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Aus einer gemeinsamen Erklärung von Staatschef Xi Jinping und Präsident Ramaphosa geht die Absicht hervor, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken.  Die beiden Staatsoberhäupter „vereinbarten, die bilateralen Beziehungen zu einer umfassenden strategischen Kooperationspartnerschaft in einer neuen Ära auszubauen, die durch starke politische Beziehungen untermauert wird und sich auf eine prosperierende Zukunft mit ausgewogenem Handel und beschleunigtem transformativem Wirtschaftswachstum konzentriert“. Sie unterzeichneten mehrere Kooperationsabkommen in den Bereichen Wohnungsbau, Energiewirtschaft und Satellitennavigation. Zudem einigten sich beide Länder darauf, die Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien auszubauen und eine gemeinsame Investitionskonferenz zu organisieren.

Präsident Mokgweetsi Masisi, der für eine zweite fünfjährige Amtszeit kandidiert, kündigte in einer Fernsehansprache an, dass der 30. und 31. Oktober Feiertage sein werden, damit die Menschen „in großer Zahl“ wählen können; weiter sagte er, dass das Parlament am 5. September aufgelöst wird. Botswana ist eine Mehrparteiendemokratie, in der alle fünf Jahre allgemeine Wahlen abgehalten werden. Die regierende Botswana Democratic Party (BDP) ist seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1966 an der Macht. Die Partei erhielt bei den Wahlen 2019 etwas mehr als 52 % der Stimmen und lag damit vor der Partei Umbrella for Democratic Change (UDC), die fast 36 % der Stimmen erhielt. Masisi (BDP) wird gegen Duma Boko, 54, von der UDC und Dumelang Saleshando, 52, von der kleineren Botswana Congress Party antreten.

Japan wird eine vollwertige Botschaft und einen ständigen Botschafter in Victoria haben, dies ist ein Teil des Engagements der japanischen Regierung, die Zusammenarbeit mit den Seychellen durch die Aufwertung ihrer Botschaft in dem Inselstaat zu stärken. Japan unterstützte den Inselstaat in der Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und der Kommission für den Indischen Ozean (IOC) geförderte Strafverfolgung im Seeverkehr. Gemeinsame Interessen sind insbesondere maritime Sicherheit, blaue Wirtschaft (Meereswirtschaft), Fischerei und Konnektivität; (= digitale Netze, von mobilen und festen Strukturen bis hin zum Internet, einschließlich Kabeln und Satelliten). 

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) begrüßt den Beitrag der japanischen Regierung in Höhe von ca. 1,36 Mio. USD zur Unterstützung von 28.800 Grundschulkindern im Bezirk Pujehun im Schuljahr 2024-2025. Mit diesem Beitrag wird WFP täglich warme und nahrhafte Mahlzeiten aus japanischem Reis zusammen mit frischem Gemüse bereitstellen, das von Kleinbauern vor Ort bezogen wird. Die Hilfe wird 137 staatlichen und staatlich unterstützten Grundschulen in sechs Chiefdoms in Sierra Leone zugutekommen, die von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen und anfällig für Klimaveränderungen sind. Japan war in den letzten fünf Jahren der zweitgrößte Geber des WFP und stellte über das WFP kontinuierlich Nahrungsmittelhilfe im Wert von fast 15 Millionen US-Dollar bereit.

Der bilaterale Handel zwischen Tansania und Brasilien hat innerhalb von zehn Jahren ein Volumen von 74,8 Millionen US-Dollar (203,2 Mrd. Euro) erreicht, was ein stetiges Wachstum der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern widerspiegelt. Das gestiegene Handelsvolumen entspricht einem Anstieg von 13 % in 12 Jahren. Die wichtigsten Exporte Brasiliens nach Tansania sind Geflügelfleisch, schwere Baufahrzeuge und Rohzucker, während Tansania Vinylpolymere und auch Rohtabak exportiert.

Russland zieht 100 seiner paramilitärischen Offiziere aus Burkina Faso ab, um im Krieg in der Ukraine zu helfen. Sie gehören zu den rund 300 Soldaten der Bärenbrigade - einer privaten russischen Militärfirma -,die im Mai in das westafrikanische Land gekommen waren, um die dortige Militärjunta zu unterstützen.

Wegen einer beispiellosen Dürre im südlichen Afrika hat die namibische Regierung beschlossen, über 700 Wildtiere – Elefanten, Antilopen, Büffel, Zebras und Gnus –zum Abschuss freizugeben und das Fleisch an die hungernde Bevölkerung zu verteilen. Die Tiere würden so vor dem Verdursten gerettet und der Konflikt zwischen Mensch und Tier über Wasser und Nahrung würde vermindert. Über 150 Tiere sollen bereits erlegt und ihr Fleisch verteilt worden sein. Tierschützer sind empört. Die Regierung solle alternative Lösungen suchen. Sie habe nicht geprüft, wie groß die Auswirkungen auf Wirtschaft und Tourismus in Namibia seien.

Ein gewaltiger Müllhaufen am Rande von Ugandas Hauptstadt ist abgerutscht und hat Häuser,  Menschen und Tiere begraben. 14 Menschen konnten sich noch selbst retten. Mit Schaufel -baggern  - bei unerträglichem Gestank und Fliegenbelästigung – konnten 34 Leichen geborgen werden. Nach einer Woche gab es immer noch Vermisste. Wegen neuer Rutschgefahr in der kommenden Regenzeit müssen Menschen umgesiedelt werden. In Uganda gibt es bisher keine Mülltrennung und der in 2022 ausgerufene Müllentsorgungsplan ist langsam in der Umsetzung.

Bis Dienstag, den 27. August 2024, waren die Goldminen Boungou und Wahgnion in Burkina Faso im Besitz eines afrikanischen Bergbauunternehmens. Ouagadougou hat jedoch eine Vereinbarung zur Verstaatlichung der Minen für rund 80 Mio. USD getroffen. Die Verstaatlichung folgt einem zunehmenden Muster afrikanischer Regierungen, insbesondere jener unter Militärjuntas, die versuchen, eine größere Kontrolle über ihre natürlichen Ressourcen auszuüben.

Namibia hat in einem mutigen Schritt gegen den andauernden Krieg Israels gegen die Palästinenser Stellung bezogen und ein Schiff mit Waffen für Israel am Anlegen in Namibia gehindert. Die MV Kathrin, die in Vietnam gestartet war, hatte um die Erlaubnis gebeten, im Hafen von Walvis Bay anlegen zu dürfen, bevor sie auf einer vermuteten Route über die Straße von Gibraltar nach Norden in Richtung Mittelmeer fuhr. Die Entscheidung steht im Einklang mit der Haltung Namibias zum anhaltenden israelisch-palästinensischen Konflikt und spiegelt die Unterstützung des Landes für Palästina und seine Forderung nach einem Ende der Gewalt wider. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, woher das Schiff kommt und wer die Waffen geschickt hat.

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