Schlagwort: Benin

Papst Benedikt XVI. will vom 18. bis 20. November Benin besuchen. Anlass ist die Übergabe des Abschlussdokuments der Afrikanischen Bischofssynode vom Oktober 2009 an die Kirche Afrikas. Ein Besuch am Grab des früheren Kurienkardinals Bernard Gantin und ein Treffen mit Vertretern von Regierung, Gesellschaft und Kirche stehen auch auf dem Programm.

Auf einer Sitzung der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS übergab der ghanaische Präsident John Kufuor den Vorsitz an den Präsidenten des Benin, Mathieu Kerekou. Unter Kufuors Führung konnte die ECOWAS wesentlich dazu beitragen, die Bürgerkriege in Sierra Leone und Liberia zu beenden. Der ECOWAS gehören 15 Staaten mit einer Bevölkerung von 215 Millionen Menschen an.

Seit den Unruhen um Nahrungsmittelpreise in 2007-2008 wurden mehrere sub-Sahara Länder von Regierungen und Geldgebern gezwungen, mehr Reis anzubauen und zu konsumieren. Laut dem „AfricaRice“ Zentrum in Cotonou ist Reis bereits das drittwichtigste Grundnahrungsmittel in Afrika. Es gibt viel ungenutztes Potential: riesige Landstriche und kaum angezapfte Wasserreserven. Von den 130 Mio. ha Tiefland in sub-Sahara Afrika sind nur etwa 3,9 Mio. ha landwirtschaftlich genutzt.

Eine Woche nach dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen am 5. März hat die Wahlkommission des Landes erste Ergebnisse vorgelegt. Demnach liegt Yayi Boni, einstiger Chef der Westafrikanischen Entwicklungsbank, mit 31,95 % der Stimmen vorn, gefolgt von Exparlamentspräsident Adrien Houngbedji mit 25,21 % und Sozialdemokratenführer Bruno Amoussou mit 19,03 %. Die Stichwahl findet am 22. März statt.

Der Oberste Gerichtshof eine Verfassungsänderung, die das Mandat des Parlaments von vier auf fünf Jahre verlängert hätte, blockiert.

Ende Januar hören die Feierlichkeiten zu Ehren der Voodoo-Götter auf. Höhepunkt war am 10. Januar das Voodoo-Festival in Quida. Farbenfrohe Kleider, Tanz und Gesang sowie spirituelle Rituale gehören zum Voodoo-Kult. Für die Menschen in Benin ist Voodoo eine in der Verfassung anerkannte Religion, eine Lebensart, die ihnen Schutz und Freude gibt.

Die Flut, die Westafrika heimsucht, hat die Hälfte von Benin verwüstet. In vielen Dörfern steht das Wasser zwei Meter hoch ohne Anzeichen von Ablaufen. Häuser, Ernten und Viehbestand wurden weggespült. Die Bevölkerung muss mit allem versorgt und gegen Malaria und Cholera geschützt werden.

Weil sich die Parteien nicht auf ihre Vertreter in der Wahlkommission einigen konnten, hat die Regierung die auf den 17. Februar festgelegten Kommunalwahlen für zwei Monate verschoben.

Auf einem Friedhof nahe der Hauptstadt Porto-Novo wurden in einer Nacht über 100 Gräber geschändet, Leichen geköpft und Körperteile entwendet, möglicherweise um als Glücksbringer verkauft zu werden. Es besteht ein starker Verdacht, dass es sich um einen extremistischen Voodoo Brauch handelt. 40% der Bevölkerung sind Anhänger der öffentlich anerkannten Voodoo Religion, in der es aber solch ein Verbrechen noch nie gegeben hat.

Präsident Yayi Boni ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Rom eingetroffen und wird auch von Papst Benedikt XVI. empfangen.

Länder