Weil das Geld ausging, haben zahlreiche Schulen in Swasiland ihre Türen nicht für den Beginn des letzten Jahresdrittels geöffnet. Demonstrierende Lehrer warnen vor unabsehbaren Folgen, wenn Eltern und Schüler in den Protest hineingezogen werden.
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Weil das Geld ausging, haben zahlreiche Schulen in Swasiland ihre Türen nicht für den Beginn des letzten Jahresdrittels geöffnet. Demonstrierende Lehrer warnen vor unabsehbaren Folgen, wenn Eltern und Schüler in den Protest hineingezogen werden.
US-Baumwollsubventionen und die neue EU-Zuckerordnung haben zu einem Preisverfall der wichtigsten Exportprodukte Swazilands geführt. Bauern stellen sich auf Cannabis um, das auf dem Weltmarkt einen Umsatz von 142 Milliarden Dollar erreicht. Cannabis wird traditionell nicht nur als Droge, sondern auch zur Herstellung von Treibstoff, Textilien und Ölen benutzt.
Wenn am 12. April die Massenproteste im totalitären Königreich stattfinden, will die mächtige südafrikanische Gewerkschaft COSATU sich solidarisch zeigen und in Scharen zur gemeinsamen Grenze marschieren, um die Bürger in ihrem Kampf um Freiheit und Demokratie zu unterstützen. Bisherige Proteste gegen das Regime von König Mswati III. wurden schnell erstickt. Jetzt muss die Swasi Polizei gleichzeitig die Ansammlung in den Städten und an der Grenze kontrollieren.
Die Polizei ging am 12. April mit Tränengas, Wasserwerfern, Gummigeschossen und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor, um den lange angekündigten aber dann verbotenen Marsch durch Manzini zu stoppen. Der Busverkehr wurde lahmgelegt und etwa 100 Personen verhaftet. Nach zwei Tagen wurden die Proteste abgebrochen, aber manche Aktivisten drängen auf weitere Kundgebungen, um den Rücktritt der Regierung, die Wiederzulassung der Parteien und ein menschenwürdiges Leben für alle zu erreichen.
Die Entrüstung der Nachbarn von Swasiland über den totalitären König Mwsati III wächst ständig. Gewerkschaften und politische Parteien sind im Königreich illegal. Die Menschenrechtslage verschlechtert sich, und Macht und Wohlstand sind in den Händen von Wenigen. Die Situation sei „schlimmer als in Simbabwe“. Unterstützt vom ANC und einigen Kirchen will die einflussreiche südafrikanische Gewerkschaft COSATU das Swasi Regime denunzieren und isolieren.
Ex-Minister und pensionierter Geschäftsmann Sipho Mambo hat vor einigen Jahren die Kambhoko Grundschule für Aidswaisen und traumatisierte Kinder errichtet. Es gibt kein Schulgeld aber zwei Mahlzeiten am Tag. WFP hilf mit Materialien, Großmütter bereiten das Essen. Aus unterernährten, gestörten Kindern sind frohe Menschen geworden. Die Schule gab und gibt neue Chancen und neue Hoffnung.
Der Aufruf zu internationalem Boykott gegen König Mswati III, der in Luxus lebt während sein Volk hungert, brachte wenig Erfolg. Mswati erschien unter den gekrönten Häuptern beim Jubiläumsdiner von Königin Elizabeth in Schloss Windsor, sehr zum Ärger von Exil-Swasi und Menschenrechtlern. Auch das Kulturfest in Mbabane war, trotz mancher Absagen, ein Erfolg. Die Swasi sind für von außen aufgedrängte Ratschläge nicht sehr empfänglich und sehen ihre Identität in dem traditionellen Führer.
Der Bischof von Manzini kritisiert das neue Anti-Terrorismus Gesetz, das die Verfolgung aller vorsieht, die den Staat destabilisieren. Dieser Begriff sei zu vage und gebe der Regierung die Möglichkeit, willkürlich in die Rechte und Freiheit der Bürger einzugreifen.
Der Herausgeber einer Zeitschrift und sein Anwalt, Makhubu und Maseko, sind schon 119 Tage in Haft und wurden einem unfairen Gerichtsverfahren unterworfen. Die Anklagen entstanden wegen zwei Artikeln, die im Februar in dem Magazin „The Nation“ erschienen. Amnesty International bezeichnet beide als politische Gefangene und fordert ihre sofortige Freilassung. Ihr einziges Vergehen: sie haben von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht.
Gegen den Protest der Opposition hat die Regierung Südafrikas dem zahlungsunfähigen Land Kredite in Höhe von 335 Millionen Dollar gewährt unter der Bedingung, dass wirtschaftliche und politische Reformen in Gang gesetzt werden. Swaziland ist das letzte absolutistisch geführte Königreich in Afrika. König Mswati III wird ein luxuriöser Lebensstil vorgeworfen, während sein Volk im Elend lebt.