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Tansania – In seinem Kampf gegen die Korruption hat Präsident Magufuli fast 10.000 Beamte aus ihrem Job entlassen, weil sie sich mit gefälschten Zeugnissen beworben hatten. Wer bis 15. Mai seinen Platz nicht geräumt hat, muss mit 7 Jahren Haft rechnen. Auch hatte er die Zeitungen aufgefordert, die Namen aller Gelisteten zu veröffentlichen. Eine unabhängige Kommission hatte die Dokumente zuvor auf ihre Echtheit geprüft. Die Nutzung von Zeugnissen von Verwandten und Freunden oder die Beschaffung auf dem Schwarzmarkt waren sehr geläufig im Land. Bereits im März 2016 wurden 19.700 „Phantom-Arbeiter“ von den Gehaltslisten der Regierung gestrichen. Die nichtexistierenden Bezieher hatten der Regierung jährlich etwa 107 Mio. Dollar gekostet.

Tansania – Wegen des Ärztemangels in Kenia, der durch den wochenlangen Streik noch akuter wurde, will Tansania 500 Ärzte zur Verfügung stellen. Kenia versicherte dem tansanischen Präsidenten Magufuli eine gute Bezahlung und angemessene Unterkunft. Die tansanische Regierung profitiert durch die Abmachung, denn, laut Gesundheitsminister Umy Mwalimu hat Tansania viele gut ausgebildete Ärzte aber noch keine Anstellung für sie.

Tansania – Nachdem Herero und Nama Nachkommen aus Namibia (früher Deutsch-Südwestafrika) Klage gegen die alte Kolonialmacht Deutschland einreichten, hat sich nun auch Tansania gemeldet. Die Gräueltaten, besonders während des Maji-Maji-Krieges, liegen über 100 Jahre zurück, sind aber noch im Gedächtnis der Wagogo und Massai. Andere frühere deutsche Kolonien: Kamerun, Togo und die Südseeinseln könnten folgen.

Tansania – Zwischen 600 und 1000 Flüchtlinge kommen täglich in den drei Lagern an, die mit 290.000 Menschen, drei Viertel aus Burundi, schon überfüllt sind. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ befürchtet, dass durch die unhygienischen Bedingungen Malaria, Diarrhoe, Haut- und Atemwegs-Erkrankungen unkontrollierbar werden. Ein viertes Lager ist beantragt, doch die tansanische Regierung will den automatischen Flüchtlingsstatus für Burundier rückgängig machen.

Tansania – Dares Salaam ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Ostafrikas. Die 4.5 Mio. Einwohnerzahl könnte 2052 etwa 21.4 Mio. erreichen. Die massive Migration vom Land in die Stadt verursacht immer mehr Druck und zwingt die arme Bevölkerung in die weitere Umgebung. Der Küstenstreifen jedoch ist vom steigenden Meeresspiegel, von Küstenerosion und Belastung durch unkontrolliertes Abwasser bedroht. Nur etwa 25% der Städter sind Hausbesitzer, der Rest Mieter und Untermieter. Je größer der Bedarf, umso höher die Mieten und umso größer die Zahl der Slum-Bewohner. Um den jetzigen jährlich steigenden Wohnungsrückstand von drei Mio. Einheiten zu beseitigen und eine ungeplante Verstädterung zu verhindern, hat die städtische Baubehörde einen flexiblen und langfristigen Master Plan vorgelegt.

Tansania – Erst nach einem Jahr im Amt hat Präsident Magufuli sein Nachbarland Kenia besucht. Es ist sein dritter Auslandbesuch, alle in umliegende Länder. Nach der zurückhaltenden Arbeitsweise seines Vorgängers Kikwete will Magufuli Tansanias wichtige Rolle in der Ostafrikanischen Gemeinschaft wieder einnehmen. In Gesprächen mit dem kenianischen Präsidenten Kenyatta sollen auch die Unstimmigkeiten über die Streckenführung von Pipeline und Eisenbahn ausgeräumt werden.

Tansania – Das Zentrum des 5,7 starken Bebens am Samstag war nahe der 70,000 Einwohnerstadt Stadt Bukoba im äußersten Nordwesten des Landes. Dort gab es auch die meisten der 16 Toten und etwa 250 verletzten. Etwa 840 Häuser, darunter öffentliche Gebäude sollen zerstört sein. Das volle Ausmaß der Verwüstung ist noch nicht bekannt. Die Auswirkungen des Bebens in 10 km Tiefe waren bis Kenia, Uganda und Ruanda zu spüren.

Tansania – Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der starke Rückgang der Fischbestände im Tanganjika See nicht nur auf unkontrollierten Fischfang, sondern auch auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Erhöhte Wassertemperaturen reduzieren die Vermehrung der Algen, die vielen Fischsorten als Nahrung dienen. Die Bevölkerung der vier Anrainerstaaten beziehen 60% ihres Proteinbedarfs aus dem See.

Tansanische Politiker fordern die Rückgabe des 150 Millionen Jahre alten Dinosaurierskeletts im Naturkunde Museum von Berlin, das Anfang des 19. Jahrhunderts in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika ausgegraben wurde. Eine offizielle Anfrage der tansanischen Regierung liegt bisher nicht vor.

Tansania – Die 3-jährige und 900 kg schwere Spitzmaulnashorn-Dame, in einem tschechischen Zoo geboren, wurde vorgestern in ihre natürliche Heimat Tansania geflogen. Eliska „bestieg“ die Boeing 757-200 Frachtmaschine in Leipzig. Fünf Container Tierfutter und Wasser und ein Experten-Team waren mit an Bord für die 6.500 km Reise zum Flughafen Kilimanjaro. Spitzmaulnashörner sind durch massive Wilderei akut vom Aussterben bedroht. Es soll weltweit nur noch 800 dieser Tiere geben. Eliska soll nun die Nashorn-Population in Tansania steigern helfen. Der tschechische Zoo Dvur Kralove ist erfolgreich in der Aufzucht von Spitzmaulnashörnern; 43 sind bisher dort geboren.

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