Präsident Ali Ben Bongo hat in einem vornehmen Viertel in Paris eine 100 Millionen Euro Villa erstanden. Wegen den reichen Ölvorkommen hat Gabun auf Papier eines der höchsten pro-Kopf Einkommen in Afrika, aber die meisten Gabuner sind bitter arm.
Gabun » Seite 6
Präsident Ali Ben Bongo hat in einem vornehmen Viertel in Paris eine 100 Millionen Euro Villa erstanden. Wegen den reichen Ölvorkommen hat Gabun auf Papier eines der höchsten pro-Kopf Einkommen in Afrika, aber die meisten Gabuner sind bitter arm.
Präsident Ali Bongo, der nach dem Tod seines Vaters Omar Bongo sich um dessen Amt bewarb und nach einem umstrittenen Wahlsieg als Staatschef vereidigt wurde, soll nach Presseberichten heute mit Papst Benedikt zusammentreffen.
Das ist die Anklage der Weltgesundheitsorganisation gegen die Industrieländer, die ungeachtet von Umweltschäden ihren Industrie und andern Müll in Afrika abladen. Der Vorwurf wurde vom Päpstlichen Missionswerk FIDES veröffentlicht. Jährlich sollen etwa 2,4 Millionen Menschen in Afrika an Umweltschäden sterben. Besonders betroffen sind die armen, schwachen Bevölkerungsschichten. Die 80 Gesundheits- und Entwicklungsminister aus 53 afrikanischen Staaten arbeiteten in Libreville an einem Konzept, wie eine gesunde Umwelt die Lebensqualität und Entwicklungsmöglichkeiten verbessern kann.
Gabun will den Mindestlohn fast verdoppeln, um den Bürgern bessere Kaufkraft zu geben und so den Lebensstandard zu heben. Obwohl Gabun im Vergleich mit Nachbarstatten gut situiert ist, will man sich doch nicht auf die schon schwindenden Ölreserven verlassen.
Ein Bericht des französischen Fernsehens über den beträchtlichen Immobilienbesitz von Präsident Omar Bongo, der mit 40 Jahren im Amt der am längsten dienende Präsident der Welt ist, hat die Spannungen mit Frankreich weiter verschärft. Nach der Abschiebung von zwei gabunischen Studenten hatte die Regierungin Libreville mit ähnlichen Maßnahmen gegen die 10.000 französischen Staatsbürger in Gabun gedroht. Nach Angaben des französischen Innenministerium leben 5-10% illegal in Gabun.
Der Ministerrat hat die Abschaffung der Todesstrafe beschlossen, eine Entscheidung, die noch vom Parlament bestätigt werden muss. Schon seit 20 Jahren wurde kein Todesurteil mehr vorstreckt.
Zahlreiche Unternehmen, die im Export von Tropenhölzern tätig sind, mussten schließen und Tausende von Arbeitern entlassen, seit die Regierung Anfang des Jahres den Export von unbearbeitetem Rohholz stark eingeschränkt hat. 70% der Baumstämme müssen im Land selbst bearbeitet werden, um einen höheren Mehrwert zu erzielen.
Addax Petroleum gab die erfolgreiche Erforschung und Entwicklung des Ebouri-Ölfelds im Etame Marin Lizenzgebiet vor der Küste Gabuns bekannt. Zusätzliche Bohrungen sind im Sandsteinverlauf von Gabun auf dem Etame Marin Ölfeld und im angrenzenden Gryphon Marin Lizenzgebiet geplant. Addax Petroleum ist eines der grössten internationalen Ölförderunternehmen in Westafrika.
Bürger der DR Kongo, die während des Bürgerkrieges (1997 – 1999) nach Gabun geflohen waren, können nicht mehr als Flüchtlinge und Asylanten dort bleiben. Sie müssen entweder in ihre Heimat zurück kehren oder ihren Aufenthalt legalisieren. Doch Aufenthaltsgenehmigungen von etwa 1,000 Dollar pro Jahr sind für die meisten unerschwinglich, und die zu zahlende Strafe, wenn sie erwischt werden, bereichert die Polizisten.
Der Oberste Gerichtshof hat der Klage der Oppositionsparteien stattgegeben und eine Neuauszählung der Stimmen in den umstrittenen Wahlbezirken angeordnet. Die Wahlen, die den Sohn des verstorbenen Präsidenten Bongo an Macht brachten, waren von Gewalt und Betrugsbeschwerden gekennzeichnet.