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Tansania – Der neue Präsident John Magufuli streicht die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag und ordnet stattdessen Säuberungsarbeiten an. Es sei nicht annehmbar, dass Geld an Feiern verschwendet wird, während die Cholera Menschen dahinrafft. Straßen, Häuser, Märkte und Arbeitsplätze sollen gesäubert werden. Gespartes Geld soll im Kampf gegen die Cholera eingesetzt werden. Magufuli, „Bulldozer“ genannt, hat schon manche Überraschungen gebracht. Zum 1. Mal in 54 Jahren soll es am 9. Dezember keine Schwelgerei geben.

Tansania – Als der Schacht der Goldmine in der Shinyanga Region am 5. Oktober einstürzte, konnten 14 der 20 Bergleute sich noch an die Oberfläche schaffen. Sechs blieben 100 Meter tief eingeschlossen. Sie aßen Insekten und schlürften schmutziges Wasser von den Wänden. Die Batterien ihrer Lampen und Handys wurden leer. Einer der Bergleute starb; fünf sind in gefährlich schwachem Zustand im Krankenhaus. Ihre Rettung sehen sie als ein Wunder. Beim handwerklichen Bergbau sind Unglücke häufig.

Tansania – Nach dem Unmut der Bevölkerung über die Annullierung der Wahl auf Sansibar will der scheidende Präsident Kikwete eine Lösung finden. Der bisherige Präsident von Sansibar, Ali M. Shein, soll bis zu neuen Wahlen im Amt bleiben. Der Oppositionskandidat Hamad bat seine Anhänger um Ruhe und Geduld. Zur Einführung von Magufuli in Dares Salaam wollte die Opposition der Insel aber nicht gehen.

Tansania – Arbeit am größten Hafen von Ostafrika hat im Touristenzentrum Bagamoyo, 75 km nördlich von Dares Salaam, begonnen. Der Großteil der benötigten 11 Mrd. kommt von einer chinesischen Firma. zwei Mio. Container sollen jährlich abgefertigt werden können. Das Hinterland soll eine Wirtschafts – und Industriezone werden. Zur deutschen Kolonialzeit war Bagamoyo die Hauptstadt, und während des Sklavenhandels wurden von dort die Sklaven nach Sansibar verschifft.

Tansania – Der Kandidat der regierenden CCM, John Magufuli, hat die Wahl mit 58% der Stimmen gewonnen; sein Herausforderer Lowassa erhielt 40%. Die Opposition wehrt sich gegen das Ergebnis, weil die Wahl im semi-autonomen Sansibar, wo die Opposition führte, annulliert wurde. Auch EU Beobachter sprechen von „fehlender Transparenz“. Das gespannte Verhältnis zwischen Sansibar und dem Festland ist eine der großen Herausforderungen in dem sonst so friedlichen stabilen Land.

Tansania – Wegen des geringen Niederschlags ist der Wasserspiegel in den Stauseen so niedrig, das alle Kraftwerke, die normalerweise 35% des Stroms generieren, abgestellt werden mussten, das erste Mal in der Geschichte. Das Land braucht 870 MW, kann aber nur 105 MW produzieren. Die drei neuen von Erdgas getriebenen Kraftwerke haben noch technische Probleme. Nur 24 % der Bevölkerung ist ans Stromnetz angeschlossen; die Regierung will die Zahl in den nächsten 10 Jahren verdoppeln.

Tansania – Um die Gesundheit von Mutter und Kind während der Schwangerschaft und nach der Geburt zu fördern, können Frauen per Handy alle wichtigen Infos erhalten. Seit Einführung der Kampagne „Wazazi Nipendeni = Meine Eltern lieben mich“ haben sich 125,000 Frauen für die Textnachrichten registriert; über fünf Millionen Nachrichten wurden bereits geschickt, auch in die entlegensten Orte und haben Leben gerettet.

Tansania – Der Schulreferent Pf. Kawonga und sechs Studenten verbrannten in dem verunglückten Wagen. 26 weitere Schüler des Kigonsera Zentrums wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. Das Bistum Mbinga im Süden des Landes ist Partnerbistum von Würzburg.

Tansania – Dr Askwar Hilonga, ein chemischer Ingenieur aus Arusha, hat mit Sand und Nanotechnologie einen Wasserfilter entwickelt, der das Leben vieler Menschen weltweit verändern könnte. Allein in Afrika sterben, laut UNO-Berichten, stündlich 115 Menschen an verunreinigtem Trinkwasser. Das sollte aufhören, denn der Filter absorbiert 99,999% aller Mikro-Organismen, Bakterien und Viren. Das Preisgeld von $38,000 von der Royal Academy of Engineering will Hilonga nutzen, um den Filter erschwinglicher zu machen.

Tansania – Die semi-autonome Inselgruppe Sansibar und Pemba hat eine der höchsten Raten von Gewalt gegen Frauen und Kinder in Tansania. 50% aller Frauen erlebten physische und sexuelle Angriffe; eins von drei Mädchen unter 18 wurde missbraucht, 70% misshandelt. Laut TAMWA, einer Frauenrechtsorganisation, werden die Täter meist nicht belangt. Nun hat die Polizei begonnen, an jeder Polizeistation eine Melde – und Beratungsstelle einzurichten, für die spezielle Kräfte ausgebildet werden. So hofft man, die Kultur der Scham und des Schweigens zu durchbrechen und Frauen und Kindern mehr Sicherheit zu gewähren.

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