Länder
Erster schwarzafrikanischer Künstler auf dem Hollywood Walk of Fame
Die Musikikone Angélique Kidjo hat ihren Platz in der Geschichte gefestigt: Sie ist die erste schwarzafrikanische Künstlerin, die mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet wurde. Die Sängerin aus Benin, ist für ihre elektrisierende Stimme und ihren genreübergreifenden Sound bekannt. Ihre Musik ist grenz- und kulturübergreifend und verbindet kraftvolle Rhythmen mit ebenso kraftvollen Botschaften. Kidjos Aufstieg zum Ruhm war nicht ohne Kampf. Geboren und aufgewachsen in Benin, ging sie 1983 nach Paris, um der politischen Unterdrückung durch das damalige kommunistische Regime zu entkommen.
Polizei schießt auf Demonstranten
Am 35. Jahrestag eines pro-demokratischen Aufstandes in Kenia wurden landesweit 11 Menschen bei Protesten gegen die Regierung getötet. Die Polizei feuerte mit scharfer Munition und Wasserwerfern auf Demonstranten in Nairobi, als Hunderte von Menschen in der Stadt demonstrierten, wobei einige von ihnen inmitten eines massiven Polizeiaufgebots in Trillerpfeifen bliesen. Die Menschen versammeln sich jedes Jahr am 7. Juli, um an das Datum im Jahr 1990 zu erinnern, als die Kenianer nach Jahren der autokratischen Herrschaft des damaligen Präsidenten Daniel Arap Moi die Rückkehr zur Mehrparteiendemokratie forderten. Der Protest - wegen des Datums Saba Saba, in Kisuaheli „sieben sieben“, hat sich zu einer breiteren Forderung nach dem Rücktritt von Präsident William Ruto entwickelt.
Grand-Ethiopian-Renaissance -Staudamm (GERD) fertiggestellt
GERD gilt mit 145 m Höhe und 1,8 km Länge als größtes Wasserkraftwerk Afrikas. Im Jahr 2011 wurde mit dem Bau begonnen. Ägypten hat den Damm als „existenzielle Bedrohung“ bezeichnet, da das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt fast vollständig auf den Nil angewiesen ist, um die Landwirtschaft und seine mehr als 100 Millionen Einwohner mit Wasser zu versorgen. Die jahrelangen Verhandlungen zwischen Äthiopien und Ägypten haben nicht zu einem Abkommen geführt, und es bleibt fraglich, wie viel Wasser Äthiopien im Falle einer Dürre flussabwärts ablassen wird. Die äthiopische Regierung argumentiert, die Talsperre sei unerlässlich für die Versorgungssicherheit des ganzen Landes. Die offizielle Einweihung soll im September stattfinden.
Regionalen Pakt für Sicherheit und Flüchtlingsschutz
In Lomé haben, Togo, Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire und Ghana offiziell eine gemeinsame Erklärung zur nationalen Sicherheit und zum Flüchtlingsschutz unterzeichnet. Der Flüchtlingsrat der Vereinten Nationen (UNHCR) hatte die Initiative gestartet. Es soll eine Antwort auf die wachsenden Herausforderungen sein, denen sich die einzelnen Staaten gegenübersehen. Seit der Verschlechterung der Sicherheitslage und der humanitären Situation in der Sahelzone haben diese Länder mit dem Zustrom von Flüchtlingen und der zunehmenden Gefahr einer Destabilisierung zu kämpfen. Ziel war es, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die nationalen Sicherheitserfordernisse mit dem Flüchtlingsschutz in Einklang zu bringen.
USA deportiert
Die USA haben 8 Personen nach einem Rechtsstreit, bei dem sie mehrere Wochen lang nach Dschibuti umgeleitet wurden, in den Südsudan abgeschoben. Sie waren unter anderem wegen Mordes, sexueller Nötigung und Raubüberfällen verurteilt worden waren, hatten ihre Haftstrafen entweder bereits abgesessen oder standen kurz vor dem Ende ihrer Haftzeit. Nur einer der 8 ist aus dem Südsudan. Die übrigen sind Staatsangehörige von Myanmar, Kuba, Vietnam, Laos und Mexiko. US-Beamte erklärten, die meisten ihrer Heimatländer hätten sich geweigert, sie aufzunehmen. Die Trump-Administration arbeitet daran, ihre Abschiebungen auf Drittländer auszuweiten. Ruanda hat Gespräche bestätigt, und Benin, Angola, Äquatorialguinea, Eswatini und Moldawien wurden in Medienberichten als mögliche Empfängerländer genannt.
