Schlagwort: Eswatini

Südafrika hat mit einer landesweiten Hitzewelle zu kämpfen mit Temperaturen über 40°C im Nordkap, Limpopo, Mpumalanga, KwaZulu-Natal und im Freistaat, und mit hohen 30°C in Gauteng und Nordwest. Örtliche Wetterexperten warnen, dass die intensive Hitze wahrscheinlich noch mehrere Monate anhalten wird. Die Behörden raten zwischen 11:00 und 15:00 Uhr direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Auch in Botswana, Eswatini, Lesotho, dem südlichen Mosambik, dem südlichen Namibia werden Höchsttemperaturen von etwa 35-43 °C erwartet. Botswana, Eswatini, Namibia und Mosambik (für Gaza, Ihambene und Maputo) haben Hitzewarnungen herausgegeben.

Zum Abschluss des zweiwöchigen Isibaya-Treffens in Eswatini ernannte König Mswati III. Russell Mmemo Dlamini zum neuen Premierminister der letzten absoluten Monarchie in Afrika.

In dem Königreich Eswatini, werden am Freitag Parlamentswahlen abgehalten, zu denen politische Parteien nicht antreten dürfen. Etwa 585.000 registrierte Wähler sind aufgerufen, 59 Mitglieder des Unterhauses zu wählen, das nur eine beratende Funktion für den Monarchen hat. König Mswati III. der gegen jedes Gesetz ein Veto einlegen kann, wird 10 weitere Abgeordnete direkt ernennen. Die Verfassung betont die „individuellen Verdienste“ als Grundlage für die Auswahl der Gesetzgeber, die keiner politischen Gruppe angehören dürfen. Mswati, 55, bestieg den Thron im Alter von 18 Jahren und regiert seit 37 Jahren mit eiserner Faust. Anlässlich des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit änderte er 2018 den Namen des Landes in Eswatini, was so viel wie Land der Swasi bedeutet. Der König steht laut Verfassung über dem Gesetz.

Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen besucht diese Woche das Königreich Eswatini – den letzten afrikanischen Verbündeten der Insel. Das Königreich Eswatini und die Republik Taiwan unterhalten seit 1968 diplomatische Beziehungen. Percy Simelane, Sprecher des Königs von Eswatini, Mswati III., erklärte, dass Tsai an den Feierlichkeiten anlässlich der 55-jährigen Unabhängigkeit (6. September) des Landes von Großbritannien teilnehmen werde. Weiter sagte er: „Taiwan ist für Eswatini von strategischer Bedeutung, was die offizielle Entwicklungshilfe angeht … viele Studenten studieren in Taiwan und Taiwan hilft dem verarmten Land in den Bereichen Gesundheit, Infrastruktur und Landwirtschaft.“ Es werden keine Maßnahmen von China erwartet. Aktuell pflegen folgende Länder offizielle diplomatische Beziehungen zu Taiwan: Vatikanstadt (seit 1942), Haiti (1956, Paraguay (1957), Guatemala (1960), Eswatini (1968), Tuvalu (1979), St. Vincent und die Grenadinen (1981), St. Kitts und Nevis (1983), Belize (1989), Marshallinseln (1998), Palau (1999), Nauru (1980–2002, 2005), St. Lucia (1984–1997, 2007).

Die Afrikanische Entwicklungsbank  (AfDB), gemeinsam mit der Eswatini Water and Agriculture Development Enterprise, plant eine neue Stadt, „Eswatini New Eco-Green City Masterplan“, in der Region Shiselweni. Die Region ist am stärksten von Armut betroffen. Sie eignet sich jedoch aufgrund ihrer reichen Böden hervorragend für die Landwirtschaft, obwohl es die trockenste Region des Landes ist; jährliche Niederschlagsmenge 500 mm. Der Mkhondvo-Ngwavuma Water Augmentation Project (MNWAP) Plan sieht eine Diversifizierung der Landwirtschaft (Gartenbau, Baumwolle, Trockenbohnen, Ölpflanzen) vor, die die Verarbeitung von Agrarprodukten ermöglicht und neue Industrien und Arbeitskräfte anzieht. Der Bau von drei Dämmen ist geplant. Das Projekt soll etwa 100.000 Arbeitsplätze schaffen. Eine Schwierigkeit wird darin bestehen, den durch das Wachstum des agroindustriellen Komplexes ausgelösten Zustrom von Arbeitskräften zu bewältigen; deshalb der Plan, eine Ökostadt zu errichten.

Die vor kurzem gegründete Fluggesellschaft Eswatini Air hat Kapstadt in die Liste ihrer südafrikanischen Ziele aufgenommen und bietet drei Flüge pro Woche an. In diesem Jahr flog sie bereits Johannesburg und Durban an. Eswatini Air fliegt vom King Mswati III International Airport.

Das kleine Königreich im südlichen Afrika ist das einzige Land des Kontinents, das formelle Beziehungen zu Taiwan unterhält. Premierminister Cleopas Dlamini sagte in Taipeh, dass sein Land weiterhin zu Taiwan halte und sich gegen „jede Art von Mobbing oder Aggression“ gegen Taiwan wende. Die Taiwanesen hätten das Recht auf eine Regierung, die sie frei gewählt hätten, beteuerte er bei einem Treffen mit Präsidentin Tsai Ing-wen. Auch dankte er für die jahrzehntelange Unterstützung von Eswatini. Im September wollen die beiden Länder 55 Jahre diplomatische Beziehungen feiern. Eswatini ist eines von nur 14 Ländern weltweit, die diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhalten – das Land, das China als abtrünnige Provinz betrachtet.

In Eswatini liefert der Maguga-Staudamm bisher 20 MW an Wasserkraft; er wird auch zur Bewässerung genutzt. Auf südafrikanischer Seite dient der Driekoppies-Damm Bewässerungsprojekten in Mpumalanga. Beide Regierungen planen nun den Bau weiterer Staudämme im Komati-Flussbecken. Der ca. 450 km lange Komati entspringt in den nördlichen Drakensbergen in einer Höhe von 1832 Metern; er fließt durch Südafrika, Eswatini und Mosambik, wo er in der Maputo-Bucht in den Indischen Ozean mündet. Im Flachland seines Unterlaufes auf mosambikanischem Gebiet liegen bei Xinavane und Manhiça große Zuckerrohrplantagen.

Nur wenige Tage nach der brutalen Ermordung eines führenden Menschenrechtsanwalts und Oppositionspolitikers hat der russische Spitzendiplomat am Dienstag Eswatini eine Sicherheitsausbildung zugesagt: „Russland ist bereit, Eswatini bei der Ausbildung von Sicherheitspersonal, der Verbesserung der Nahrungsmittelproduktion und auch bei anderen Fragen der gegenseitigen Zusammenarbeit zu unterstützen“; weiter führte er aus, dass 50 eswatinische Sicherheitskräfte an russischen Verteidigungsuniversitäten studieren.

Thulani Maseko ist vor seinem Haus in eSwatini erschossen worden. Maseko war Vorsitzender des Multi-Stakeholder-Forums, eines Zusammenschlusses von politischen Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen, der sich für demokratische Reformen einsetzt. Im Jahr 2018 verklagte Maseko den swasiländischen König Mswati III. wegen der Änderung des Landesnamens. Im Jahr 2014 wurde Maseko zusammen mit dem Herausgeber des Nachrichtenmagazins The Nation, Bheki Makhubu, wegen Missachtung des Gerichts in Bezug auf regierungs- und justizkritische Artikel zu zwei Jahren Haft verurteilt

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