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Burkina Faso – Ein junger afrikanischer Ingenieur hat bei seiner Arbeit an der Hochschule in Lyon eine Mückenschutzseife erfunden, um Malaria zu bekämpfen. Kokosnussöl und Sheabutter bilden die Fettbasis und ein Cocktail von ätherischen Ölen das Moskito-Repellent. Seife wurde gewählt, weil das Produkt in 95% aller afrikanischen Haushalte zu finden ist, für Körperpflege und zum Wäschewaschen. Nach Benutzung werden Moskitos mindestens sechs Stunden ferngehalten. Herumstehendes Seifenwasser reduziert auch die Mückenlarven. Inzwischen produziert die Firma Faso Soap in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou. Eine zurzeit laufende Kampagne „100.000 Leben“ will bis 2018 100.000 Leben vor Malaria gerettet haben.

Burkina Faso – Burkina Faso wird nicht weiter die genmanipulierte BT Baumwolle der US-Firma Monsanto anbauen. Das Versprechen des Konzerns, dass die hohe Qualität der traditionellen Baumwolle nicht beeinträchtigt wird, hat sich nicht erfüllt. Durch das Einführen eines insektenresistenten Gens hat die langfaserige Baumwollsorte, ihren Marktvorteil verloren. Die Burkiner wollen wieder Meister ihres Samens sein. Der Saatguthersteller Monsanto gerät auch anderswo in Schwierigkeiten.

Burkina Faso – Zwei Tage nach dem Terroranschlag auf ein Luxushotel und ein Restaurant in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou mit 29 Todesopfern und 70 Verletzten trafen sich die Premierminister von Burkina Faso und Mali, um eine enge Zusammenarbeit der beiden Nachbarländer gegen den wachsenden Terror zu planen. Erst im November erlitt Malis Hauptstadt Bamako einen ähnlichen Überfall mit 22 Opfern. In beiden Ländern gab es viele westliche Opfer, in beiden übernahmen AQMI (Al-Qaida im Islamischen Maghreb) und Mourabitoun die Verantwortung. Ihr Ziel scheint die Destabilisierung der Länder zu sein.

Burkina Faso – Ex-Premier Kabore gewann die Präsidentenwahl, die mit Ruhe und Gelassenheit verlief, und wurde offiziell zum Sieger erklärt. Endlich hat das Land einen Präsidenten, der vom Volk gewählt ist und nicht durch einen Putsch an die Macht kam.

Burkina Faso – Gestern haben 5,5 Mio. Burkiner über ein neues Oberhaupt abgestimmt. Nachdem letztes Jahr ein Volksaufstand den Langzeitherrscher Campaoré fast gewaltlos entmachtet hatte und es vor zwei Monaten noch einen vereitelten Putsch gab, waren die Sicherheitsmaßnahmen enorm. Die Wahl verlief friedlich. Ergebnisse werden im Lauf der Woche erwartet. Seit seiner Unabhängigkeit in 1960 hat Burkina Faso sieben Militärputsche erlebt. Jetzt gilt das Land als „Demokratie-Hoffnung“ in Afrika.

Burkina Faso – Nachdem die Armee eine von Aufständigen gehaltene Kaserne eingenommen hatte, ist der Anführer des kurzen Putschs, Gilbert Diendéré, in die vatikanische Nuntiatur in Ouagadougou geflüchtet. Von dort führt er Verhandlungen. Seine Anhänger in der Präsidentengarde ruft er auf, ihre Waffen niederzulegen. Er selbst ist bereit, sich den Autoritäten zu stellen. Die wieder installierte Übergangsregierung ruft zu Toleranz auf allen Seiten auf.

Burkina Faso – Tagelang verhandelten Putschisten und ECOWAS Vertreter. Mit garantierter Straffreiheit, einer Verschiebung der Wahl um einen Monat und Teilnahme von Compaorés Anhängern, will sich der Putschisten-Führer Diendéré zurückziehen und den Interim-Präsidenten Kafando weiter regieren lassen. Auch die Präsidentengarde und Armee sollen sich von der Hauptstadt Ouagadougou fernhalten. Die Nachbar-Präsidenten wollen heute Zeugen der Realisierung sein.

Burkina Faso – Präsident Kafando und Regierungschef Zida sind in Haft; sie wurden von Soldaten der Präsidentengarde im Parlamentsgebäude als Geiseln genommen. Nach den Wahlen am 11. Oktober sollten sie der neuen Regierung die Geschäfte übergeben. Ein enger Verbündeter des vor einem Jahr gestürzten Präsidenten Blaise Compaoré wurde im Fernsehen als der neue Führer des Landes genannt. Grund für den Putsch: der Wahlausschluss von Kandidaten der früheren Regierungspartei und die Loyalität der Präsidentengarde zu Compaoré.

Burkina Faso – Um einen jahrelangen Grenzstreit zwischen Burkina Faso und Niger zu beenden, haben die beiden Länder die vom IGH vorgeschlagene Lösung angenommen und wollen den Austausch bis 2016 durchführen: 14 Ortschaften gehen an Burkina Faso, vier an Niger. Nach Ende der französischen Kolonialzeit war die 1000 km Grenze nie richtig demarkiert. Die Bewohner der Gebiete haben fünf Jahre Zeit, sich für eine Nationalität zu entscheiden. Dann wird ein Zensus durchgeführt.

Burkina Faso – Ein Stück Land so groß wie Luxemburg haben Bauern von Burkina Faso von Wüste und Gestrüpp in Ackerland verwandelt. Barrieren von Steinen sorgten für ein nur langsames Ablaufen des Regenwassers, was die Wiederbegrünung ermöglichte. Wurzelstöcke grünen, und die Vegetation dichtet sich. Das „Farmer-Managed Natural Regeneration“ Programm wird in andern Sahel Ländern mit einigem Erfolg angewandt.

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