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Weil anti-retrovirale Medizin nicht auf leerem Magen wirkt und manche Kranke nichts anderes haben, müssen sie mit Wasser gemischten Dung essen. Die Katholischen Bischöfe im benachbarten Südafrika haben jetzt Alarm geschlagen wegen dem degradierenden Elend der Menschen, der schlechten Regierungsführung, Korruption und Unterdrückung jeglicher Meinungsäußerung. Sie haben die Regierung von König Mswati III. aufgefordert, radikale Reformen durchzuführen, um menschenwürdige Lebensbedingungen zu schaffen.

Der Plan der EU, den Zuckerpreis um 37% zu verringern, sind für die Zuckerrohrbauern und für Wirtschaft des Landes existenzbedrohend. Swaziland exportiert Zucker für 637 Mio. Euro jährlich.

König Mswati III., der letzte absolute Monarch Afrikas, hat bereits 14 Frauen. Jetzt hat er sich anlässlich seines Geburtstages die 18-jährige Sindiswa Dlamini, Schulabsolventin und Gewinnerin eines lokalen Schönheitswettbewerbs, dazu genommen. Mswati regiert seit 1986 und lebt mit seinem Hofstaat in Prunk, während sein 1,2 Mio. Volk unter bitterer Armut und einer hohen HIV-Rate leidet.

In einem der ärmsten Länder Afrikas, in dem 70% mit weniger als US$ 0,60 überleben müssen, haben die Mütter eine Korbmacher Kooperative gegründet, die inzwischen Produkte nach Übersee exportiert. Jede der 800 Mitglieder unterstützt mindesten acht Angehörige. Hauptziele sind die Schulbildung ihrer Kinder und sauberes Wasser.

König Mswati III. hat sich mit der 21-jährigen Noliqwa Ntentesa verheiratet. Sie wird seine elfte offizielle Frau.

Beide Parlamentskammern haben eine neue Verfassung gebilligt, die dem König eine fast absolute Gewalt gibt und ihn gerichtlich nicht belangbar macht. Menschenrechtsorganisationen kritisierten, dass politische Parteien zwar zugelassen sind, aber nicht die Macht übernehmen können.

Gewerkschaften und verbotene Parteien protestieren wütend gegen die anstehenden Wahlen, die ein Hohn auf Demokratie darstellten. Sie seien nur eine Bestätigung von Leuten, die dem König hörig sind. Mswati III, der seit 1982 zusammen mit seiner Mutter das kleine Land regiert, wurde vom „Forbes“ Magazin unter den 15 reichsten Königlichen Hoheiten genannt, während sein Volk in bitterster Armut lebt.

Die anglikanische Kirche im südlichen Afrika hat am Wochenende in Manzini die erste Frau als Bischöfin geweiht. Ellinah Wamukoya war früher Bürgermeisterin der Stadt. Sie hat ausgezeichnete Führungsqualitäten, ist eine überzeugende Predigerin und beliebt wegen ihrer Sorge und Empathie. Nächstes Jahr soll auch eine weiße Südafrikanerin ins Bischofsamt eingeführt werden. Die zurzeit tagende Herbstsynode der anglikanischen Kirche wird über die allgemeine Zulassung von Frauen zum Bischofsamt abstimmen. Weibliche anglikanische Bischöfe gibt es schon in den USA, Canada, Cuba, Australien und Neuseeland.

Während die Pläne für das Krönungsjubiläum ihres Königs laufen, legten etwa 10,000 Angestellte des öffentlichen Dienstes die Hauptstadt Mbabane lahm. Sie protestierten gegen die Einfrierung ihrer Gehälter und verlangten den Rücktritt der Regierung. Das kleine Land ist von Armut und Krankheit geplagt; 70% der Bevölkerung müssen mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. König Mwsati III. und seinen 14 Gattinnen jedoch sagt man einen aufwendigen Lebensstil nach.

Die Bürger des Landes durften nur einen Teil der Abgeordneten wählen. Den Rest setzte König Mswati III. nach seinem Gutdünken ein. Kritiker werden immer ungehaltener über das „intolerante und arrogante Regime“.

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