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Gabun – Im letzten Jahr wurden 5.942 Tabletten des Schmerzmittels beschlagnahmt, weil das Medikament immer mehr als Droge missbraucht wird und der öffentlichen Gesundheit schadet. Jugendliche ziehen „Kobolo“, wie es jetzt heißt, Alkohol vor, weil es billiger ist und die Wirkung – Freude, Glück, Wohlbefinden – schneller eintritt und länger anhält. Die verheerenden Auswirkungen sind besonders in den Schulen sichtbar geworden.

Gabun – Bei den Africa Cup Spielen in Gabun werden Becher mit gerösteten oder gekochten Insekten, wie Käfer, Heuschrecken, Raupen und Termiten als Delikatessen angeboten. Der Verzehr von Insekten –Entomophagie – geht durch die Menschheitsgeschichte und ist weltweit verbreitet, besonders häufig in Afrika. Laut der FAO sind die proteinhaltigen Kleintiere wichtige Nahrungsbestandteile von etwa 2 Mrd. Menschen. Noch werden die meisten essbaren Insekten gesammelt, aber immer öfter, wenn Hunger droht, werden sie auch gezüchtet. Im Hinblick auf schwindende Ressourcen und wachsende Bevölkerungszahlen hat die FAO eine Propaganda Kampagne gestartet, doch gibt es noch manche Hürden, darunter das damit verbundene Ekelgefühl mancher Bevölkerungsgruppen.

Gabun – Vom 14. Januar bis 5. Februar spielen 16 Teams in Gabun um den Afrika-Cup. Trotz Armut, Sicherheitsbedenken und Arbeitslosigkeit will das 1,7 Mio. Einwohner Land den „Africa Cup of Nations“ ausrichten. Gabun hat schon Erfahrung und der Staatschef ist Fußball Fan. Für die Bürger jedoch sind auch die billigsten Tickets zu teuer. Als Favoriten werden die Elfenbeinküste und Ägypten gehandelt. Elf Fußballer, die in deutschen Bundesligen spielen, werden vertreten sein. Der „Beckenbauer Namibias“, Lolo Goraseb, meint, dass die afrikanischen Mannschaften „das spielerische Potenzial aber nicht die taktische Disziplin“ für ein Weltmeisterteam hätten.

Gabun – Der Bedarf steigt, doch die Böden der Palmölplantagen in Indonesien sind ausgelaugt. So fing der Konzern Olam in Gabun mit massiven Rodungen an. Die Umweltschutzorganisation „Mighty Earth“ kritisiert den Raubbau an der Natur. Olam verteidigt sich und seine dubiösen Handelspraktiken, doch um Nachhaltigkeit bemühte Großkonzerne wollen gemeinsam die Quellen ihres Palmöls nachvollziehbar machen.

Gabun – Da das Verfassungsgericht die Wahl von Ali Bongo trotz massiver Einwände als gültig erklärte und dieser heute sein Amt antritt, haben Bewohner von Libreville angefangen, Bargeld abzuheben und Essensvorräte aufzustocken. Nicht wissend, wie der besiegte Oppositionskandidat Jean Ping reagiert, befürchten sie ein neues Chaos. Geldautomaten und Geschäfte sollen in kürzester Zeit fast leer sein.

Gabun – Mit knapp 6,000 Stimmen unterlag der Herausforderer Jean Ping dem amtierenden Präsidenten Ali Bongo. Das führte zu gewaltsamen Auseinandersetzungen: brennendes Parlament, bombardiertes Oppositionsquartier, geplünderte Geschäfte, Tote und Verletzte. Eine Neuauszählung wurde abgelehnt, obwohl unter den knapp 2 Mio. Einwohnern nur etwa 630,000 wahlberechtigt waren. Inzwischen geht der Machtkampf offline weiter: keine Berichterstattung, keine sozialen Netzwerke. In Libreville herrscht angespannte Ruhe. Der Justizminister trat zurück; Jean Ping rief zum Streik auf, um Bongo zu stürzen. Die Bongo Familie hat Gabun fast 50 Jahre lang beherrscht.

Gabun – Wie vorgeschrieben, wurde der Nigerianer Mohammed Barkindo einstimmig als Generalsekretär der Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) gewählt. Gabun wurde als 14. Mitgliedsstaat aufgenommen. Uneinigkeit herrschte über die Begrenzung der Rohölförderung was fallende Preise zur Folge hat, ein Problem für die Ölstaaten. Es wurde in dem kurzen Treffen klar, dass OPEC durch den Streit zwischen Iran und Saudi-Arabien in seinen Entscheidungen gelähmt ist.

Gabun – Nachdem Libyen und Ägypten sich zurückgezogen haben, wird das Turnier 2017 in Gabun ausgerichtet. Der Staatschef sieht die Entscheidung als „Vertrauensbeweis“ und „Glück für die Jugend“. 52 Nationen werden an der Qualifikation zum Afrika-Cup teilnehmen.

Gabun – Der Ort, heute eine Kleinstadt, ist am besten bekannt durch das von Albert Schweitzer in 1913 gegründete Hospital. Obwohl die medizinische Ausstattung dort veraltet ist, geht es weiter, unterstützt von Staat und Spenden. Doch nur einige Meter entfernt arbeiten afrikanische und europäische Wissenschaftler in einem Forschungszentrum an einem Impfstoff gegen Ebola. 60 Probanden nehmen an der Studie teil. Da diese Studie auch an anderen Standorten in drei Kontinenten stattfindet, laufen alle Testergebnisse bei der WHO zusammen. Die gute Koordinierung sollte bald die zweite Phase ermöglichen und den Prozess schnell zu einem guten Abschluss bringen.

Heute vor hundert Jahren kam Albert Schweitzer zum ersten Mal nach Lambaréné im heutigen Gabun. Er tauschte „Sicherheit gegen Risiko“ ein, um im Urwald ein Krankenhaus zu errichten und sich um die Menschen zu kümmern. Seine Ehrfurcht vor dem Leben prägt auch heute noch sein Werk. Zur Zeit seines Todes war das Urwaldspital ein richtiges Dorf mit Pflege für Menschen, Leprakranke eingeschlossen, und sogar für Tiere. Eigene Gärten und Werkstätten machten es ökonomisch. 1952 erhielt der Mediziner, Theologe, Philosoph und Musiker den Friedensnobelpreis.

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