Schlagwort: Algerien

Papst Benedikt hat den algerischen Philosophen Mustapha Cherif, Professor an der Univefrsität von Algers im Vatikan empfangen. Cherif drückte seine Sorge aus, den Rat für interreligiösen Dialog und für Kultur zusammenzulegen, da die Bedeutung des Dialogs damit vermindert würde

Etwa 500 km östlich der Hauptstadt stürzte eine C-130 Hercules Maschine ab. An Bord waren Soldaten und ihre Familien. Rund 100 Menschen kamen ums Leben. Kurz vor der Landung soll das Flugzeug in schlechtes Wetter mit Sturmböen und dichtem Schneefall geraten sein.

Präsident Bouteflika hat ein neues Kabinett vorgestellt. Neuer Außenminister wird Mohammed Bedjaoui, der Vorsitzende des Verfassungsrats, neuer Finanzminister Mourad Medelci. Bouteflika will wirtschaftliche Reformen durchsetzen und hofft, dass Algerien in Juli der Welthandelsorganisation (WTO) beitreten kann.

Etwa 80% der Angestellten des öffentlichen Dienstes haben sich dem landesweiten Streik angeschlossen. Fachärzte streiken seit zwei Wochen und Studenten seit Februar. Die von Präsident Bouteflika angekündigten Reformen lassen zu lange auf sich warten. Inzwischen hat Algerien angesichts der Besorgnis erregenden Lage im Nachbarland Libyen die Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze verschärft und eine sofortige Einstellung der ausländischen Militärintervention gefordert,

Ahmed Ben Bella starb 95jährig in Algier. Er war eine Schlüsselfigur in der Geschichte seines Landes vom ersten Aufstand gegen Frankreich an. Sein bewegtes Leben kannte Haft, Triumpf und Exil. Seit 2007 war er Vorsitzender eines Weisenrats der AU, der sich um Beilegung bewaffneter Konflikte in Afrika müht.

Trotz einer Amnestie des Präsidenten, von der Hunderte von inhaftierten Terroristen profitiert haben, nimmt die Zahl der gewalttätigen Angriffe durch die Salafistischen Gruppen für Predigt und Kampf (GSPC) in Osten des Landes und in der Kabylei wieder zu.

Im Rahmen einer ‚Charta für Frieden und nationale Versöhnung‘ will Präsident Bouteflika etwa 2.000 Personen, die wegen Beteiligung an Massakern während des Bürgerkriegs inhaftiert sind, begnadigen. Andere können mit einer Reduzierung des Strafmaßes rechnen. Die Verantwortlichen für die Massaker bleiben in Haft.

Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Ahmed Ouyahia wurde sein Nachfolger Abdelaziz Belkhadem vereidigt. Er ist Chef der FNL-Partei und enger Vertrauter von Präsident Bouteflika. Ouyahia hatte sich einer Verfassungsänderung, die eine dritte Amtszeit des Präsidenten ermöglicht hätte, widersetzt.

Ein algerischer Arzt, der neugeborene Kinder lediger Mütter illegal wegnahm, um sie im französischen Saint-Etienne zu verkaufen, wurde zu 12 Jahren Haft verurteilt. Ein Notar erhielt 5 Jahre und sechs weitere Angeklagte in absentia 10 Jahre. Das kriminelle Netzwerk von 13 Personen hat jahrelang zusammen gearbeitet.

Präsident Abd al-Asis Bouteflika genehmigte ein entsprechendes Gesetz, das bei Verstößen Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren sowie Geldbußen bis zu 10.000 Euro. drohen Zudem ist es verboten, missionarische Schriften herzustellen, zu verteilen und zu lagern. Nach Meinung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte verletzt das Gesetz die UN-Menschenrechtsabkommen.

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