfenbeinküste, Gambias und des Senegals über mehrere Tage getötet wurden. Unter denjenigen, die aussagen sollen, ist Martin Kyere aus Ghana, der einzige bekannte Überlebende. Es war der größte Verlust an Menschenleben während der Herrschaft des ehemaligen Präsidenten Yahya Jammeh.

Die Vereinigte Demokratische Partei (UDP), fordert die Regierung auf die Sicherheitskontrollen am Hafen Banjul zu verstärken, nachdem die größte Menge von Drogen in der Geschichte des Landes beschlagnahmt wurden. Angeblich sind es über 2 Tonnen Kokain mit einem Straßenwert von über 88 Millionen US-Dollar. Dies ist für die UDP besorgniserregend, „denn es macht Gambia anfällig für die Infiltration durch internationale Gruppen des organisierten Verbrechens, … die sich auf ihre riesigen kriminellen Netzwerke stützen, die in Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aktiv sind.“

Wenn Gambier eine Wahlkabine betreten, haben sie keine Stimmzettel, sondern Murmeln in der Hand. Sie werfen ihre Murmel in eine Trommel, die in unterschiedlichen Farben lackiert sind und so die verschiedenen Kandidaten kennzeichnen. Das Werfen der Murmel löst eine kleine Glocke aus, um die Leute davon abzuhalten, zusätzliche Murmeln einzuschmuggeln und mehr als einmal zu wählen. In den 1960er Jahren wurde dies eingeführt, um sicherzustellen, dass alle mitreden können. Das Land hat eine hohe Analphabetenrate.  Nun soll das System abgeschafft werden; dies löst heftige Debatten aus. Ein Grund ist die steigende Zahl der Kandidaten, die es schwieriger macht, genügend farbige Trommeln aufzustellen. Die Stimmen dagegen befürchten Manipulation und Unwissenheit, „Bleiben wir bei der Methode, die wir kennen, da diese Methode transparent ist“.

Die gambische Regierung begrüßt die Ermittlungen des deutschen Generalbundesanwalts gegen mehrere Asylbewerber aus Gambia. Sie stehen im Verdacht, für das Regime des ehemaligen gambischen Präsidenten, Yahya Jammeh, Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. 2014 soll, nach einem gescheiterten Putsch, das Regime von Jammeh brutal gegen Oppositionelle vorgegangen sein. Dem ehemaligen Präsidenten werden, in seiner mehr als 22 Jahren Regentschaft, zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, sowie die Verfolgung von Dissidenten, Homosexuellen und Journalisten, zur Last gelegt.

Das US-Justizministerium will in einem Vorort von Washington D.C. die Villa, des ehemaligen gambischen Präsidenten Yahya Jammeh, beschlagnahmen. Dem langjährigen Diktator – er regierte Gambia mehr als 22 Jahre – wird Geldwäsche und Korruption vorgeworfen. 2016 verlor er die Präsidentschaftswahlen gegen Adama Barrow und floh ins Exil nach Äquatorialguinea.

Gambia – Das sagt der Justizminister auf das Verlangen des Ex-Präsidenten hin, in sein Heimatland zurückzukehren. Nach seiner Wahlniederlage wurde Jammeh aus dem Land gezwungen. Seine 22- jährige Amtszeit war „eine tyrannische und brutale Diktatur“. Auch soll er die Staatskasse massiv geplündert haben. Trotzdem demonstrieren seine Anhänger jetzt für eine straffreie Rückkehr. Sie drohen sogar mit Blutvergießen, sollte er verhaftet werden. Die jetzige Regierung in Banjul jedoch könnte das Versäumnis ihrer Pflicht Land und Opfern gegenüber nicht rechtfertigen.

Gambia – Das kleine Land hat tausende Straßen, aber nur wenige haben Namen oder Hausnummern. Es kann frustrierend sein, in einer Notsituation der Polizei am Telefon 35 Minuten lang Hinweise zum Ort zu geben oder beim Ausfüllen eines Formulars eine halbe Seite für Skizzen über die Lage zu benutzen. Jetzt hat ein Team von Google technische und finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt. In der Stadt Kanifing, die mehr Einwohner hat als die Hauptstadt Banjul, wurde ein „innovatives System für die Straßenadressierung“ besprochen. Das einzigartige Adresssystem könnte bald Wirklichkeit werden.

Gambia – Das Ferienparadies am Atlantik mit weißen Sandstränden, Sonnengarantie, seltenen Tieren, preiswerten Hotels und freundlichen Menschen konnte sich erst nach dem Sturz des Diktators Jammeh entwickeln. Jetzt droht das Aus, denn ein Drittel der jährlich 200.000 Touristen kamen mit Thomas Cook. 30% der Einnahmen und 40.000 Arbeitsplätze sind vom Tourismus abhängig. 12 Direktflüge hatte Thomas Cook pro Woche nach Banjul gebracht. Wenn keine andere Fluglinien Gambias Einladung folgen, werden sich junge Menschen wieder auf den Weg nach Europa machen.

Gambia – Dawda Jawara, der zum Politiker gewordene Tierarzt, führte sein Land in 1965 zur Unabhängigkeit; 1970 wurde der charismatische eloquente Mann Präsident. Gestürzt wurde er von dem später berüchtigten Jammeh. Sein wichtigstes Vermächtnis war „die Achtung der Menschenwürde und die Schaffung starker, bewunderter Regierungsinstitutionen“. Nach 8 Jahren Asyl lebte der von der Königin geehrte und von seinem Volk liebevoll „Kairaba (friedlicher) Jawara“ genannte in seiner Heimat Gambia.

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