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So lange will Gambias Präsident Jammeh regieren, wenn Allah es will. Im November hat der 46-jährige und seit 1994 regierende dubiose Präsident eine weitere Wahl gewonnen, die als perfekter Betrug gesehen wird. Auch wiederholte er seine Behauptung, Aids heilen zu können, jetzt durch Handauflegung; vor fünf Jahren war es noch durch Kräuter.

Präsident Jammeh hat den Austritt seines 2 Mio. Staates aus der Völkergemeinschaft angekündigt. Gambia könne nicht zu einer neo-kolonialen Institution gehören, sondern müsse seine „Würde und Freiheit“ bewahren. Tatsache ist, dass der Diktator wiederholt für seine Unterdrückung von Opposition und Medien und willkürliche Hinrichtungen kritisiert wurde. Sein Versuch vor einigen Jahren, sich zum König zu machen, ist gescheitert.

Drei Armeeoffiziere wurde wegen versuchtem Staatstreich zu 20 Jahren Gefängnis verurteilen. Ihr Anführer, Col Ndure Cham, und fünf andere Offiziere werden noch gesucht.

Ein Gericht in Banjul hat den früheren Informationsminister zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er den Sturz der Regierung von Yahya Jammeh geplant haben soll. Dutzende Offiziere der Armee sind wegen derselben Anklage hinter Gitter. Jammehs Wahl im November für eine vierte Amtszeit war für ihn selbstverständlich. Gambia, ein schmaler Landstrich entlang des Gambia Flusses ist der kleinste Staat auf dem afrikanischen Festland.

Zwei Mitarbeiter von Amnesty International und ein gambischer Journalist wurden zeitweilig verhaftet, nachdem sie einen Oppositionspolitiker im Gefängnis besucht hatten.

Ein Untersuchungsbericht ghanaischer Geheimdienste macht Präsident Jammeh verantwortlich für Ermordung von 44 jungen Ghanaern und 10 anderen Ausländern im Jahr 2005. Der Präsident glaubte, die Jugendlichen, die über Gambia nach Europa gelangen wollten, seien eingereist, um einen Putschversuch zu organisieren.

Der ‚Buried Hill Energy‘ Konzern will 2009 mit den ersten Bohrungen beginnen. Die Firma hat 26 Stellen ausgemacht, wo Erdölvorkommen vermutet werden.

Nachdem der exzentrische Präsident Yahye Jammeh im Oktober sein Land aus dem Commonwealth zurückzog, will er jetzt Englisch als Amtssprache abschaffen. Die Engländer hätten nur nach Elfenbein gejagt und die Menschen als Sklaven verkauft. England habe „keine moralische Plattform“. Welche der vielen Sprachen offizielle Sprache wird, ist noch nicht klar. Das 1.8 Mio. Volk spricht 20 Sprachen, neun davon sind weitverbreitet, besonders Mandika und Wolof. Gambia, ist mit seinen 11,000 km² der kleinste Flächenstaat Afrikas, ein schmaler Streifen an beiden Ufern des Gambia Flusses, und ist, bis auf die Atlantikküste, vom Senegal umgeben. Jammeh regiert seit 1994 autokratisch; vor vier Jahren wollte der „Aids-Heiler“ sich den Königstitel zulegen.

Die ‚Media Foundation for West Africa (MFWA)‘ hat in Accra eine Kampagne gegen gewaltsame Übergriffe gegen Journalisten in Gambia gestartet. Eine Broschüre listet die zahlreichen Gewaltverbrechen gegen Medienvertreter, von Brandstiftung und Mord von Redakteuren bis zur Schließung von Verlagen.

Die fünf größten Oppositionsparteien Gambia wollen gemeinsam in den nächsten Wahlkampf ziehen, konnten sich aber noch nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen. Präsident Yahya Jammeh ist seit 1994 im Amt.

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