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Tansania – Nach dem am 1. Juni erlassenen Verbot von Plastiktüten, als 30. Land Afrikas und als 61. Land weltweit, ist auch Präsident Magufuli mit Korb auf dem Fischmarkt erschienen. Das Verbot soll verursachte Umweltschäden beseitigen und neue verhüten. Auch Reisende müssen sich strenger Kontrolle unterziehen. Auf Herstellung, Verkauf, Im/Export oder Nutzung stehen drakonische Geld – und Haftstrafen.

Tansania – Mdude Nyagali, ein mutiger Kritiker von Präsident Magufuli in den Medien, wurde am 4. Mai von maskierten und bewaffneten Männern entführt. Dörfler fanden ihn vier Tage später, abgesetzt im Busch im Mbeya Distrikt. Er war geschwächt und trug Zeichen von Folter. Sie brachten ihn in ein Krankenhaus. Die oppositionelle Chadema Partei beschuldigte die Polizei der Entführung, doch diese weist alle Vorwürfe zurück.

Tansania – Das Land wünscht sie; auch der Tourismus-Minister Kanyasu, der ein Besucherwachstum erwartet. Bisher erklimmen etwa 50.000 Bergsteiger den mit 5.895 Meter höchsten Berg Afrikas. Es gibt bereits interessierte Investoren, in China und im Westen. Machbarkeitsstudien sind im Gange und eventuelle Umwelteinflüsse werden erwogen. Auch wurde, wegen der Höhenkrankheit, die Möglichkeit einer Akklimatisierungs-Etage bei 4.500 m erwähnt. Heftiger Widerstand kommt von den etwa 25.000 Bergführern und Trägern, die die Touristen auf dem 8-tägigen Aufstieg begleiten, weil ihr Lebensunterhalt durch die Gondel bedroht würde.

Tansania – Auf Drängen von Kenia auf seine Nachbarn, die Region von Plastikmüll zu befreien, plant jetzt auch Tansania die Abschaffung von Einweg-Plastiktüten von Juli an. Kenia und Ruanda sind die einzigen ostafrikanischen Länder, die Herstellung, Import, Verkauf und Verwendung verbieten. Die schwersten Strafen droht Kenia an: bis zu vier Jahre Haft oder immense Geldstrafen.

Tansania – Die 69-jährige Chinesin, die in den 70er Jahren als Dolmetscherin nach Tansania kam, entwickelte sich als Vermittlerin zwischen Wilderern in Afrika und Abnehmern in Fernost. Zusammen mit zwei Helfern soll sie bis 2014 über 860 Elefantenstoßzähne im Wert von rund 2 Mio. Dollar aus dem Land geschmuggelt haben und so für den Rückgang der Elefantenpopulation in Tansania mitverantwortlich sein. Jetzt soll sie 15 Jahre hinter Gitter und eine 6 Mio. Dollar Geldbuße zahlen. Das Urteil soll eine abschreckende Wirkung haben. Noch stirbt alle 15 Minuten ein Elefant.

Tansania – Artenschützer haben ein tonnenschweres Nashorn aus dem Zoo von San Diego, USA, über 16.000 km in einem 68stündigen Flug nach Tansania geschickt. Dort in dem an die Serengeti angrenzenden Grumeti-Wildreservat soll der junge Bulle Nachwuchs zeugen. Dass er selbst noch lebt, hat er seiner lebenslangen Gefangenschaft zu verdanken, denn in den Savannen Afrikas ist das Ostafrikanische Spitzmaulnashorn von Großjägern und Wilderern fast ganz ausgerottet worden. Das Horn, teurer als Kokain, ist in Asien sehr begehrt, weil man ihm eine heilende, potenzsteigernde Wirkung zuspricht, die jedoch von Wissenschaftlern nicht bestätigt wird.

Tansania – Präsident Magufuli hat mit zwei ägyptischen Baufirmen einen Vertrag unterzeichnet, am Rufiji Fluss im Selous Wildreservat einen riesigen Staudamm zu errichten, der die Stromversorgung im Land verdoppeln könnte. Noch hat nur ein Drittel der Bevölkerung Zugang zu Strom. Doch Umweltschützer warnen ernstlich vor der Zerstörung des Habitats für seltene Tiere, Verlust von Bodenfruchtbarkeit, weiterer Erosion und der Rückbildung des Rufiji Deltas. Auch würde der Damm die Existenzgrundlage von etwa 200.000 Menschen flussabwärts, meist Bauern und Fischer, gefährden.

Tansania – Als der “Bulldzer” vor drei Jahren Präsident wurde, Besserungen vorantrieb und Korruption bekämpfte, galt Magufuli als Hoffnungsträger. Inzwischen haben sein autokratischer Führungsstil sowie Verhaftungen und Verschwinden von Kritikern und Journalisten die Furcht vor einer Diktatur genährt. Die Hetzjagd auf Schwule, das Unterrichtsverbot für schwangere Mädchen und besonders der Rausschmiss des EU-Botschafters aus Tansania ließen die Welt aufhorchen. Die Weltbank hat 300 Mio. US$ für Bildungsprojekte auf Eis gelegt, und EU-Geberländer erwägen ihre weitere Finanzpolitik. Doch Magufuli rechnet mit Geld aus China, das an keine Bedingungen gekoppelt ist.

Tansania – Vom 2. Bis 4. November begeht die tansanische Kirche die Jubiläumsfeierlichkeiten. Papst Franziskus lässt sich von Kenias Kardinal John Njue vertreten. Hohe Regierungsbeamte und ökumenische Kirchenvertreter wollen an den Tagen des Dankes, des Gedenkens, der Reue und Umkehr und Bitte um Segen für die Zukunft am geschichtsträchtigen Küstenort Bagamoyo zusammen kommen, wo in 1868 die Missionierung unter den Sklaven anfing. Die Spiritaner begannen die neue Missionstätigkeit 170 Jahre, nachdem die ersten portugiesischen Versuche zerschlagen wurden.

Tansania – In der trockenen Region von Dodoma hat das Dorf Chololo Berühmtheit erlangt, weil das Projekt nachhaltiger klimaangepasster Landwirtschaft erfolgreich durchgeführt wurde. Die lokalen Landwirte wurden mit einbezogen, die knappen Wasserressourcen gut zu nutzen, den Ackerboden und das Saatgut zu verbessern, und durch Kreuzungen ihre Viehbestände produktiver zu machen. Die Erträge stiegen zwischen 37.5 und 70%. Bessere Häuser und Bildung, sowie Solar Wasserpumpen und Satellitenschüsseln sind Zeichen des neuen Wohlstands. „Chololo 2.0“ ist bereits im Kommen. Das Klimawandel Anpassungsprojekt, „das Geheimrezept für zukünftige Entwicklungshilfe“, wird noch in weitere Regionen Tansanias getragen.

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