Schlagwort: Benin

Eine Woche nach dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen am 5. März hat die Wahlkommission des Landes erste Ergebnisse vorgelegt. Demnach liegt Yayi Boni, einstiger Chef der Westafrikanischen Entwicklungsbank, mit 31,95 % der Stimmen vorn, gefolgt von Exparlamentspräsident Adrien Houngbedji mit 25,21 % und Sozialdemokratenführer Bruno Amoussou mit 19,03 %. Die Stichwahl findet am 22. März statt.

Der Oberste Gerichtshof eine Verfassungsänderung, die das Mandat des Parlaments von vier auf fünf Jahre verlängert hätte, blockiert.

Ende Januar hören die Feierlichkeiten zu Ehren der Voodoo-Götter auf. Höhepunkt war am 10. Januar das Voodoo-Festival in Quida. Farbenfrohe Kleider, Tanz und Gesang sowie spirituelle Rituale gehören zum Voodoo-Kult. Für die Menschen in Benin ist Voodoo eine in der Verfassung anerkannte Religion, eine Lebensart, die ihnen Schutz und Freude gibt.

Die Flut, die Westafrika heimsucht, hat die Hälfte von Benin verwüstet. In vielen Dörfern steht das Wasser zwei Meter hoch ohne Anzeichen von Ablaufen. Häuser, Ernten und Viehbestand wurden weggespült. Die Bevölkerung muss mit allem versorgt und gegen Malaria und Cholera geschützt werden.

Weil sich die Parteien nicht auf ihre Vertreter in der Wahlkommission einigen konnten, hat die Regierung die auf den 17. Februar festgelegten Kommunalwahlen für zwei Monate verschoben.

Auf einem Friedhof nahe der Hauptstadt Porto-Novo wurden in einer Nacht über 100 Gräber geschändet, Leichen geköpft und Körperteile entwendet, möglicherweise um als Glücksbringer verkauft zu werden. Es besteht ein starker Verdacht, dass es sich um einen extremistischen Voodoo Brauch handelt. 40% der Bevölkerung sind Anhänger der öffentlich anerkannten Voodoo Religion, in der es aber solch ein Verbrechen noch nie gegeben hat.

Präsident Yayi Boni ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Rom eingetroffen und wird auch von Papst Benedikt XVI. empfangen.

Die für den 27 Februar geplante Präsidentschaftswahl soll nach zweimaligem Aufschub am 13. März abgehalten werden. Eine Million Wähler hatten sich noch nicht registriert.

Der chinesische Außenminister Li Zhaoxing ist auf einer Afrikareise in Benin angekommen. Mehrere Kooperationverträge sollen abgeschlossn werden. Die Reise führt ihn auch nach Äquatorial-Guinea, Guinea-Bissau, Tschad, der Zentralafrikanischen Republik, Eritrea and Botsuana.

Auf seiner 2. Afrikareise will Papst benedikt XVI das Schlussdokument der Afrika-Synode von 2009 unterzeichnen und veröffentlichen, das Programm für den zukünftigen Kurs der Kirche in Afrika sein soll. Neun Ansprachen in drei Sprachen an drei Tagen sind eine Herausforderung. In Ouidah, der früheren Sklavenhochburg, wird er mit den Gläubigen 150 Jahre Christianisierung feiern, sich mit Muslimen und Voodoo Anhängern treffen und zwei große Kirchenmänner ehren: den Kurienkardinal Bernadin Gantin und den früheren Erzbischof von Cotonou, Isidore de Souza, dem das stabile Land viel zu verdanken hat. Benin ist ein Beispiel für „einen gelungenen Beitrag der Kirche zu Demokratisierung und Frieden“.

Länder