Präsident Omar Bongo, dienstältestes Staatsoberhaupt Afrikas, will den Bau einer neuen 9-Millionen-Euro-Basilika für 4.500 Menschen finanzieren. 55% der Bevölkerung Gabuns sind katholisch. Bongo wurde 1974 Muslim.
Gabun » Seite 8
Präsident Omar Bongo, dienstältestes Staatsoberhaupt Afrikas, will den Bau einer neuen 9-Millionen-Euro-Basilika für 4.500 Menschen finanzieren. 55% der Bevölkerung Gabuns sind katholisch. Bongo wurde 1974 Muslim.
Der schönste Wasserfall in Zentralafrika, Gabuns Kongou Fälle, soll einem Damm und Kraftwerk zum Opfer fallen. Das 3.5 Milliarden Bélinga Projekt im nordöstlichen Gabun wird von einem chinesischen Konsortium finanziert und soll 2011 die erste Fracht Eisenerz nach China transportieren. 560 km Eisenbahnschiene, ein neuer Hafen und 30.000 Arbeitsplätze sind attraktiv, doch Umweltschützer sind besorgt über die negativen Folgen für den Regenwald und den Ivindo Nationalpark.
Auf Anordnung der Bischöfe der katholischen Kirche sollen am Samstag in allen Bistümern des Landes Prozessionen gegen rituelle Verbrechen stattfinden. Die Praxis, für eigenen Vorteil, Blut aus Organen von Opfern zu entnehmen, ist in Gabun weit verbreitet; und die Verbrechen mehren sich. Um an Opfer zu kommen, greift der Menschenhandel um sich. Jährlich gibt es Verhaftungen. Wo vor drei Jahren noch 34 rituelle Verbrechen gemeldet wurden, waren es ein Jahr später bereits 62.
Als Sarcozy und sein Vorgänger Chirac am Palast in Libreville ankamen, um einen Kranz am Sarg von Präsident Bongo niederzulegen, wurden sie von der Menge verspottet. Die frühere Kolonialmacht hat noch enge Beziehungen mit Gabun, die aber durch die Untersuchung eines französischen Gerichts wegen Veruntreuung sauer wurden.
Sobald Ali Bongo, Sohn des verstorbenen Staatschefs für 41 Jahre, als Wahlsieger erklärt wurde, brachen heftige Unruhen aus. Wütend über Frankreichs Unterstützung des Regimes zündeten Bongo-Gegner das französische Konsulat an und plünderten Geschäfte. Die Polizei ging mit Tränengas vor und riegelte die Unruheherde in Libreville und Port Gentil ab.
Präsident Ali Ben Bongo hat in einem vornehmen Viertel in Paris eine 100 Millionen Euro Villa erstanden. Wegen den reichen Ölvorkommen hat Gabun auf Papier eines der höchsten pro-Kopf Einkommen in Afrika, aber die meisten Gabuner sind bitter arm.
Präsident Ali Bongo, der nach dem Tod seines Vaters Omar Bongo sich um dessen Amt bewarb und nach einem umstrittenen Wahlsieg als Staatschef vereidigt wurde, soll nach Presseberichten heute mit Papst Benedikt zusammentreffen.
Das ist die Anklage der Weltgesundheitsorganisation gegen die Industrieländer, die ungeachtet von Umweltschäden ihren Industrie und andern Müll in Afrika abladen. Der Vorwurf wurde vom Päpstlichen Missionswerk FIDES veröffentlicht. Jährlich sollen etwa 2,4 Millionen Menschen in Afrika an Umweltschäden sterben. Besonders betroffen sind die armen, schwachen Bevölkerungsschichten. Die 80 Gesundheits- und Entwicklungsminister aus 53 afrikanischen Staaten arbeiteten in Libreville an einem Konzept, wie eine gesunde Umwelt die Lebensqualität und Entwicklungsmöglichkeiten verbessern kann.
Gabun will den Mindestlohn fast verdoppeln, um den Bürgern bessere Kaufkraft zu geben und so den Lebensstandard zu heben. Obwohl Gabun im Vergleich mit Nachbarstatten gut situiert ist, will man sich doch nicht auf die schon schwindenden Ölreserven verlassen.
Ein Bericht des französischen Fernsehens über den beträchtlichen Immobilienbesitz von Präsident Omar Bongo, der mit 40 Jahren im Amt der am längsten dienende Präsident der Welt ist, hat die Spannungen mit Frankreich weiter verschärft. Nach der Abschiebung von zwei gabunischen Studenten hatte die Regierungin Libreville mit ähnlichen Maßnahmen gegen die 10.000 französischen Staatsbürger in Gabun gedroht. Nach Angaben des französischen Innenministerium leben 5-10% illegal in Gabun.