Schlagwort: Algerien

Vier Algerier wurden zu Haft – und Geldstrafen verurteilt, weil sie zum Christentum konvertierten. Zwei andere wurden wieder freigelassen, weil sie dem neuen Glauben abschworen. Die Verhaftung kam wegen des Besuchs eines „illegalen“ Gottesdienstes.

Bei zwei Bombenanschlägen in Algiers, in der Nähe des Sitz des Ministerpräsidenten und vor einer Polizeistation, wurden mindestens 33 Menschen getötet und 160 verwundet. Nach unbestätigten Angaben konnten zwei weitere Bomben entschärft werden. Die Gruppe Al-Kaida im Maghreb hat sich zu den Anschlägen bekannt.

15 Angeklagte im größten Korruptionsskandal, bei dem Hunderte Millionen Dollar der Khalifa Bank veruntreut wurden, erhielten bis zu 15 Jahren Gefängnis. Der Hauptangeklagte, Rafik Khalifa, der im Exil in London lebt, wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

Papst Benedikt hat den algerischen Philosophen Mustapha Cherif, Professor an der Univefrsität von Algers im Vatikan empfangen. Cherif drückte seine Sorge aus, den Rat für interreligiösen Dialog und für Kultur zusammenzulegen, da die Bedeutung des Dialogs damit vermindert würde

Etwa 500 km östlich der Hauptstadt stürzte eine C-130 Hercules Maschine ab. An Bord waren Soldaten und ihre Familien. Rund 100 Menschen kamen ums Leben. Kurz vor der Landung soll das Flugzeug in schlechtes Wetter mit Sturmböen und dichtem Schneefall geraten sein.

Präsident Bouteflika hat ein neues Kabinett vorgestellt. Neuer Außenminister wird Mohammed Bedjaoui, der Vorsitzende des Verfassungsrats, neuer Finanzminister Mourad Medelci. Bouteflika will wirtschaftliche Reformen durchsetzen und hofft, dass Algerien in Juli der Welthandelsorganisation (WTO) beitreten kann.

Etwa 80% der Angestellten des öffentlichen Dienstes haben sich dem landesweiten Streik angeschlossen. Fachärzte streiken seit zwei Wochen und Studenten seit Februar. Die von Präsident Bouteflika angekündigten Reformen lassen zu lange auf sich warten. Inzwischen hat Algerien angesichts der Besorgnis erregenden Lage im Nachbarland Libyen die Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze verschärft und eine sofortige Einstellung der ausländischen Militärintervention gefordert,

Ahmed Ben Bella starb 95jährig in Algier. Er war eine Schlüsselfigur in der Geschichte seines Landes vom ersten Aufstand gegen Frankreich an. Sein bewegtes Leben kannte Haft, Triumpf und Exil. Seit 2007 war er Vorsitzender eines Weisenrats der AU, der sich um Beilegung bewaffneter Konflikte in Afrika müht.

Trotz einer Amnestie des Präsidenten, von der Hunderte von inhaftierten Terroristen profitiert haben, nimmt die Zahl der gewalttätigen Angriffe durch die Salafistischen Gruppen für Predigt und Kampf (GSPC) in Osten des Landes und in der Kabylei wieder zu.

Im Rahmen einer ‚Charta für Frieden und nationale Versöhnung‘ will Präsident Bouteflika etwa 2.000 Personen, die wegen Beteiligung an Massakern während des Bürgerkriegs inhaftiert sind, begnadigen. Andere können mit einer Reduzierung des Strafmaßes rechnen. Die Verantwortlichen für die Massaker bleiben in Haft.

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