Dank der hohen Erdölpreise konnte das Budget um 450 Millionen Euro aufgestockt werden. Das Extraeinkommen soll für höhere Pensionen, kostenloses Schulmaterial und eine verbesserte Gesundheitsversorgung verwendet werden.
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Dank der hohen Erdölpreise konnte das Budget um 450 Millionen Euro aufgestockt werden. Das Extraeinkommen soll für höhere Pensionen, kostenloses Schulmaterial und eine verbesserte Gesundheitsversorgung verwendet werden.
Die Regierung hat die Errichtung von Bohrinseln vor Gabuns Küste auf unabsehbare Zeit hinausgeschoben. Sicherheit und Umwelt-Garantien seien wichtiger als sofortiger Profit. Die Verzögerung hat mit der Katastrophe im Golf von Mexico zu tun. Öl ist Gabuns Haupteinnahmequelle mit einer Produktion von 220,000 und 240,000 Barrel pro Tag.
Ein Streik auf dem Ölfeld des Landes beeinflusst den weltweiten Ölpreis. Die Notierung für ein Barrel der Ölsorte Brent stieg mit über 123 US-Dollar auf ein neues 30-Monats-Hoch. Auch der Preis für West Texas Intermediate schoss mit über 108 US-Dollar je Barrel auf den höchsten Stand seit September 2008. Der Bürgerkrieg in Libyen und die unsichere Lage in Nigeria führen zu zunehmenden Ängsten vor Lieferengpässen.
Ona, der Gewinner des „African 2009 Goldman Environmental Prize“ für seine Bemühungen um Erhaltung des Regenwaldes im Kongobecken, hat einen geheimen 3.5 Mrd. Dollar Vertag zwischen Gabun und China aufgedeckt, durch den in einem Nationalpark ein Stausee und eine Mine gebaut werden sollten. Die allgemeine Empörung hat die Regierung gezwungen, die Konzession um 90% zu kürzen. Afrika dürfe seine Ressourcen nicht vergeuden, mahnte der Preisträger. Gabun verliere sowieso schon zu viel Wald durch oft illegalen Holzschlag.
Nach dem Beispiel der Elfenbeinküste hat sich Mba Obame, ein früherer Wahlverlierer, als Staatsoberhaupt erklären lassen und eine neue „aufrührerische“ Regierung gebildet. Ali Bongo Ondimba habe ihm in 2009 die Wahl gestohlen. Gabuns Innenminister beschuldigt Mba Obame des Hochverrats. Gabun hat Obames Oppositionspartei abgeschafft und will ihn für verfassungswidriges Handeln vor Gericht stellen.
Die Polizei hat die Geschäftsstelle der Oppositionpartei Gabonese People’s Union (UPG) durchsucht und Dokumente und Computer beschlagnahmt. Die Partei hatte Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten organisiert. Der Vorsitzende der UPG, Pierre Mamboundou, hält sich versteckt.
Die Leichen von etwa 12 Flüchtlingen und Teile eines kleinen zerschellten Holzkahns wurden bei Libreville an Land gewaschen. Die Männer waren anscheinend auf dem Weg nach Gabun, dessen verhältnismäßiger Wohlstand das Land für Migranten sehr attraktiv macht. Gabun hat weniger als anderthalb Millionen Einwohner, dazu aber 400 000 illegale Migranten.
Die Regierungspartei ‚Gabonese Democratic Party (GDP)‘ hat den 50-jährigen Ali Ben Bongo, Sohn des im Juni verstorbenen Präsidenten Omar Bongo, zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen Ende August gekürt. Sein Vater hielt sich hielt sich 40 Jahre lang an der Macht.
Die Regierungpartei von Präsident Omar, die Gabon Democratic Party (GDP), hat 80 der 120 Parlamentssitze gewonnen, 9 Sitze weniger als bei den letzten Wahlen. Der Regierung nahestehende Parteien gewannen weitere 13 , die Opposition 16 Sitze.
Weniger als einen Monat nach seiner Ernennung wurde der Direktor der Frachtbehörde Rene Ziza, brutal ermordet. Er hatte gleich nach seiner Amtsübernahme wichtige Maßnahmen zu einer stärkeren Überwachung der Tätigkeiten der Behörde, die für den gesamten Schiffsverkehr zuständig ist, eingeführt. Unter anderem wollte er ein System zur elektronischen Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Ladung einführen.