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Burkina Faso – Es gab heiße Debatten, als bekannt wurde, dass Parlamentarier $3000 verdienen, während das Durchschnittseinkommen im Land $150 beträgt. Nachdem die Bürger letztes Jahr mit vereinten Kräften den langjährigen Präsidenten Campaoré aus dem Amt zwangen, fühlen sie sich jetzt stark genug, ein gerechteres System zu schaffen. Die Übergangsregierung unter General Zida soll Ende des Jahres durch eine freigewählte zivile Regierung abgelöst werden.

Burkina Faso – Zwei Wochen nach dem Sturz von Staatschef Compaoré wurde der Diplomat Michel Kafando, früher Außenminister und UNO-Botschafter, als Übergangspräsident bestimmt. Er ist ein „Konsenskandidat“ von Militär und Zivilgesellschaft. Bis zu den ordentlichen Wahlen im November 2015 soll er die Geschicke des Landes leiten. Vertreter der kath. Kirche waren an den Diskussionen beteiligt. Auch haben die Führer beider Gruppen eine Übergangscharta unterzeichnet, die als vorläufige Verfassung dienen soll. Kafando will sein Amt mit „Ehrfurcht vor der Verantwortung“ annehmen.

Burkina Faso – Es sollte eine zivile Übergangsregierung sein, aber die Spitzenpositionen sind vom Militär besetzt. Oberstleutnant Zida wird Premier und Verteidigungsminister. Weitere vier Posten sind in militärischen Händen. Präsident Kafanda, dem erfahrenen Diplomaten, steht ein schweres Jahr bevor, das Land zu ordnen, zu leiten und für November 2015 Neuwahlen zu organisieren.

Ein Streikaufruf der Gewerkschaften und anderer Organisationen gegen die steigenden Lebensmittelpreise wurde von großen Teilen der Bevölkerung befolgt.

4.000 Menschen sind an Meningitis erkrankt, über 440 sind bereits daran gestorben.

Bei Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskostenwurden letzte Woche über 200 Personen in mehreren Städten festgenommen. 100 müssen sich vor Gericht wegen Zerstörung öffentlicher Einrichtungen vor Gericht verantworten.

40 Millionen Dollar will die Afrikanische Entwicklungsbank leihen, um die ländliche Elektrifizierung voranzutreiben und die bestehenden Dienste zu erweitern. 800,000 Menschen in 140,000 Haushalten sollen davon profitieren. Auch soll durch das Projekt die Leistungsfähigkeit von Wasserversorgung, Gesundheit, Bildung und Kommunikation gesteigert werden.

Burkina Faso ist das fünfte Land in Afrika, das von der Vogelgrippe betroffen ist. Ein italienisches Labor hatte das H5N1 Virus in toten Vögeln in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou gefunden. Bisher starben weltweit 100 Menschen an der Krankheit.

Zur Gedächnisfeier für Thomas Sankara, der vor 20 Jahren während des Staatsstreichs des jetzigen Präsident Camporé ermordet wurde, kam auch Sankaras Ehefrau aus dem Exil in Frankreich. Auf einem Kongress beschuldigten Anhänger Sankaras die französische Regierung der Mittäterschaft .

Die Bischofskonferenz hat stetige Verbesserungen im Dialog mit den Moslems des Landes begrüßt. Der interreligiöse Dialog sei von großer Bedeutung für Burkina Faso, erklären die Bischöfe auf ihrer Homepage. Die wechselseitigen Besuche bei christlichen und muslimischen Festen seien ein sichtbares Zeichen für den lebendigen Dialog in den Diözesen.

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