Schlagwort: Algerien

Zum ersten Mal seit dem Inkrafttreten eines neuen Dekrets, das die religiöse Praxis für nicht-muslimische Gemeinschaften regelt, ist ein Priester zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil er „eine religiöse Feier“ in einem dafür vom Staat „nicht anerkannten Ort“ zelebriert habe. Fr. Pierre Wallez war von kamerunischen Studenten gebeten worden, einen Gottesdienst zu feiern. Der Erzbischof von Algier, Henry Tessier, sagte in einem Interview, die neue Haltung der Regierung sei durch das aggressive Auftreten von evangelikalen Gruppen geprägt worden.

Aus Furcht vor möglichen Angriffen von Islamisten im Norden Malis hat Spanien seine Hilfskräfte aus Saharawi Flüchtlingslagern nahe Tindouf im westlichen Algerien zurückgezogen. Neben zwölf Spaniern wurden drei weitere Europäer ausgeflogen. Ausländer waren in den letzten Jahren bevorzugte Zielscheiben von Angriffen und Entführungen.

Eine neue radikal islamistische Gruppe ‚El-Kaida im Maghreb‘ soll hinter dem Angriff auf ein Armeelager in der Nähe von Batna stehen. Fünf Soldaten und zehn Angreifer kamen ums Leben.

Nach jahrelangen Zusammenstössen hat die algerische Regierung in einem Abkommen mit den Führern der Berber Bevölkerung den Forderungen nach Anerkennung der Tamazight Sprache und Kultur zugestimmt. Auch soll mehr in der Berberregion Kabylei investiert werden.

Im Vorfeld der Wahlen am 17. Mai hat die Organisation Al-Kaida im Maghreb zu einem Wahlboykott aufgerufen. Bei Bombenanschlägen und Kämpfen sind nach Medienberichten 18 Soldaten und 22 Guerillas umgekommen. Obwohl Algeriens Wirtschaft boomed, kommt wenig davon bei der Bevölkerung an.

In Gegenwart von Präsident Bouteflika und dem spanischen König Carlos und Königin Sofia wurden sechs Abkommen unterzeichnet, die eine engere Zusammenarbeit zwischen Spanien und Algerien in der Tourismusindustrie, dem Transportwesen und dem Umweltschutz im Mittelmeer fördern sollen.

Präsident Bouteflika will am 29. September ein Referendum durchführen über eine Amnestie für Terroristen durchführen. Vorgesehen ist auch, dass die Opfer entschädigt werden.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation in Algiers sind mindestens 20 Menschen, darunter 8 Polizisten umgekommen. 2007 haben 491 Personen ihr Leben durch politische Gewalttaten verloren.

Unweit der Grenze zu Niger wurden 13 Leichen gefunden. 33 Migranten von derselben Gruppe werden noch in dem Wüstengebiet vermisst, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Für sie ist ein Überleben in der Wüste eher unwahrscheinlich. Für lange Zeit war Algerien Transitland für Migranten, die von Mali, Niger und Tschad nach Europa wollten, aber da das Mittelmeer immer schärfer bewacht ist, bleiben viele gleich in Algerien und siedeln sich in Tamanrasset an, einer Oasenstadt, die am Trans-Sahara Highway liegt.

Nach Berichten des staatlichen Rundfunks ist der zweitranghöchste Anführer der Organisation Al-Kaida im Maghreb, Samir Mousaab, bei einem Gefecht mit Sicherheitskräften getötet worden.

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