Schlagwort: Gabun

Die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman beginnt ihre Vier-Nationen-Reise in Südafrika und reist anschließend nach Angola, Gabun und Frankreich. Mit den afrikanischen Ländern wird sie Fragen des regionalen Friedens, der maritimen Sicherheit und des Klimawandels erörtern. Anfang April hatte der Francisco Furtado (angolanische Staatsminister und Leiter der Abteilung für militärische Angelegenheiten) sich mit dem amerikanischen Verteidigungsminister Lloyd Austin getroffen und vereinbart, Angola zur führenden panafrikanischen Friedensorganisation zu machen. Dies soll durch den Modernisierungsprozess der angolanischen Streitkräfte erreicht werden.

Eine geschnitzte Maske aus Zentralafrika, die aus dem 19. Jahrhundert stammt, wurde in Frankreich für 4,2 Millionen Euro verkauft, obwohl gabunische Demonstranten im Auktionshaus die „Rückgabe“ des Objekts forderten und es als „kolonialen unrechtmäßigen Gewinn“ bezeichneten. Die seltene hölzerne „Ngil“-Maske, die bei Zeremonien des Fang-Volkes in Gabun verwendet wird, übertraf bei der Auktion in der südfranzösischen Stadt Montpellier den Schätzwert von 300 000 bis 400 000 Euro.

Der im Oktober verstorbene Kieler Holzhändler, Völkerkundler und Afrikaliebhaber Bernd Muhlack hat in seinem Testament sämtliche 2600 Kunstwerke – Holzskulpturen, Musikinstrumente, Spielzeug usw. – die er auf über hundert Afrikareisen gesammelt hatte, seiner Heimat Schleswig – Holstein vermacht. Die Sammlung, meist Unikate, hat einen geschätzten Wert von etwa 10 Mio. Euro und soll demnächst in dem entstehenden Völkerkunde – Museum in Lübeck zu bestaunen sein. In Lambaréné (Gabun) machte Muhlack 1961 eine Begegnung, die ihn tief beeindruckte und zeitlebens nicht mehr losließ, mit dem „Urwald-Doktor“ und Philosophen Albert Schweitzer

Gabun – Weltweit werden, die vom Aussterben bedrohten Pangoline illegal gehandelt; sie gelten als die am meisten gesetzwidrig verkauften Tiere. Ihr Fleisch ist nicht nur in China und Vietnam auch in Gabun eine Delikatesse. Zerrieben gelten ihre Schuppen als Heilmittel gegen Hautleiden, Menstruationsbeschwerden, Arthritis und sogar Krebs. Nachdem nun ein chinesisches Forscherteam vermutet, dass das Schuppentier das neuartige Virus auf den Menschen überträgt, verlieren die Buschfleischverkäufer auf den Märkten Gabuns ihrer besten Kunden. Nigeria und die Demokratische Republik Kongo gelten als die Drehscheiben des Handels mit Schuppentieren. Etwa 1 Mill. Schuppentiere wurden in Asien und Afrika im letzten Jahrzehnt gewildert.

Gabun – Gabun ist, laut UNO Berichten, das erste afrikanische Land, das mit internationalen Mitteln für den Erhalt seiner Regenwälder belohnt wird. Norwegen zahlt Gabun 150 Mio. US$ über einen Zeitraum von zehn Jahren für die Verringerung der Entwaldung. Es ist eine Art Bestätigung für Gabuns Bemühungen, durch nachhaltige Forstwirtschaft und die Gründung von 13 Nationalparks den Wald im Kongobecken, der zu den wichtigsten der Welt zählt, zu erhalten. Jetzt will der Konzern OLAM aus Singapur, auf eine frühere Vereinbarung zurückgehend, 500.000 ha Regenwald für die Produktion von Palmöl und Gummi fällen. Die Einwohner wehren sich und bitten um Hilfe.

Gabun – Präsident Ali Bongo hat seinen Vize und den Forstminister entlassen, angeblich wegen der Schmuggelaffaire. 300 Container Kevazingo Holz, nicht für den Export freigegeben, wurden am Hafen entdeckt. Das Tropenholz mit der rötlichen Farbe ist besonders in Asien sehr beliebt für hochwertige Möbel und Musikinstrumente. Die Regierung hat 2018 den Export verboten, um die Ressourcen des Landes zu schützen. Manche der wertvollen Bäume sind 500 Jahre alt und gelten den Einwohnern als heilig.

Gabun – Im westafrikanischen Gabun haben Paläontologen in 2.1 Mrd. altem Gestein fadenförmige Fossilien mit Kriechspuren entdeckt. Diese könnten von amöbenartigen Gebilden kommen, die sich zur Nahrungssuche vereinigten. Bis jetzt hat man angenommen, dass die ältesten bewegungsfähigen Wesen erst vor 500 Mio. Jahren existierten. Das Forscherteam von der französischen Universität Poitiers steht noch vor vielen Rätseln.

Gabun – Kurz nach dem fehlgeschlagenen Militärputsch gegen ihn ist Präsident Ali Bongo, der seit Oktober krankheitshalber außer Landes ist, über Nacht von Marokko nach Libreville eingeflogen, um den von ihm ernannten Premier Julien Nkoghe Bekale zu vereidigen. Für die Geschäftswelt soll sein Erscheinen eine Erleichterung gewesen sein.

Gabun – In Abwesenheit des kranken, „regierungsunfähigen“ Präsidenten Ali Bongo hat das Militär am frühen Montagmorgen über Staatsradio die Einsetzung eines „nationalen Rats“ verkündet, um die Demokratie, die der Clan der Bongos dem Land für ein halbes Jahrhundert vorenthalten hat, wiederherzustellen. Inzwischen seien die fünf aufständischen Militärs festgenommen worden. Nach einigen Schießereien sei wieder Ruhe in die Hauptstadt Libreville eingekehrt.

Gabun – Seit Oktober ist Präsident Ali Bongo zu medizinischer Behandlung außer Landes. Über seinen Zustand wurde viel gemunkelt. Nach Wochen in Saudi-Arabien ist er nun in Marokko zu weiterer Erholung. Erst jetzt spricht man von einem erlittenen Schlaganfall des 59-jährigen Herrschers. In 2009 übernahm Ali die Staatsgeschäfte von seinem verstorbenen Vater Omar Bongo, der das Land über 40 Jahre regiert hatte. Sollte Ali sich nicht erholen, ist die seit fünf Jahrzehnten bestehende Herrschaft der Bongo Dynastie am Ende.

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