Tödliches "Kush"
Kush, ein synthetischer Cocktail, der in der Regel aus Eibischblättern (marshmallow leaves) hergestellt wird, tauchte erstmals in den frühen 2020er Jahren in Sierra Leone auf und verbreitete sich schnell über Liberia, Guinea, Gambia, Guinea-Bissau und Senegal. Es wird zunehmend mit Opioiden gemischt, die bis zu 25-mal stärker sind als Fentanyl (synthetisches Opioid). Kush ist wahrscheinlich für Tausende von Todesfällen in Westafrika verantwortlich. Da Kush billig herzustellen ist und stark süchtig macht, erklärte die Regierung von Sierra Leone im April 2024 den Notstand für die öffentliche Gesundheit, doch die Droge breitet sich weiter aus.
Gesetz zum Schutz staatenloser Menschen
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR begrüßte die jüngste Verabschiedung eines bahnbrechenden Gesetzes in Mali, das die Rechte staatenloser Menschen schützen und ihre Notlage beheben soll. Das Gesetz bietet malischen Staatsbürgern einen Weg zur Staatsbürgerschaft, definiert Staatenlosigkeit und schützt die Gleichberechtigung im Gesundheits- und Bildungswesen. Außerdem schützt es Staatenlose vor Strafen, die mit fehlenden Dokumenten zusammenhängen, und verbietet in den meisten Fällen die Ausweisung. In Mali sind viele nomadische Gruppen, Langzeitflüchtlinge und Menschen ohne Papiere von Staatenlosigkeit bedroht. Seit 2017 wurden mit Unterstützung des UNHCR fast 2 400 gefährdete Personen eingebürgert, und über 30 000 haben zivile Dokumente erhalten.
KI und Roboter verwandeln südafrikanische Bibliotheken
Bibliotheken auf der ganzen Welt und in Südafrika setzen Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) als ergänzendes Instrument zu den Bibliotheksdiensten ein, um den Benutzern einen besseren Service zu bieten. Auf dem 5. IFLA-Symposium für Bibliothekare in Pietermaritzburg wurden die wichtigsten Innovationen vorgestellt: KI-gesteuerte Katalogisierung, Ausgabe, Erneuerung und Rückgabe von Büchern; ein Bibliotheksroboter namens Thola, von der University of KwaZulu-Natal (UKZN) entwickelt und in deren medizinischen Fakultät getestet wird und ChatGPT verwendet, um Benutzeranfragen in mehreren Sprachen zu beantworten; Open-Source-Tools wie Hugging Face und archive.org zur Bekämpfung von Fehlinformationen und zum Aufbau lokalisierter Chatbot-Assistenten.
Bauxitexporte steigen trotz Ausfuhrverbote
Guineas Bauxit-Exporte, ein wichtiger Rohstoff für die Aluminiumherstellung, sind im ersten Quartal um 39% auf einen Rekordwert von 48,6 Millionen Tonnen gestiegen, obwohl regulatorische Maßnahmen und ein Ausfuhrverbot bedeutende Betreiber ausgebremst haben. Der Großteil dieses Bauxits wurde nach China verschifft, wo sich die Aluminiumproduktion erholt hat. Guinea, der weltweit zweitgrößte Bauxit-Produzent, verschiffte laut Angaben des Ministeriums für Bergbau und Geologie 312 Schiffe, verglichen mit 225 Schiffen und 34,9 Millionen Tonnen im ersten Quartal 2024. Guinea, das rund die Hälfte des weltweiten Bauxits liefert, hat seine Hafeninfrastruktur ausgebaut, um der steigenden Nachfrage nach Bauxit gerecht zu werden. Deutschland importiert 91% seines Bauxitbedarfs aus Guinea.
Größte netzgekoppeltes Solarstromprojekt
Sambia hat mit der Einweihung des 100-MW-Solarkraftwerks Chisamba einen entscheidenden Schritt in Richtung Energiediversifizierung getan und damit einen Wendepunkt auf dem Weg des Landes zu erneuerbaren Energien markiert. Es handelt sich um die bisher größte netzgekoppelte Solarstromanlage des Landes, die frühere Projekte wie das 60-MW-Solarkraftwerk Bangweulu deutlich übertrifft. Der strategische Standort in Chisamba wurde aufgrund seiner außergewöhnlichen Sonneneinstrahlungswerte und der Nähe zur Übertragungsinfrastruktur und zu den Betrieben von First Quantum Minerals ausgewählt - eine perfekte Verknüpfung von Erzeugungskapazität und Verbrauchsnachfrage. Der Bau wurde von PowerChina geleitet. Der Zeitpunkt könnte nicht besser gewählt sein, da die schwere Dürre den Wasserstand in den wichtigsten Stauseen Sambias drastisch gesenkt hat, was die Stromerzeugungskapazität des Landes lähmt.

