Schlagwort: Tansania

Tansania – Die Inseln Sansibar und Pemba, ausgelaugt durch den intensive Anbau von Gewürzen, meist Nelken, sind dabei, wieder aufgeforstet zu werden, brauchen aber Bienen für den Bestäubungsprozess. Für die Inselbewohner ist der Verkauf von Honig eine extra Einkommensquelle. Deshalb ziehen sie, meist nachts, durch den Wald und hängen ihre Bienenkörbe auf. Ihnen selbst dient der Honig als Medizin und Nahrungsmittel. „Ein Tropfen Honig am Morgen“, sagt ein Sammler, „hält den Hunger den ganzen Tag fern“.

Tansania – Mohammed Dewji, 43, Afrikas jüngster und Tansanias einziger Milliardär, wurde heute Morgen in Dar es Salaam vor einem Hotel Fitnessstudio entführt. Drei der maskierten und bewaffneten Kidnapper wurden gefasst. Das Motiv ist noch unklar. Das Wirtschaftsmagazin Forbes setzt sein Vermögen auf 1.5 Mrd. Dollar. Dewji hat das Familiengeschäft vom Einzel – auf Großhandel und dann zu einem pan-afrikanischen Konglomerat ausgebaut. In 2016 hat er versprochen, die Hälfte seines Vermögens für philanthropische Zwecke zu spenden.

Tansania – Zwei Tage nach Kentern der Fähre im Victoriasee folgten Taucher einem Klopfen und konnten den Mann aus dem engen Raum bergen, in den er sich eingesperrt hatte. Neben der Überladung wurde, nach Augenzeugen, das Schiff aus dem Gleichgewicht gebracht, als die Passagiere sich kurz vor dem Anleger zum Bug drängten. Die Anzahl der Opfer steht bei 207.

Tansania – Nach dem Kentern der Personenfähre „Nyerere“ nahe den Ukara und Bugorora Inseln ist, laut dem Gouverneur von Mwanza, die Zahl der Opfer auf 100 gestiegen. 37 Menschen konnten gerettet werden. Die Suche geht weiter; man rechnet mit 200 Ertrunkenen. Es sollen über 300 Passagiere an Bord gewesen sein. Fährunglücke auf dem 68.800 km² großen See sind nicht selten, meist durch überladene Schiffe verursacht.

Tansania – Präsident John Magufuli rief Ehepaare dazu auf, keine empfängnisverhütenden Mittel zu benutzen, da das Land viele Menschen brauche. Er wies auf die negativen Folgen der Geburtenkontrolle in westlichen Ländern hin, die wegen rückläufiger Bevölkerungszahlen nicht mehr genügend Arbeitskräfte hätten. Seine Äußerungen wurden von Politikern und in den Medien heftig kritisiert, da sie der afrikanischen Frauenrechtscharter, dem Maputo-Protokoll, widersprächen.

Tansania – Wegen massiver Menschenrechtsverletzungen im Umfeld der umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2015 flohen Hunderttausende Burundier in das Nachbarland Tansania. 33.000 gingen seitdem freiwillig in ihre Heimat zurück. Die Regierung beschränkt die Lebensmöglichkeiten der restlichen 230.000 Flüchtlinge immer mehr, um sie zur Rückkehr zu zwingen. Der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR besteht auf Freiwilligkeit für die Rückkehrer.

Tansania – Ohne gebratene Vermicelli Nudeln (Tambi) mit dunklen Rosinen in süßer, mit Kardamom, Vanille und Zimt gewürzter Kokosmilch wäre der nun ausgehende Ramadan für Sansibars Muslime nicht denkbar. So ist der chinesische Familienbetrieb vollauf beschäftigt. 95.000 kg Mehl verarbeitet er jährlich. Das Engagement der Familie ist ein Zeugnis einer tausendjährigen Zusammenarbeit und kulturellem Austausch zwischen China und Sansibar, viele Jahre bevor Vasco da Gama kam.

Tansania – Die Regierung will im weltbekannten Selous Wildreservat einen Staudamm errichten und hat schon Angebote zur Abholzung der Baumbestände ausgeschrieben. Das 2.100 Megawatt Wasserkraftwerk am Rufiji-Fluss würde die Stromerzeugung des Landes verdoppeln. Umweltschützer kritisieren, dass das Projekt eine einmalige Tierwelt zerstören würde.

Tansania – Die kritische Weihnachtspredigt des selbst ernannten Bischofs und Gründers einer Freikirche, Zachary Kakobe, dass das Land zu einem Einparteienstaat abrutschen könnte, gab Anlass zu der Drohung. Wenn kirchliche Organisationen „Religion und Politik“ vermischen, könnte ihnen die Registrierung entzogen werden. Präsident Magufuli, gelobt für seinen Stand gegen Korruption und Verschwendung, duldet wenig Kritik. Der „Bulldozer“ könnte seine Drohung wahrmachen. Wenn Kirchen Schulen und Krankenhäuser bauen, so Kirchenvertreter, ist alles ruhig; sobald sie fragen, warum es keine Lehrer und Medikamente gibt, ist es Einmischung.

Tansania – Einmal in der Woche geht die 16jährige Getrude Clement ins Aufnahmestudio statt in die Klasse. In ihren Sendungen spricht sie zu Kindern und Erwachsenen und plädiert für die Sauberhaltung des Viktoriasees und ihrer Stadt Mwanza. Sie spricht von steigenden Temperaturen und der Eisschmelze auf dem Kilimandscharo, die die Existenz vieler Menschen in ihrem Land bedrohen. Letztes Jahr durfte sie vor Staatschefs bei der UNO auftreten.

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