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Tansania – Präsident Magufuli meint es ernst mit seinem Vorhaben, Korruption und Inkompetenz auszumerzen. Am Freitag hat er seinen Innenminister prompt entlassen, weil er unter Alkoholeinfluss ins Parlament kam und an sein Ministerium gestellte Fragen nicht beantworten konnte. Er ist der erste Minister, der so gehen musste.

Tansania – In der von Magufuli angeordneten Anti-Korruptionskampagne hat man über 10,000 nicht existierende Gehaltsempfänger entdeckt, die der Regierung monatlich 2 Mio. Dollar kosteten. Sie wurden jetzt gestrichen. Die Verwaltung hofft, noch mehr Unregelmäßigkeiten aufzudecken. Das so ersparte Geld soll, laut Präsident Magufuli, für Entwicklung ausgegeben werden.

Tansania – Um den Einstieg von „Pizza Hut Africa“ gebührend zu feiern, ist ein Team von Angestellten, geführt von professionellen Bergsteigern, mehrere Tage zum 5,895m hohen Mt Kilimanjaro gestiegen. Oben wurde Peperoni Pizza herumgereicht. Das Unterfangen geht in den Guinness World Record.

Tansania – In der Region Morogoro haben Investoren durch Annullierung der Lizenz die Nutzung von sieben Farmen mit einer Fläche von 1,880 Hektar verloren. Das Land wird jetzt umverteilt, um den Disput zwischen Landwirten und Viehhaltern zu lösen. In der Nationalversammlung wurde eröffnet, dass Grundstücksurkunden für 549,000 Hektar an das Entwicklungsministerium zwecks Widerrufs weitergeleitet wurden. Es ist ein gutes Zeichen, dass Regierungen den Landraub, der ihr Volk weiter verarmt, nicht länger dulden.

Tansania – Die 7-spurige 680 m lange Nyerere Brücke, vor ein paar Tagen eröffnet, führt über eine Meeresbucht des Indischen Ozeans und verbindet das Stadtzentrum von Dares Salaam mit den südlichen Stadtteilen von Kigamboni. Für die Pendler der vier-Millionen Stadt ist die stolze Schrägkabelbrücke eine Erlösung, denn bis jetzt konnte die Bucht nur mit alten, schlechtgewarteten Fähren überquert werden. Nun zahlen Autos und Motorräder Maut; Fußgänger und Fahrräder passieren frei. Auch Touristen kommen bequemer an die schönen Sandstrände im Süden.

Tansania – Auch Union Day, 26. April, an dem in 1964 Tanganjika und Sansibar sich zu dem Staat Tansania zusammenschlossen, soll still zuhause gefeiert werden. Das gesparte Geld geht in die Straßensanierung im Mwanza Distrikt. Der 54. Unabhängigkeitstag letztes Jahr war bereits allgemeiner Reinigungstag. Beim Ostergottesdienst rief Magufuli seine Landsleute auf, sich auf ihren eigenen Fleiß zu verlassen und nicht auf fremde Spenden zu warten. Nicht bei allen ist der Sparkurs des Präsidenten beliebt.

Tansania – Im Umfeld der Serengeti haben die Bewohner jetzt eine schon anderswo erprobte Methode angewandt, Elefanten von ihren Häusern und Feldern fern zu halten. An einem Drahtzaun um die Siedlung werden Bienenkörbe befestigt. Werden die Drähte berührt, fangen die Bienen an zu schwärmen. Bei ihrem guten Gedächtnis reicht bei den Dickhäutern ein Stich in Rüssel oder Ohr, um sie für immer zu verjagen, wenn Bienen summen. Für die Menschen ist der Honig ein willkommenes Nebenprodukt.

Tansania – Präsident Magufuli hat schon manches gewagt und viele Tansanier geschockt, andere beglückt. Er kämpft gegen Korruption und Steuerhinterziehung, auch in Regierungskreisen, und drängt auf Sparmaßnahmen, um den Staatshaushalt zu sanieren. Kritik wird laut, dass er zu viel alleine tut statt kompetente Minister zu beauftragen. Aber Magufuli hat Hoffnungen geweckt, dass Veränderung möglich ist, nicht nur in Tansania auch in Nachbarstaaten, wo die Sehnsucht nach Transparenz und guter Regierungsführung ständig wächst.

Tansania – Als der britische Helikopter Pilot auf seiner Spurensuche sich im Maswa Wildreservat unweit von Serengeti einem toten Elefanten näherte, eröffneten die Wilderer das Feuer. Der Pilot konnte noch landen, starb aber bevor Rettung kam. Drei Verdächtige wurden festgenommen.

Tansania – Die Menschen umjubelten Präsident Magufuli heute Morgen, als er die Straße in Dares Salaam kehrte und den Müll einsammelte. Die meisten Tansanier unterstützen die Idee, den Unabhängigkeitstag als Putztag zu halten. „UhuruNaKazi“ (Unabhängigkeit und Arbeit) war auch die Parole des Staatsgründers Julius Nyerere. Nun erwartet man vom neuen Präsidenten, dass er kompetente Minister ernennt, die seine Vision verwirklichen.

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