Schlagwort: Benin

Samuel Agossou fing an mit vier Kaninchen und dem Willen zum Erfolg. Inzwischen hat er seiner Familie ein Haus gebaut und beschäftigt ein Dutzend weitere Jugendliche. Letzte Woche wurde er bei der vom IFAD (International Fund for Agricultural Development) und der Regierung organisierten Ausstellung ausgezeichnet. Mit etwas Unterstützung von Regierungen würden mehr Jugendliche im ländlichen Afrika seinem Beispiel folgen und die Armut reduzieren helfen, meint der junge Mann.

Die Präsidentschaftwahlen, bei denen sich 26 Kandidaten um das Amt bewerben, verliefen friedlich. Präsident Mathieu Kerekou und sein politischer Gegner Nicephore Soglo, sind beide durch eine Altersbegrenzung von 70 Jahren in der Verfassung von einer Kandidatur ausgeschlossen. ECOWAS Wahlbeobachter erklärten die Wahlen für frei und transparent trotz einiger Zwischenfälle.

Nachdem der Amtsinhaber als Sieger aus den anscheinend friedlich verlaufenen Wahlen hervorging, behauptet die Opposition, dass sie Beweise für massiven Wahlbetrug hat. Benins Verfassungsgericht hat Untersuchungen angefangen. Man hofft, dass durch eine klare Entscheidung die Gemüter beruhigt werden und dass dem Land eine Situation wie in der Elfenbeinküste erspart bleibt.

Nach 30 Jahren ist es Bibelwissenschaftlern in Benin gelungen, in Gemeinschaftsarbeit die Heilige Schrift in die Landessprache Fon zu übersetzen. Fon ist die liturgische Sprache zweier wichtiger Diözesen. Obwohl es schon in 1680 eine Kirche in der Hafenstadt Ouidah gab, hat sich das Christentum erst vor 150 Jahren etabliert. Knapp zwei Mio. Menschen in Benin sprechen Fon, aber auch in Burkina Faso, Elfenbeinküste, Niger und Togo ist Fon eine bedeutende lingua franca. Damit die Gläubigen die Bibel auch lesen können, hat die Bibelallianz Alphabetisierungskurse eingerichtet. Das international bekannteste Wort der Fon Sprache ist vodun (Voodoo) – Geist oder Gottheit. Voodoo ist eine weitverbreitete Religion in Westafrika.

Zehn Tage vor den Parlamentswahlen wurde der Convoy von Präsident Yayi Boni auf einer Wahlkampftournee in der Nähe von Parakou beschossen. Er entkam unverletzt.

Präsident Thomas Boni Yayi hat die 26 Minister der neuen Regierung ernannt. Acht Minister stammen aus der vorherigen Regierung, nur drei sind Mitglieder politischer Parteien. Yayi versprach, Korruption zu bekämpfen und die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Oppositionsanhänger demonstrierten gegen unvollständige Wählerverzeichnisse und forderten den Rücktritt von Präsident Thomas Boni Yayi. Mehr als 1 Mio. Wähler seien nicht registriert. Die Polizei ging gegen sie mit Tränengas vor. Die Wahlen für den 27.Februar wurden verschoben.

Drei Vertraute von Präsident Boni Yayi, darunter seine Nichte, sind wegen Verschwörung und versuchten Mordes festgenommen worden. Für die Zahlung von 1,5 Mio. Euro sollen sie bereit gewesen sein, die Schmerztabletten des Präsidenten mit einem tödlichen Gift zu vertauschen. Yayi ist seit 2006 im Amt und wurde voriges Jahr wiedergewählt.

Bei dem Versuch, in der Ortschaft Porga in Nordbenin aus einem gestrandeten Tanklastwagen, Benzin abzuzapfen, kam es zu einer Explosion, die 54 Menschen tötete.

Papst Benedikt XVI. will vom 18. bis 20. November Benin besuchen. Anlass ist die Übergabe des Abschlussdokuments der Afrikanischen Bischofssynode vom Oktober 2009 an die Kirche Afrikas. Ein Besuch am Grab des früheren Kurienkardinals Bernard Gantin und ein Treffen mit Vertretern von Regierung, Gesellschaft und Kirche stehen auch auf dem Programm.

Länder