Schlagwort: Gambia

Ein Untersuchungsbericht ghanaischer Geheimdienste macht Präsident Jammeh verantwortlich für Ermordung von 44 jungen Ghanaern und 10 anderen Ausländern im Jahr 2005. Der Präsident glaubte, die Jugendlichen, die über Gambia nach Europa gelangen wollten, seien eingereist, um einen Putschversuch zu organisieren.

Der ‚Buried Hill Energy‘ Konzern will 2009 mit den ersten Bohrungen beginnen. Die Firma hat 26 Stellen ausgemacht, wo Erdölvorkommen vermutet werden.

Nachdem der exzentrische Präsident Yahye Jammeh im Oktober sein Land aus dem Commonwealth zurückzog, will er jetzt Englisch als Amtssprache abschaffen. Die Engländer hätten nur nach Elfenbein gejagt und die Menschen als Sklaven verkauft. England habe „keine moralische Plattform“. Welche der vielen Sprachen offizielle Sprache wird, ist noch nicht klar. Das 1.8 Mio. Volk spricht 20 Sprachen, neun davon sind weitverbreitet, besonders Mandika und Wolof. Gambia, ist mit seinen 11,000 km² der kleinste Flächenstaat Afrikas, ein schmaler Streifen an beiden Ufern des Gambia Flusses, und ist, bis auf die Atlantikküste, vom Senegal umgeben. Jammeh regiert seit 1994 autokratisch; vor vier Jahren wollte der „Aids-Heiler“ sich den Königstitel zulegen.

Die ‚Media Foundation for West Africa (MFWA)‘ hat in Accra eine Kampagne gegen gewaltsame Übergriffe gegen Journalisten in Gambia gestartet. Eine Broschüre listet die zahlreichen Gewaltverbrechen gegen Medienvertreter, von Brandstiftung und Mord von Redakteuren bis zur Schließung von Verlagen.

Die fünf größten Oppositionsparteien Gambia wollen gemeinsam in den nächsten Wahlkampf ziehen, konnten sich aber noch nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen. Präsident Yahya Jammeh ist seit 1994 im Amt.

Fünf der 27 angeklagten Militärs konnten fliehen, als das Fahrzeug, das sie in ein anderes Gefängnis transportieren sollte, sich überschlug.

Die Bischofskonferenz vom Englisch sprechenden Westafrika, obwohl sie die Auswanderung als Menschenrecht ansieht, warnt vor den Folgen von „ungestalteter Migration“: Entwurzelung, Entfremdung, Kriminalität und Verlust von Fachkräften. Mit andern Organisationen will sich die katholische Kirche dafür einsetzen, dass die Lebensbedingungen der Jugendlichen verbessert werden, damit sie ihre Heimat nicht verlassen sondern sich aktiv an deren Entwicklung beteiligen.

Mindesten zwei Tonnen Kokain mit einem Straßenwert von einer Milliarde Dollar wurden in Gambia, unweit der Hauptstadt Banjul beschlagnahmt. Dazu wurden mehrere Händler verhaftet und Bargeld sowie Waffen sichergestellt. Westafrika ist schon länger ein wichtiger Umschlagplatz für Drogen aus Südamerika zum europäischen Markt. Drogenkartelle nutzen die Armut der Region und die schwachen Sicherheits- und Justizsysteme für ihre Zwecke.

Die Regierung hat den UN Aids-Koordinator, Dr Fadzai Gwaradzimba, aufgefordert, das Land in 48 Stunden zu verlassen. Er hatte die Behauptung des Präsidenten, er könne HIV/Aids mit einer Kräutermischung heilen, als wissenschaftlich unzutreffend bezeichnet.

Ein englisches Missionarsehepaar der Pfingstkirche wird beschuldigt, Hass gegen den Staatschef Yahya Jammeh verursacht zu haben. Der Prozess soll am 16. Dezember in der Hauptstadt Banjul beginnen. Verteidiger sehen die Arbeit der Missionare für Gefangene und Sterbende als rein seelsorglich.

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