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Burkina Faso – Ein Stück Land so groß wie Luxemburg haben Bauern von Burkina Faso von Wüste und Gestrüpp in Ackerland verwandelt. Barrieren von Steinen sorgten für ein nur langsames Ablaufen des Regenwassers, was die Wiederbegrünung ermöglichte. Wurzelstöcke grünen, und die Vegetation dichtet sich. Das „Farmer-Managed Natural Regeneration“ Programm wird in andern Sahel Ländern mit einigem Erfolg angewandt.

Burkina Faso – Es gab heiße Debatten, als bekannt wurde, dass Parlamentarier $3000 verdienen, während das Durchschnittseinkommen im Land $150 beträgt. Nachdem die Bürger letztes Jahr mit vereinten Kräften den langjährigen Präsidenten Campaoré aus dem Amt zwangen, fühlen sie sich jetzt stark genug, ein gerechteres System zu schaffen. Die Übergangsregierung unter General Zida soll Ende des Jahres durch eine freigewählte zivile Regierung abgelöst werden.

Burkina Faso – Es sollte eine zivile Übergangsregierung sein, aber die Spitzenpositionen sind vom Militär besetzt. Oberstleutnant Zida wird Premier und Verteidigungsminister. Weitere vier Posten sind in militärischen Händen. Präsident Kafanda, dem erfahrenen Diplomaten, steht ein schweres Jahr bevor, das Land zu ordnen, zu leiten und für November 2015 Neuwahlen zu organisieren.

Burkina Faso – Zwei Wochen nach dem Sturz von Staatschef Compaoré wurde der Diplomat Michel Kafando, früher Außenminister und UNO-Botschafter, als Übergangspräsident bestimmt. Er ist ein „Konsenskandidat“ von Militär und Zivilgesellschaft. Bis zu den ordentlichen Wahlen im November 2015 soll er die Geschicke des Landes leiten. Vertreter der kath. Kirche waren an den Diskussionen beteiligt. Auch haben die Führer beider Gruppen eine Übergangscharta unterzeichnet, die als vorläufige Verfassung dienen soll. Kafando will sein Amt mit „Ehrfurcht vor der Verantwortung“ annehmen.

Statt regulärer Regenzeiten wechseln sich katastrophenartige Regenfälle mit heftigen Dürreperioden ab. Seit Mitte September hat es so gut wie gar nicht mehr geregnet hat; dadurch kann die Ernte nicht reifen, und Lebensmittel-Engpässe drohen. Das Welternährungsprogramm hat in fünf Regionen des Landes fortgeschrittene Unterernährung bei Kindern, Schwangeren und jungen Müttern festgestellt.

Nach dem landesweiten Schock über den Tod eines 7-jährigen Mädchens nach einer Beschneidungszeremonie hat die Polizei mehrere Frauen verhaftet, die Genitalverstümmelungen vorgenommen haben.

Da weltweit immer noch 215 Mio. Kinder arbeiten gehen müssen, um überleben zu können, verlangt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ein stärkeres Engagement gegen diese Ausbeutung. Die schlimmsten Formen sind: kriegerische Aktionen, Sklaverei und Sexhandel. In Afrika ist Burkina Faso mit über 500,000 Kinderarbeitern am meisten betroffen, wo viele Kinder in Goldminen schuften und leiden. Projekte von UNICEF und Terre des Hommes schaffen Abhilfe aber erreichen noch zu wenige Kinder.

Weil der langjährige Präsident Blaise Compaoré durch seine Misswirtschaft die Welle der Gewalt verursacht haben soll, die das Land über Wochen plagte, soll er gehen. Zivilisten und Militär gingen in dem meist friedlichen Land auf die Straße, um sich über die hohen Lebensmittel – und Treibstoffkosten zu beschweren. Letztere Gruppe war besonders verärgert, als Compaoré das Amt des Verteidigungsministers übernahm.

Drei Präsidentschaftskandidaten für die Wahlen am 13. November haben Klage gegen die Kandidatur des Amtsinhabers Blaise Campaoré vor Gericht eingereicht. Nach den Klägern erlaubt die Verfassung nur zwei Amtsperioden von fünf Jahren, was den seit 1991 regierenden Präsidenten disqualifiziere.

Die gen-veränderte BT Baumwolle, die die US-Firma Monsanto seit Jahren aggressiv auch in Afrika vermarktet, hat in kurzer Zeit die Resistenz gegen Schädlinge verloren. Studien haben gezeigt, dass die GV- Pflanze die Bodenfruchtbarkeit zerstört. Eine neue Variante Bollgard II ist 135 Mal so teuer wie konventionelle Baumwollsamen.

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