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Zehn Tage vor den Parlamentswahlen wurde der Convoy von Präsident Yayi Boni auf einer Wahlkampftournee in der Nähe von Parakou beschossen. Er entkam unverletzt.

Präsident Thomas Boni Yayi hat die 26 Minister der neuen Regierung ernannt. Acht Minister stammen aus der vorherigen Regierung, nur drei sind Mitglieder politischer Parteien. Yayi versprach, Korruption zu bekämpfen und die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Oppositionsanhänger demonstrierten gegen unvollständige Wählerverzeichnisse und forderten den Rücktritt von Präsident Thomas Boni Yayi. Mehr als 1 Mio. Wähler seien nicht registriert. Die Polizei ging gegen sie mit Tränengas vor. Die Wahlen für den 27.Februar wurden verschoben.

Drei Vertraute von Präsident Boni Yayi, darunter seine Nichte, sind wegen Verschwörung und versuchten Mordes festgenommen worden. Für die Zahlung von 1,5 Mio. Euro sollen sie bereit gewesen sein, die Schmerztabletten des Präsidenten mit einem tödlichen Gift zu vertauschen. Yayi ist seit 2006 im Amt und wurde voriges Jahr wiedergewählt.

Bei dem Versuch, in der Ortschaft Porga in Nordbenin aus einem gestrandeten Tanklastwagen, Benzin abzuzapfen, kam es zu einer Explosion, die 54 Menschen tötete.

Papst Benedikt XVI. will vom 18. bis 20. November Benin besuchen. Anlass ist die Übergabe des Abschlussdokuments der Afrikanischen Bischofssynode vom Oktober 2009 an die Kirche Afrikas. Ein Besuch am Grab des früheren Kurienkardinals Bernard Gantin und ein Treffen mit Vertretern von Regierung, Gesellschaft und Kirche stehen auch auf dem Programm.

Auf einer Sitzung der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS übergab der ghanaische Präsident John Kufuor den Vorsitz an den Präsidenten des Benin, Mathieu Kerekou. Unter Kufuors Führung konnte die ECOWAS wesentlich dazu beitragen, die Bürgerkriege in Sierra Leone und Liberia zu beenden. Der ECOWAS gehören 15 Staaten mit einer Bevölkerung von 215 Millionen Menschen an.

Seit den Unruhen um Nahrungsmittelpreise in 2007-2008 wurden mehrere sub-Sahara Länder von Regierungen und Geldgebern gezwungen, mehr Reis anzubauen und zu konsumieren. Laut dem „AfricaRice“ Zentrum in Cotonou ist Reis bereits das drittwichtigste Grundnahrungsmittel in Afrika. Es gibt viel ungenutztes Potential: riesige Landstriche und kaum angezapfte Wasserreserven. Von den 130 Mio. ha Tiefland in sub-Sahara Afrika sind nur etwa 3,9 Mio. ha landwirtschaftlich genutzt.

Eine Woche nach dem ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen am 5. März hat die Wahlkommission des Landes erste Ergebnisse vorgelegt. Demnach liegt Yayi Boni, einstiger Chef der Westafrikanischen Entwicklungsbank, mit 31,95 % der Stimmen vorn, gefolgt von Exparlamentspräsident Adrien Houngbedji mit 25,21 % und Sozialdemokratenführer Bruno Amoussou mit 19,03 %. Die Stichwahl findet am 22. März statt.

Der Oberste Gerichtshof eine Verfassungsänderung, die das Mandat des Parlaments von vier auf fünf Jahre verlängert hätte, blockiert.

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