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Tansania – Ein Oppositions-Politiker wurde beschuldigt, beleidigende Bemerkungen über den Präsidenten gemacht zu haben. Magufuli sei ein Diktator und mache Ernennungen beruhend auf Begünstigung und Vetternwirtschaft. Nun ist Tundu Lissu in Polizeigewahrsam; ob er auf Kaution frei kommt, ist ungewiss. Nach der anfänglichen Euphorie wächst die Kritik an Magufulis Intoleranz. Seine Parteigänger jedoch sagen, dass er die Korruption angeht und die Stabilität des Landes garantiert.

Tansania – Tierschützer im Ngorongoro Krater haben zum ersten Mal gesehen, dass eine Löwin in der Wildnis ein Leopardenbaby säugt. Diese artübergreifende Fürsorge für verlassene Tierbabys hat man unter Großkatzen noch nicht erlebt. Wissenschaftler versuchen, zu erklären, dass die Löwin selbst gerade Junge hatte, die sie verloren hat und durch die Hormone gedrängt war, den kleinen Leoparden aufzuziehen.

Tansania – Ein Geistlicher der Shalom Kirche im nördlichen Tansania wird zurzeit verhört, weil bei der Taufe im Ungwasi Fluss zwei Täuflinge beim Untertauchen ertrunken sind. Augenzeugen berichten, dass der Fluss tief ist und starke Strömungen hat.

Tansania – Magufuli solle seine Kommentare über schwangere Schulmädchen zurücknehmen. Ihnen nach der Geburt eines Kindes eine weitere Schulbildung zu verwehren sei zerstörerisch, da doch Bildung der sicherste Weg aus der Armut heraus ist. Etwa 8000 Mädchen brechen jedes Jahr die Schule wegen einer Schwangerschaft ab. Sie vorher zu schützen sei angebrachter als sie nachher mit Ausgrenzung zu strafen.

Tansania – Eine Untersuchungskommission der Regierung kommt zum Schluss, dass das Bergbauunternehmen Acacia Mining den Staat 19 Jahre lang durch falsche Produktionsangaben bei der Goldgewinnung betrogen hat. Der Schaden für das Land wird auf 75 Milliarden Euro beziffert. Die Firma bestreitet die Anschuldigungen.

Tansania – Im Norden des Landes kamen am Samstag bei einem Busunglück 29 Schüler, 12 bis 14 Jahre alt, zwei Lehrer und der Fahrer ums Leben. Die Kinder von Arusha waren angeblich unterwegs zu einer Aufnahmeprüfung in eine weiterführende Schule. Präsident Magufuli nannte das Unglück eine „nationale Tragödie“. Die Eltern schmerzt der Verlust ihrer Kinder, und das Land verliert hoffnungsvolle, vielversprechende junge Menschen.

Tansania – In seinem Kampf gegen die Korruption hat Präsident Magufuli fast 10.000 Beamte aus ihrem Job entlassen, weil sie sich mit gefälschten Zeugnissen beworben hatten. Wer bis 15. Mai seinen Platz nicht geräumt hat, muss mit 7 Jahren Haft rechnen. Auch hatte er die Zeitungen aufgefordert, die Namen aller Gelisteten zu veröffentlichen. Eine unabhängige Kommission hatte die Dokumente zuvor auf ihre Echtheit geprüft. Die Nutzung von Zeugnissen von Verwandten und Freunden oder die Beschaffung auf dem Schwarzmarkt waren sehr geläufig im Land. Bereits im März 2016 wurden 19.700 „Phantom-Arbeiter“ von den Gehaltslisten der Regierung gestrichen. Die nichtexistierenden Bezieher hatten der Regierung jährlich etwa 107 Mio. Dollar gekostet.

Tansania – Wegen des Ärztemangels in Kenia, der durch den wochenlangen Streik noch akuter wurde, will Tansania 500 Ärzte zur Verfügung stellen. Kenia versicherte dem tansanischen Präsidenten Magufuli eine gute Bezahlung und angemessene Unterkunft. Die tansanische Regierung profitiert durch die Abmachung, denn, laut Gesundheitsminister Umy Mwalimu hat Tansania viele gut ausgebildete Ärzte aber noch keine Anstellung für sie.

Tansania – Nachdem Herero und Nama Nachkommen aus Namibia (früher Deutsch-Südwestafrika) Klage gegen die alte Kolonialmacht Deutschland einreichten, hat sich nun auch Tansania gemeldet. Die Gräueltaten, besonders während des Maji-Maji-Krieges, liegen über 100 Jahre zurück, sind aber noch im Gedächtnis der Wagogo und Massai. Andere frühere deutsche Kolonien: Kamerun, Togo und die Südseeinseln könnten folgen.

Tansania – Zwischen 600 und 1000 Flüchtlinge kommen täglich in den drei Lagern an, die mit 290.000 Menschen, drei Viertel aus Burundi, schon überfüllt sind. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ befürchtet, dass durch die unhygienischen Bedingungen Malaria, Diarrhoe, Haut- und Atemwegs-Erkrankungen unkontrollierbar werden. Ein viertes Lager ist beantragt, doch die tansanische Regierung will den automatischen Flüchtlingsstatus für Burundier rückgängig machen.

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