Schlagwort: Eswatini

Sollte Swasiland einen totalen wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch erleiden, wird nach Experten Aussagen, Südafrika die Folgen spüren. Nicht nur ginge ein Export Markt verloren, auch würde eine Flut von Flüchtlingen die Kapazität von sozialen Dienstleistungen in den umliegenden Provinzen Südafrikas übersteigen und zu neuen Ausbrüchen von Fremdenhass führen.

Trotz mancher Einsparungen geht Swasiland das Geld aus, um seine Beamten zu bezahlen. Südafrika wünscht einen stabilen Kontinent und würde helfen, zögert aber mit Zahlungen, solange der absolute Monarch seinen verschwenderischen Lebensstil weiter verfolgt und jede Demokratie Bewegung zerschlägt.

Die Polizei ist mit Tränengas und Wasserwerfern unaufhörlich im Einsatz, um Proteste von Studenten, Beamten und anderen Gruppen zu zerschlagen, die das kleine Königreich fast zum Stillstand bringen. Nun hat die staatliche Tageszeitung zwei leitende Redakteure wegen kritischer Berichterstattung suspendiert. Vor kurzem ist eine Königin, LaGija, die sechste Frau von König Mwsati III., nach Südafrika geflohen, weil sie sich nach der Trennung nicht mehr sicher fühlte. Von den 13 Ehefrauen des Herrschers haben inzwischen drei ihn verlassen.

Der Internationale Flughafen unweit von Mbabane ist betriebsfähig, wird aber kaum angeflogen. Nach zwölf verpassten Fristen kommt er zu spät – er sollte zur WM in 2010 fertig gewesen sein – und bietet keine weiteren Verbindungen. Wenn Swasiland keine eigene Airline aufstellen kann, bleibt das Mrd. Projekt reserviert für den Privatjet des Königs. Der Flughafen war ja anfänglich ein Prestige- Projekt von König Mswati III.

Weil anti-retrovirale Medizin nicht auf leerem Magen wirkt und manche Kranke nichts anderes haben, müssen sie mit Wasser gemischten Dung essen. Die Katholischen Bischöfe im benachbarten Südafrika haben jetzt Alarm geschlagen wegen dem degradierenden Elend der Menschen, der schlechten Regierungsführung, Korruption und Unterdrückung jeglicher Meinungsäußerung. Sie haben die Regierung von König Mswati III. aufgefordert, radikale Reformen durchzuführen, um menschenwürdige Lebensbedingungen zu schaffen.

Der Plan der EU, den Zuckerpreis um 37% zu verringern, sind für die Zuckerrohrbauern und für Wirtschaft des Landes existenzbedrohend. Swaziland exportiert Zucker für 637 Mio. Euro jährlich.

König Mswati III., der letzte absolute Monarch Afrikas, hat bereits 14 Frauen. Jetzt hat er sich anlässlich seines Geburtstages die 18-jährige Sindiswa Dlamini, Schulabsolventin und Gewinnerin eines lokalen Schönheitswettbewerbs, dazu genommen. Mswati regiert seit 1986 und lebt mit seinem Hofstaat in Prunk, während sein 1,2 Mio. Volk unter bitterer Armut und einer hohen HIV-Rate leidet.

In einem der ärmsten Länder Afrikas, in dem 70% mit weniger als US$ 0,60 überleben müssen, haben die Mütter eine Korbmacher Kooperative gegründet, die inzwischen Produkte nach Übersee exportiert. Jede der 800 Mitglieder unterstützt mindesten acht Angehörige. Hauptziele sind die Schulbildung ihrer Kinder und sauberes Wasser.

König Mswati III. hat sich mit der 21-jährigen Noliqwa Ntentesa verheiratet. Sie wird seine elfte offizielle Frau.

Beide Parlamentskammern haben eine neue Verfassung gebilligt, die dem König eine fast absolute Gewalt gibt und ihn gerichtlich nicht belangbar macht. Menschenrechtsorganisationen kritisierten, dass politische Parteien zwar zugelassen sind, aber nicht die Macht übernehmen können.

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