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Tansania – Die 69-jährige Chinesin, die in den 70er Jahren als Dolmetscherin nach Tansania kam, entwickelte sich als Vermittlerin zwischen Wilderern in Afrika und Abnehmern in Fernost. Zusammen mit zwei Helfern soll sie bis 2014 über 860 Elefantenstoßzähne im Wert von rund 2 Mio. Dollar aus dem Land geschmuggelt haben und so für den Rückgang der Elefantenpopulation in Tansania mitverantwortlich sein. Jetzt soll sie 15 Jahre hinter Gitter und eine 6 Mio. Dollar Geldbuße zahlen. Das Urteil soll eine abschreckende Wirkung haben. Noch stirbt alle 15 Minuten ein Elefant.

Tansania – Artenschützer haben ein tonnenschweres Nashorn aus dem Zoo von San Diego, USA, über 16.000 km in einem 68stündigen Flug nach Tansania geschickt. Dort in dem an die Serengeti angrenzenden Grumeti-Wildreservat soll der junge Bulle Nachwuchs zeugen. Dass er selbst noch lebt, hat er seiner lebenslangen Gefangenschaft zu verdanken, denn in den Savannen Afrikas ist das Ostafrikanische Spitzmaulnashorn von Großjägern und Wilderern fast ganz ausgerottet worden. Das Horn, teurer als Kokain, ist in Asien sehr begehrt, weil man ihm eine heilende, potenzsteigernde Wirkung zuspricht, die jedoch von Wissenschaftlern nicht bestätigt wird.

Tansania – Präsident Magufuli hat mit zwei ägyptischen Baufirmen einen Vertrag unterzeichnet, am Rufiji Fluss im Selous Wildreservat einen riesigen Staudamm zu errichten, der die Stromversorgung im Land verdoppeln könnte. Noch hat nur ein Drittel der Bevölkerung Zugang zu Strom. Doch Umweltschützer warnen ernstlich vor der Zerstörung des Habitats für seltene Tiere, Verlust von Bodenfruchtbarkeit, weiterer Erosion und der Rückbildung des Rufiji Deltas. Auch würde der Damm die Existenzgrundlage von etwa 200.000 Menschen flussabwärts, meist Bauern und Fischer, gefährden.

Tansania – Als der “Bulldzer” vor drei Jahren Präsident wurde, Besserungen vorantrieb und Korruption bekämpfte, galt Magufuli als Hoffnungsträger. Inzwischen haben sein autokratischer Führungsstil sowie Verhaftungen und Verschwinden von Kritikern und Journalisten die Furcht vor einer Diktatur genährt. Die Hetzjagd auf Schwule, das Unterrichtsverbot für schwangere Mädchen und besonders der Rausschmiss des EU-Botschafters aus Tansania ließen die Welt aufhorchen. Die Weltbank hat 300 Mio. US$ für Bildungsprojekte auf Eis gelegt, und EU-Geberländer erwägen ihre weitere Finanzpolitik. Doch Magufuli rechnet mit Geld aus China, das an keine Bedingungen gekoppelt ist.

Tansania – Vom 2. Bis 4. November begeht die tansanische Kirche die Jubiläumsfeierlichkeiten. Papst Franziskus lässt sich von Kenias Kardinal John Njue vertreten. Hohe Regierungsbeamte und ökumenische Kirchenvertreter wollen an den Tagen des Dankes, des Gedenkens, der Reue und Umkehr und Bitte um Segen für die Zukunft am geschichtsträchtigen Küstenort Bagamoyo zusammen kommen, wo in 1868 die Missionierung unter den Sklaven anfing. Die Spiritaner begannen die neue Missionstätigkeit 170 Jahre, nachdem die ersten portugiesischen Versuche zerschlagen wurden.

Tansania – In der trockenen Region von Dodoma hat das Dorf Chololo Berühmtheit erlangt, weil das Projekt nachhaltiger klimaangepasster Landwirtschaft erfolgreich durchgeführt wurde. Die lokalen Landwirte wurden mit einbezogen, die knappen Wasserressourcen gut zu nutzen, den Ackerboden und das Saatgut zu verbessern, und durch Kreuzungen ihre Viehbestände produktiver zu machen. Die Erträge stiegen zwischen 37.5 und 70%. Bessere Häuser und Bildung, sowie Solar Wasserpumpen und Satellitenschüsseln sind Zeichen des neuen Wohlstands. „Chololo 2.0“ ist bereits im Kommen. Das Klimawandel Anpassungsprojekt, „das Geheimrezept für zukünftige Entwicklungshilfe“, wird noch in weitere Regionen Tansanias getragen.

Tansania – Die Inseln Sansibar und Pemba, ausgelaugt durch den intensive Anbau von Gewürzen, meist Nelken, sind dabei, wieder aufgeforstet zu werden, brauchen aber Bienen für den Bestäubungsprozess. Für die Inselbewohner ist der Verkauf von Honig eine extra Einkommensquelle. Deshalb ziehen sie, meist nachts, durch den Wald und hängen ihre Bienenkörbe auf. Ihnen selbst dient der Honig als Medizin und Nahrungsmittel. „Ein Tropfen Honig am Morgen“, sagt ein Sammler, „hält den Hunger den ganzen Tag fern“.

Tansania – Mohammed Dewji, 43, Afrikas jüngster und Tansanias einziger Milliardär, wurde heute Morgen in Dar es Salaam vor einem Hotel Fitnessstudio entführt. Drei der maskierten und bewaffneten Kidnapper wurden gefasst. Das Motiv ist noch unklar. Das Wirtschaftsmagazin Forbes setzt sein Vermögen auf 1.5 Mrd. Dollar. Dewji hat das Familiengeschäft vom Einzel – auf Großhandel und dann zu einem pan-afrikanischen Konglomerat ausgebaut. In 2016 hat er versprochen, die Hälfte seines Vermögens für philanthropische Zwecke zu spenden.

Tansania – Zwei Tage nach Kentern der Fähre im Victoriasee folgten Taucher einem Klopfen und konnten den Mann aus dem engen Raum bergen, in den er sich eingesperrt hatte. Neben der Überladung wurde, nach Augenzeugen, das Schiff aus dem Gleichgewicht gebracht, als die Passagiere sich kurz vor dem Anleger zum Bug drängten. Die Anzahl der Opfer steht bei 207.

Tansania – Nach dem Kentern der Personenfähre „Nyerere“ nahe den Ukara und Bugorora Inseln ist, laut dem Gouverneur von Mwanza, die Zahl der Opfer auf 100 gestiegen. 37 Menschen konnten gerettet werden. Die Suche geht weiter; man rechnet mit 200 Ertrunkenen. Es sollen über 300 Passagiere an Bord gewesen sein. Fährunglücke auf dem 68.800 km² großen See sind nicht selten, meist durch überladene Schiffe verursacht.

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